Start am Wochenende - Alles Wissenswerte zur Regionalliga Nordost

Jubel bei der VSG Altglienicke (imago images/Matthias Koch)
Bild: imago images/Matthias Koch

Am kommenden Wochenende startet die Regionalliga Nordost in ihre neue Saison. Wer ist neu dabei, wer sind die Favoriten und wieviele Zuschauer dürfen in die Stadien? rbb|24 gibt den Überblick.

Wann geht’s los?

Am Freitag, den 23. Juli 2021, um 19 Uhr mit drei Partien (Chemnitzer FC - Tennis Borussia Berlin; Germania Halberstadt - Hertha BSC II; Tasmania Berlin - SV Babelsberg 03).

Am Samstag dann folgen vier Spiele (Berliner AK - Carl Zeiss Jena, 12 Uhr; VSG Altglienicke - Optik Rathenow; Union Fürstenwalde - VfB Auerbach, jeweils 13 Uhr; 1. FC Lok Leipzig - BFC Dynamo, 16 Uhr).

Abgeschlossen wird der Saisonauftakt am Sonntag mit wiederum drei Paarungen (ZFC Meuselwitz - SV Lichtenberg 47; Energie Cottbus - FSV Luckenwalde, jeweils 13 Uhr; FC Eilenburg - Chemie Leipzig, 14.05 Uhr).

Die Hinrunde reicht anschließend bis zum 22. Spieltag am 19. Dezember. Der Rückrundenstart erfolgt am 30. Januar 2022.

Wer ist neu in der Liga?

Der Bischofswerdaer FV musste die Liga nach der abgebrochenen Saison 2020/21 in Richtung NOFV-Oberliga Süd verlassen. Viktoria Berlin stieg als Meister in die Dritte Liga auf. Neu dabei sind dafür Tasmania Berlin und der FC Eilenburg aus Nordsachsen. Der neunfache Berliner Meister und Ex-Bundesligist Tasmania (1965/66) unter Führung des ambitionierten Vorstandsvorsitzenden Almir Numic dürfte mehr als gute Chancen auf den Klassenerhalt haben.

Welche Vereine aus Berlin und Brandenburg sind dabei?

Aus Berlin mit dabei: Tennis Borussia, Hertha BSC II, Tasmania Berlin, Berliner AK, VSG Altglienicke, BFC Dynamo, SV Lichtenberg 47. Aus Brandenburg gehen an den Start: SV Babelsberg 03, Optik Rathenow, Union Fürstenwalde, Energie Cottbus, FSV Luckenwalde.

Hintergrund

Wer sind die Favoriten?

Glaubt man den 20 Trainer der Regionalliga Nordost, ist der FC Carl Zeiss Jena der Titelkandidat Nummer eins. Gleich 15 Übungsleiter benannten den Traditionsverein in einer Umfrage von "fussball.de" [fussball.de] als einen ihrer Favoriten. Als erste Verfolger gelten Energie Cottbus und die VSG Altglienicke, die je 14 Nennungen erhalten haben. Karsten Heine, Trainer der VSG, sagt dazu gegenüber rbb|24: "Wir wollen weiterhin Offensiv-Fußball bieten, der mit viel Freude und Leidenschaft gespielt wird. Das ist unser Anspruch und dann wollen wir gucken, was dabei herauskommt. Aber natürlich wollen auch wir gerne oben mit dabei sein."

Wieviele Auf- und Absteiger gibt es?

Der Meister der Regionalliga-Nordost qualifiziert sich für die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Dritte Liga und trifft dafür in Hin- und Rückspiel auf den Meister der Regionalliga Nord. Die Anzahl der Absteiger richtet sich nach dem Abschneiden dieser Relegationsspiele sowie nach der Herkunft der Absteiger aus der Dritten Liga. So steigen mindestens drei Teams ab, maximal sechs.

Wie heißen die Stars der Liga?

