Verstoß gegen das Kreditwesengesetz - Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hertha-Investor Lars Windhorst

Hertha-Investor Lars Windhorst / IMAGO / Bernd König
Bild: IMAGO / Bernd König

Die Berliner Strafverfolgungsbehörden ermitteln gegen Lars Windhorst, den Investor des Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Das bestätigte die Generalstaatsanwalt­schaft Berlin am Dienstag auf Anfrage von rbb|24.

Am Montag hatte die britische Tageszeitung "Financial Times" (FT) über die Ermittlungen berichtet. WIndhorst bestätigte ebenfalls via Twitter, dass er von den Ermittlungen wisse, wies jedoch sämtliche Vorwürfe zurück.

Auslöser der Ermittlungen war eine Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), hieß es von der Generalstaatsanwalt­schaft. Weitere Angaben machte die Behörde nicht. Laut der FT soll die Bafin Windhorst wegen des Verdachts, gegen das deutsche Kreditwesengesetz verstoßen zu haben, angezeigt haben.

Windhorst: "Old news"

Windhorst bezeichnete den FT-Bericht als "old news" und sagte, dass er bereits im Mai von der Anzeige erfahren habe und die Staatsanwaltschaft umgehend kontaktiert habe, um bei den Ermittlungen zu kooperieren. Zudem schrieb er, er sei enttäuscht, dass die BaFin Strafanzeige gestellt hat.

Bei dem Verstoß gegen das Kreditwesengesetz geht es laut FT um ein Geldanlageprodukt namens Evergreen Funding, das sich im Besitz von Windhorst befindet. Die FT schreibt, dass die Bafin den Verdacht habe, dass Evergreen möglicherweise Bankgeschäfte wie Einlagen- und Kreditegeschäfte ohne die erforderlichen Lizenzen getätigt hat.

Die Bafin habe daraufhin Evergreens Bankkonten in Deutschland eingefroren und die Strafverfolgungsbehörden in Berlin informiert, da Windhorsts Investment-Firma Tennor Holding dort ihren deutschen Hauptsitz hat.

Sendung: rbb Inforadio, 06.07.2021, 9:15 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Mir ist nicht klar, was das Finanzgebaren eines Kohl Zöglings mit dem Verhalten vieler Fussballfunktionäre, u.a. auch von Hertha, in der Historie zu tun hat.

  2. 2.

    Der alteingesessene Berliner wundert sich da nicht.
    Handgelder, Spielabsprachen, Manipulation, bei Hertha sind das gelebte Traditionen. Blauweisse können da keinen Fehler erkennen.
    Nun also mutmaßlich Geldwäsche. Passt zum Image des BCC.

  3. 1.

    Gestern, als ich darauf hingewiesen habe, würde ich konsequent zensiert und verschwiegen. Heute nun die Nachricht bei rbb24?
    Ließ sich wohl nicht mehr verbergen, wer der Investor ist, der durch dubiose Geschäfte die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen hat.
    So werden Meinungen "gestaltet".

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