Bundesligist wartet auf 64 Millionen Euro - Hertha-Investor Windhorst sichert Zahlungen zu

Lars Windhorst bei der Hertha-Pressekonferenz am 13.02.2020. (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Millionen-Investor Lars Windhorst hat erstmals die bisherige Höhe seiner Investitionen bei Hertha BSC bekanntgegeben und die termingerechte Restzahlung von 64 Millionen Euro an den Fußball-Bundesligisten zugesichert. "Wir haben bisher bereits 310 Mio. Euro investiert. Und wir stehen zu unserem Wort und an der Seite von Hertha BSC, auch wenn es sportlich keine leichte Zeit für den Verein ist. Selbstverständlich werden wir, wie verabredet, pünktlich das restliche Geld überweisen", twitterte Windhorst am Montagabend.

In insgesamt fünf Tweets wies Windhorst zudem erneut Berichte über ein angebliches Zerwürfnis mit Trennungspotenzial zurück. "Damit haben wir in Summe dann 374 Mio. Euro investiert - das größte Eigenkapitalinvestment in der Bundesliga, das es jemals gab. Weil wir von dem Erfolg unseres langfristigen Investments überzeugt sind. Und an die Stärke und das Potenzial von Hertha glauben", schrieb Windhorst.

Windhorst: Keine Differenzen mit Vereinsführung

Zuvor hatten unter anderen "Manager Magazin" und "Spiegel" berichtet, dass es wegen der weiter ausstehenden letzten Raten über insgesamt 60 Millionen Euro zu einem Riss zwischen Investor und Bundesliga-Club kommen könnte. "Wenn zwei dasselbe spekulieren, wird es dadurch nicht richtiger. Wir stehen weder "mit dem Rücken zur Wand", noch müssen und werden wir "Anteile abgeben"", schrieb Windhorst dagegen.

2019 hatte Windhorst für 224 Millionen Euro 49,9 Prozent der Hertha BSC GmbH Co. KGaA erworben. Aktuell hält er 66,6 Prozent der Profigesellschaft. Für die Aufstockung hatte der Investor im Sommer 2020 weitere 150 Millionen zugesagt, aber zuerst nur 50 Millionen Euro gezahlt. Dem Vernehmen nach missfiel ihm die vorsichtige Einkaufspolitik des damaligen Managers Michael Preetz. Mit Geschäftsführer Carsten Schmidt und Manager Fredi Bobic ist die Führungscrew der Hertha mittlerweile neu besetzt. Schmidt und Windhorst räumten ein, dass es nicht immer reibungslos zwischen den Vertragspartnern lief. Im Herbst hatten sich Verein und Windhorsts Unternehmen Tennor auf eine Ratenzahlung geeinigt.

Sendung: Inforadio, 22.06.2021, 07:15

5 Kommentare

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  1. 5.

    Da hat sich der Mäzen wohl das falsche Spielzeug gekauft und will es nun nur noch nicht gleich zugeben :-)
    Spannend wird vor allem sein wer für Hertha bei der kommenden Insolvenz dann in die Bundesliga nachrückt.
    Ach nee, die beiden Medien haben sich das natürlich nur ausgedacht...

  2. 4.

    Vielleicht wird dem Investor langsam klar, dass die Hertha ein, Faß ohne Boden ist und er nur noch Geld verbrennt.
    Die Mittelmäßigkeit und Unfähigkeit der Hertha wird nur umsomehr sichtbar, dass ein finanzieller Einsatz der Spender sinnlos ohne einen sichtbaren Erfolg verpufft.
    Was passiert, wenn sich der Investor zurück zieht?
    Dann platzt die Hertha-Blase.

  3. 3.

    @ Falk: Immerhin ist Hertha Stadtmeister geworden - und das gleich zwei Jahre hintereinander! ;-)

    Ich denke, eine Patrone haben sie noch im Colt, da man ja einige an sich durchaus fähige Spieler für viel Geld verpflichtet hatte. Wenn allerdings der nächste Schuss unter Bobics Führung nicht trifft, könnte es schwierig werden für die alte Dame.
    Ich bin gespannt, wie Hertha unter Dardai in die neue Saison hineinfindet.

  4. 2.

    Richtig erkannt !
    Da kann Bobic jetzt für 64 Mio. richtig zuschlagen !
    Der erste Schalke Transfer war schon nen Knaller !
    Weiter so BCC !
    Ihr werdet nie wieder HERTHA sein !

  5. 1.

    Das Ding wird für Hertha zum Sargnagel werden. Man muss sich die Summe auf der Zunge zergehen lassen. 310 Millionen Euro für Abstiegskampf. Was sollen da die restlichen 60 Millionen großartig bewirken. Das sind nur noch Peanuts.

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