Den höchsten Marktwert laut des Portals "transfermarkt.de" besitzt Jonas Michelbrink (20) von Hertha BSC II. Der offensive Mittelfeldspieler gilt immerhin auch als hoffnungsvolle Alternative für den Bundesliga-Kader von Pal Dardai. Mit Eroll Zejnullahu (26) spielt ein 79-facher Zweitliga-Profi (Union Berlin & SV Sandhausen) für den Berliner AK. Über 163 Spiele Drittliga-Erfahrung verfügt Patrick Breitkreuz von der VSG Altglienicke.

Und auch die beiden ältesten Spieler der Liga, Daniel Frahn (34, SV Babelsberg) und Christian Beck (33, BFC Dynamo) verfügen über reichlich Profi-Erfahrung. Mit Neuzugang Beck, einst Drittliga-Torschützenkönig und hinter Joachim Streich überhaupt der zweiterfolgreichste Torjäger in der Geschichte des 1. FC Magdeburg, unterstreicht der BFC Dynamo zugleich seine Ambitionen.

So läuft es beim Titelträger

Wo wird gespielt?

Ein womöglich komisch anmutende Frage, aber eine mit Berechtigung. Zumindest für vier Berliner Vereine. So tritt Tasmania Berlin eigentlich bis auf Weiteres im Stadion Lichterfelde an. Doch auch diese Spielstätte ist kurzfristig und wegen Straßenbauarbeiten im Umfeld zunächst nicht nutzbar. Weshalb Tasmania das Heimspieldebüt gegen Babelsberg im Mommsenstadion absolviert. Zumindest so lange wie der heimische Werner-Seelenbinder-Sportpark noch renoviert wird. Die VSG Altglienicke spielt im Amateurstadion von Hertha BSC, da der Verein beim Lizenzantrag für die neue Saison noch davon ausgegangen war, dass die bisherige Heimspielstätte Jahnsportpark renovierungsbedingt wegfallen würde. Der BFC Dynamo, der ebenfalls im Jahnsportpark spielte, geht zurück auf das eigene Vereinsgelände und somit ins Sportforum Berlin. Und auch Lichtenberg 47 muss wegen Renovierungsarbeiten am heimischen Hans-Zoschke-Stadion umziehen und spielt daher im Poststadion.

Wieviele Zuschauer dürfen in die Stadien?

Das hängt von den Gegebenheiten der jeweiligen Stadien und den örtlichen Gesundheitsämtern ab. Zudem können sich die Zahlen je nach Infektionslage jederzeit ändern. Vorerst darf Energie Cottbus laut mdr-Recherchen [mdr.de] mit 8.000 Zuschauern planen. In Luckenwalde, Rathenow, Babelsberg und Fürstenwalde sind zunächst maximal 1.000 Zuschauer erlaubt. In Berlin darf sich der Berliner AK auf bis zu 5.000 Anhänger freuen. Bei Lichtenberg, Tasmania und TeBe sind es 2.000 mögliche Plätze, die vergeben werden dürfen. Für den BFC Dynamo, die VSG Altglienicke und Hertha BSC II liegen noch keine Informationen vor.

Sendung: Inforadio, 22.07.2021, 9.15 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Tasmania spielt doch im Mommsenstadion, oder?

  2. 3.

    Im Text steht, dass Tasmania Berlin im Stadion Lichterfelde spielt, auf der Webseite von Tasmania steht, aber Tasmania-Babelsberg im Mommsenstadion.

  3. 2.

    Da gebe ich vollkommen Recht, die neue Vermarktung der Liga durch ist Sport.tv sowie die Sublizenzen von RBB (?) und MDR sollten hier auf jeden Fall unter einer Überschrift wie “wie kann man die Spiele verfolgen” erläutert. Insbesondere mit Blick auf die begrenzten Zuschauerzahlen in Pandemie-Zeit ist das noch wichtig

  4. 1.

    Unfassbar. Es gibt am 1. Wochenende 5 kostenlose TV-Übertragungen in dieser Liga und darüber informiert ihr nicht.

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