Trainingsauftakt beim 1. FC Union - Viele neue Gesichter an der Alten Försterei

Do 01.07.21 | 17:35 Uhr
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Die Spieler von Union Berlin beim Trainingsauftakt (Quelle: imago images/Matthias Koch)
Bild: imago images/Matthias Koch

Fußball-Bundesligist Union Berlin hat am Donnerstag das erste Mannschaftstraining absolviert. Mit dabei waren viele neue Spieler, die Trainer Urs Fischer bis zum Saisonstart zu einer Einheit formen muss.

Union-Trainer Urs Fischer musste am Donnerstagvormittag vermutlich hin und wieder etwas genauer hinschauen, um bei strömendem Regen seine Spieler zu identifizieren. Denn unter den 25 Profis, die der Schweizer zum ersten Mannschaftstraining empfing, waren gleich acht der inzwischen elf externen Neuzugänge.

Union will schnell wieder eine Einheit formen

Und so steht im ersten Trainingslager in Bad Saarow, in das die Köpenicker am Nachmittag aufbrachen, vor allem das Kennenlernen auf dem Programm. "Wir sind uns bewusst, dass wir schon wieder einen gewissen Umbruch haben. Wir glauben aber, dass wir das auch in den letzten Jahren gemacht haben und eher positive Erfahrungen damit gemacht haben", sagt Manager Oliver Ruhnert.

Der 49-Jährige ist sich sicher, "dass es uns recht schnell gelingt, wieder eine Einheit zu formen". Mit der mannschaftlichen Geschlossenheit übertraf Union in der letzten Saison seine eigenen Erwartungen, hatte den Klassenerhalt schon früh sicher und qualifizierte sich am letzten Spieltag sogar noch für die Playoffs der neu geschaffenen Conference League.

"Für uns hat die Bundesliga oberste Priorität."

Dort, so Ruhnert, wolle man gerne die Gruppenphase erreichen. Aber: "Für uns hat die Bundesliga oberste Priorität." Der Klassenerhalt sei schon wie in den letzten beiden Spielzeiten erstes Ziel. Mit seinem neu zusammengestellten Kader zeigte sich der Manager beim Trainingsauftakt "sehr zufrieden".

Lediglich die Neuzugänge Genki Haraguchi und Tymoteusz Puchacz, die mit ihren Nationalteams unterwegs waren und in der kommenden Woche erwartet werden, fehlten zum Auftakt. Zudem musste Urs Fischer noch auf Christopher Trimmel verzichten. Der Kapitän, der mit Österreich im EM-Achtelfinale stand, stößt erst zum zweiten Trainingslager ab 19. Juli im österreichischen Oberlängenfeld zur Mannschaft.

Sheraldo Becker nimmt mit Suriname am Gold Cup teil. Auch Grischa Prömel fällt nach einer Operation noch aus. Stürmer Max Kruse, der möglicherweise für den Olympiakader nominiert wird, trainierte nach einer Corona-Impfung nur individuell. Bis auf die Zweikämpfe konnte dagegen Angreifer Anthony Ujah nach einer einjährigen Knieverletzung wieder am Training teilnehmen.

"Die Kaderplanung ist noch nicht abgeschlossen", erklärte Ruhnert nach der ersten Übungseinheit. "Uns fehlt noch ein weiterer Torwart. Wir werden auch aufgrund der Abgänge im Sturm nochmal schauen müssen, wie wir uns da aufstellen." Eine Antwort darauf lieferte der Verein bereits wenige Stunden später und gab am Nachmittag die Verpflichtung von Stürmer Kevin Behrens bekannt, der von Zweitligist Sandhausen kommt. Es wird wohl nicht das letzte neue Gesicht sein, das sich Trainer Urs Fischer merken muss.

Sendung: Abendschau, 01.07.2021, 19:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Die über Jahre in der 2. Bundesliga gewachsene Einheit bröckelt auseinander. Bleibt zu hoffen, dass es nicht das gleiche Ende nicht wie bei Paderborn, Darmstadt und Co nach wenigen Spielzeiten in der Bundesliga nimmt.

  2. 4.

    Ja das ist schade, keine Frage. Da hat Hertha uns etwas voraus. Allerdings kann ich als Außenstehender nicht einschätzen, was das für eine finanzielle Belastung für Union wäre. Ich bin heilfroh, das Union im Moment keine großen Probleme hat. Und leider war bei unserer " Zweeten " auch kaum ein Fan dabei. Ich war bei einigen Spielen in Adlershof, das war nix.

  3. 3.

    ich teile die Position, dass sich Union mit der Abschaffung der U23 ins eigene Knie geschossen hat und halte auch die Begründung (dass seinerzeit beide Teams, also u23 und Profis, zu oft zeitgleich angesetzt wurden) für mehr als fadenscheinig.
    Vielleicht wird ja irgendwann über das neue NLZ wieder eine U23 oder zumindest eine U21 am Spielbetrieb angemeldet, damit nicht ständig junge Unioner umständlich verliehen oder gar komplett abgegeben werden müssen oder ein gewisser Julius Kade von Hertha verpflichtet und dann mangels eigener U23 (die Hertha ja hat) an Dresden verliehen und anschließend für eine halbe Million wieder zurückgekauft werden muss. Ich will den Faden gar nicht weiterspinnen, denn das Kade in der kommenden Saison tatsächlich unserem Profikader angehört, halte ich für höchst fragwürdig.

  4. 2.

    Ich vermisse auch dieses Jahr die Eigengewächse des Vereines. Das war FRÜHER anders, aber da gab es ja auch noch eine U23. Schade für alle Spieler in den U Mannschaften, die ihren Traum leben wollen.

  5. 1.

    Schade das der 1.FC Union faktisch jede Saison eine neue Mannschaft aufbauen muss. Wenn es gelingen würde ein stabiles Grundgerüst über mehrere Spielzeiten zur Verfügung zu haben, wären die Erfolge sicherlich noch größer.
    Es ist deshalb besonders bewundrnswert, was der 1. FC Union mit dieser Voraussetzung bisher in der Bundeslige erreicht hat. Für die neue Saison drücke ich beide Daumen.

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