Großer Preis von Berlin - Alpinista entthront Titelverteidiger Torquator Tasso in Hoppegarten

Alpinista gewinnt beim Großen Preis von Berlin in Hoppegarten. Quelle: imago images/Shutterstock
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Luke Morris hat mit der vierjährigen Stute Alpinista Vorjahressieger Torquato Tasso mit Jockey René Tischulek beim 131. Großen Preis von Berlin entthront. Die mit einer Quote zu 48:10 dotierte dritte Favoritin siegte am Sonntag auf der Galopprennbahn Hoppegarten auf der klassischen Distanz über 2.400 Meter in 2:29,4 Minuten. Der Vorsprung war mit knapp drei Längen vor dem von Rene Piechulek gerittenen Titelverteidiger sicher.

Auf dem dritten Platz vor 8.533 Zuschauern lief der zweite Favorit, Walton Street mit James Doyle, ein, der das Rennen lange Zeit bestimmt hatte. Der Sieger erhielt eine Prämie von 100.000 Euro. Insgesamt wurden in diesem Lauf Preisgelder in Höhe von 155.000 Euro vergeben.

Müller überreicht Ehrenpreise

Der 32-jährige Morris sagte nach seinem Sieg: "Ich musste Alpinista erst etwas bemühen, ehe sie richtig auf Touren kam. Dann hat sie sich enorm eingesetzt und entwickelte großen Speed. Sie ist stark verbessert. Wir kommen gern wieder nach Deutschland."

Als Trainer der Schimmelstute ist Sir Mark Prescott im englischen Rennsport-Mekka Newmarket verantwortlich. Die Ehrenpreise nach dem Longines 131. Großen Preis von Berlin überreichte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und sagte: "Es ist wunderbar, dass wieder so viele Menschen auf die Galopprennbahn kommen können. Man spürt die Spannung, die Freude der Besucher. Auch viele Briten sind da und von der historischen Anlage begeistert."

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Hoppegartener Fliegerpreis über 1.200 Meter, dotiert mit 55.000 Euro. Championjockey Bauyrzhan Murzabayev gewann das Rennen auf der dreijährigen Stute Dibujaba sicher mit einer dreiviertel Länge gegen die Außenseiter Waldersee und Flotte Lotte, während der erste Favorit Majestic Colt nur Vierter werden konnte.

Sendung: Abendschau, 08.08.21, 19:30 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Unfälle kommen vor. In meiner Zeit als Mitverantwortlicher einer Rennbahn, war das 2 Mal der Fall, dass ein Tier eingeschläfert werden musste. Das ist immer schlimm, am traurigsten für die Besitzer und die Jockeys und Trainer.
    Wissen Sie, was es für einen Sieg in einer der unteren Klasse gibt? ca 2000 Euro. Da lässt sich Training und Unterhalt in keinster Weise finanzieren. Das ist meist ein Hobby. Und diese Besitzer leben und leiden mit ihren Pferden.
    Aortenabrisse kommen leider vor, sehr selten, aber das passiert im Training, aber meist im Rennen. Ich habe das einmal erlebt. Nun zu Alpinista. Schauen Sie mal, wie sich solch ein Tier präsentiert im Führring. Mit Stolz und Würde, meist entspannt und tänzelnd, das ist dann eben die Auslese dieser Pferdezucht, die wissen, dass sie gleich ein Rennen laufen werden, die haben das, so blöd es klingt, im Blut. Schindluder gibt es leider, aber Galopprennen ist generell keine Tierquälerei.

  2. 8.

    Merken Sie eigentlich, was Sie da aussagen? Pferde wurde extra dafür gezüchtet…. damit fängt der Blödsinn schon mal an. Zum Rest sag ich lieber nichts, käme nicht durch die Netiquette. Nur so viel, Hahnenkämpfe und Hundekämpfe haben auch ihre Züchter

  3. 7.

    PETA sagt dazu: „ Für hohe Preisgelder nimmt die skrupellose Branche Lungenblutungen, Aortenrisse und Magengeschwüre billigend in Kauf. Die Überlastung führt häufig zu Stürzen mit schwerwiegenden Folgen oder zu sogenannten Aortenabrissen, bei denen die Hauptschlagader des Herzens reißt und das Tier innerhalb kürzester Zeit innerlich verblutet. Die Situation in Deutschland ist gravierend: Von 2015 bis zum Sommer 2019 wurden nach einer Erhebung von PETA allein bei Galopprennen hierzulande mindestens 50 Pferde noch auf den Rennbahnen getötet. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen, weil „Ausfälle“ während des Trainings bei der Ermittlung der Todesfälle nicht berücksichtigt wurden.“

    Alles super bei Ihnen, schon klar…. Nur bei anderen nicht

  4. 6.

    das ist nicht wahr! da wurden weder pferde angeschrieen, noch zitterten die, noch waren sie in anderer schlecher verfassung. ich bin seit bald jahrzenten bei den rennen, hatte selbst eigene pferde, die jetzt alle in liebevollen händen sind, privat geritten werden.
    englische vollblüter machen das, wofür sie gezüchtet wurden: schnell laufen auf der flachen. keine extravaganten hindernisse, keine unnatürlichen bewegungen, nein: galoppieren. das englische vollblut wurde eigens dafür vom menschen "gezogen", es gibt diese pferdeart nicht in der freien natur. wird ein vollblut nicht adäquat bewegt, geht es ein.
    ja; es ist leistungssport mit leistungssportlern. die engl. vollblüter haben meist einen "eigenen" charakter. da wird niemand gequält oder gezwungen. denn dann laufen sie nicht bzw verweigern. und dann ists aus. szenen, wie beim 5 kampf habe ich im galopprennsport (auf der flachen) noch nie gesehen!
    vor hundert jahren wurden noch kutschen von pferden gezogen. auch tierquälerei?

  5. 5.

    Ich finde, auch dieser „Sport“ gehört zum Wohle der Tiere abgeschafft!

  6. 4.

    Unter freien Himmel. Wie alt ist der dieser Sportart eigentlich

  7. 2.

    Die vielen Kommentatoren, die sich in den letzten Tagen zum Vorfall beim Fünfkampf geäußert haben, vermisse ich hier. Trainerin und Athletin fanden in den Interviews deshalb nichts Schlimmes am Umgang mit den Pferden, weil er im Pferdesport üblich ist. Auch bei diesen Rennen haben wir schon selbst gesehen, wie Pferde, die bei der Siegerehrung nicht mehr still standen, getreten und angebrüllt wurden. Niemand der Zuschauer hat sich daran gestört. Wer glaubt wirklich, dass Pferde Lust darauf haben oder mit ihnen artgerecht umgegangen wird? 2019 gab es hier beim RBB einen Beitrag, weil PETA es als Tierquälerei empfand, die Tiere bei Temperaturen weit über 30 Grad laufen zu lassen. Dass Herr Müller dort heute noch Preise vergibt, ist wirklich merkwürdig, da die Rennbahn nicht mal in Berlin ist. Es geht ums Geld und um Machtausübung, begleitet vom großem Applaus.

  8. 1.

    Gestern große Aufregung um Gerte bei Olympia, heute Applaus fürs Pferderennen mit vor Erschöpfung zitternden Tieren.

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