Turbine Potsdam startet in die Vorbereitung - Neuer Ansatz, altes Ziel

Gina Chmielinski schießt Ball (Quelle: beautiful sports/ imago images)
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Video: rbb UM6 | 22.07.2021 | Caroline Labes | Bild: imago images/ Beautiful Sports

In der vergangenen Saison verpasste Turbine Potsdam das erklärte Ziel Champions-League-Qualifikation. Was der Trainer daraus für Lehren gezogen hat - und wieso sich an den Zielen trotzdem wenig ändert. Von Ilja Behnisch

Im Fußball, uralte Grundregel, geht es nur gemeinsam. Da trifft es sich gut, dass Sofian Chahed (38), Trainer von Turbine Potsdam, und seine Spielerin Gina Chmielinski (21) auf jeden Fall eines gemeinsam haben: Beide haben aus der vergangenen Saison gelernt und wollen es nun, fünf Wochen vor dem Saisonstart beim VfL Wolfsburg (27. August), besser machen.

Chmielinski, gebürtig aus Ludwigsfelde und seit 2012 im Verein, sagt dem rbb: "Letztes Jahr wollte ich viel Verantwortung übernehmen, aber das war tatsächlich vielleicht zu früh. Seitdem habe ich mich gut entwickelt und will Verantwortung übernehmen, auch den jüngeren Spielern Sicherheit geben, auf und neben dem Platz. Ich fühle mich super wohl." Ihr Trainer Chahed hingegen sagt: "Vielleicht tut es der Mannschaft gut, wenn wir sagen, wir schauen von Spiel zu Spiel."

Der Kader steht

Vor der vergangenen Saison hatten sie einen anderen Ansatz gewählt, offen Platz drei und damit die Qualifikation zur Champions League ins Visier genommen. Am Ende wurde es Platz vier, fünf Punkte hinter der TSG Hoffenheim. "Der vierte Platz war das Maximale, was wir rausholen konnten. Es war eine junge Mannschaft. Aber wir hoffen auf eine bessere Platzierung in diesem Jahr, zumal wir den Großteil der Mannschaft zusammenhalten konnten", so Chahed am Rande des Trainings, das seit nunmehr einer Woche wieder im vollen Gange ist.

Und tatsächlich, die Mannschaft hat lediglich zwei nennenswerte Abgänge und auch nur drei externe Zugänge zu verzeichnen, sollte also wenig Findungsphase benötigen. Sofian Chahed jedenfalls ist zufrieden: "Nach dem ersten Testspiel gegen Jena hat man eigentlich gesehen, dass wir ganz gut aufgestellt sind. Wir haben in der Halbzeit durchwechseln können, es gab auf keiner Position einen riesigen Leistungsabfall. Wir haben die Augen weiterhin offen, aber sind nicht mehr unter Zugzwang."

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Das Ziel bleibt gleich

Und auch Gina Chmielinski sieht den Kader gut aufgestellt: "Es spielt uns in die Karten, dass wir eingespielt sind als Team. Wir haben ein Jahr mehr Erfahrung gesammelt auf dem Platz, das wird uns gut tun, Konstanz rein zu bekommen. Das hat uns gefehlt letztes Jahr, gerade gegen vermeintlich kleinere Teams haben wir öfters Punkte liegen lassen."

Dass Turbine zu mehr Konstanz findet, liege auch an Chmielinski, so ihr Trainer: "Jede Spielerin ist wichtig. Gina ist auch wichtig, wenn sie sich einbringt und konzentriert bleibt. Sie ist trotz ihres jungen Alters schon erfahren, das muss sie jetzt auf den Platz bringen und zeigen." An der Motivation seiner Abwehrspielerin, die mit 21 Jahren bereits auf 72 Bundesligaspiele verweisen kann, wird es nicht scheitern. "Wir haben auf jeden Fall etwas vor. In der Mannschaft wollen wir auf jeden Fall Platz drei." Und auch wenn Sofian Chahed also davon spricht, vielleicht eher von Spiel zu Spiel schauen zu wollen. Auch das dürfte er mit seiner Spielerin gemeinsam haben.

Sendung: rbb24, 20.07.2021, 22 Uhr

Beitrag von llja Behnisch

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  1. 1.

    "Das Wichtigste ist miteinander Mentalität zu zeigen. Dann bist du manchmal besser als Mannschaften, die mehr Qualität besitzen. Du musst brennen." So lautet die Regel, die für alle gilt. Die 21-jährige Gina Chiemlinski war in der letzten Saison ein Rohdiamant, jetzt hat sie sich entwickelt und wird mit diesem Schliff der Niederlagen Verantwortung übernehmen können. Mit Rick van Riemsdijk sitzt im Vorstand ein Protagonist, der das Verbundsystem, die Nachwuchsförderung, die Koordinierung mit dem Cheftrainer und den Trainer:innen der Leistungssport-Teams angeht. Mannschaften. Mit der 28-jährigen Französin Teninsoun Sissoko wurde eine überaus charakterstarke Persönlichkeit verpflichtet. Daran hat es leider bei den Abreisenden der letzten Jahre gemangelt.

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