Union reist zur TSG Hoffenheim - Mit Rückenwind zu Kruses Lieblingsgegner

Sa 21.08.21 | 14:31 Uhr
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Union-Spieler Max Kruse (Quelle: imago images/Matthias Koch)
Audio: Inforadio | 22.08.2021 | Karsten Steinmetz | Bild: imago images/Matthias Koch

Nach dem klaren Auswärtssieg in der Conference League reist der 1. FC Union mit viel Rückenwind weiter zum nächsten Gegner. Am Sonntag steht das Duell bei der TSG Hoffenheim an, auf das sich vor allem ein Stürmer besonders freuen dürfte.

Das Personal

Der 1. FC Union ist nicht nur mit einem sehr guten Ergebnis aus Finnland zurückgekehrt, sondern hat nach seiner Auslandsreise auch keine neuen Verletzten dazubekommen. Dementsprechend kann Trainer Urs Fischer für das Spiel bei der TSG Hoffenheim (Sonntag, 15:30 Uhr) auf fast alle Profis zurückgreifen. Für diejenigen, die in Helsinki gespielt haben, habe am Samstag nur ein kurzes Training auf dem Programm gestanden.

Grischa Prömel, der sich derzeit noch im Aufbautraining befindet, konnte das gesamte Mannschaftstraining absolvieren und könnte folglich bald wieder zur Verfügung stehen. "Das sieht gut aus", sagte der Schweizer optimistisch.

Es fehlen: Grischa Prömel und Fabio Schneider (im Aufbau-Training)

Die Form

Die Berliner dürften nach dem 4:0-Sieg gegen Kuopio PS im Playoff-Hinspiel der Conference League mit viel Rückenwind nach Sinsheim reisen. Am Donnerstag glänzten die Eisernen bei ihrer Rückkehr ins internationale Geschäft nach 20 Jahren und brachten sich mit dem klaren Auswärtserfolg gegen den finnischen Pokalsieger in eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag (20:30 Uhr im Olympiastadion). "Jeder Sieg gibt ein Selbstvertrauen, das wir mitnehmen. Wir haben es echt gut gemacht", lobte Coach Fischer sein Team. Nach der klaren 3:0-Führung zur Halbzeit konnte der Trainer Schlüsselspieler wie Max Kruse und Taiwo Awoniyi schonen und wechselte durch. Von der Leistung der Stürmer ist der Schweizer angetan. "Sie sind gefährlich und erzielen Tore. Da bin ich natürlich zufrieden."

Ein paar Tage zuvor gab es zum Bundesliga-Start zudem erstmals keine Niederlage für die Köpenicker. Beim 1:1 gegen Leverkusen überzeugte die Mannschaft zwar nur phasenweise, lieferte mit dem Punktgewinn aber einen soliden Saisonstart.

Der Gegner

Die TSG Hoffenheim ist äußerst souverän in diese Bundesliga-Saison gestartet. Der 4:0-Erfolg am ersten Spieltag gegen Augsburg war der höchste Auftaktsieg in der Bundesliga-Geschichte der TSG. Gleich vier verschiedene Spieler trafen dabei das Tor und konnten Trainer Sebastian Hoeneß damit zufriedener stimmen, als noch nach dem knappen Pokalerfolg in der ersten Runde gegen Drittligist Viktoria Köln (3:2 nach Verlängerung).

Trotz des klaren Auftaktsieges sieht Hoeneß seine Mannschaft aber nicht als eindeutigen Favoriten und warnt vor dem 1. FC Union. Die Berliner seien "sehr stabil unterwegs und mit allen Wassern gewaschen. Da müssen wir vorbereitet sein".

Unioner im Fokus

... ist Max Kruse. Denn man kann Hoffenheim durchaus als den Lieblingsgegner des 33-Jährigen bezeichnen. Neun Mal traf der Stürmer in seiner Bundesliga-Karriere schon gegen die Kraichgauer. Gegen keinen anderen Verein gelangen ihm so viele Tore. Auch in der letzten Saison war er in beiden Partien spielentscheidend. Im Hinspiel verwandelte er beim 3:1-Sieg einen Elfmeter und bereitete die zwei anderen Tore vor. Im Rückspiel verwandelte er ebenfalls einen Strafstoß, das Spiel endete 1:1. Und auch in dieser Woche zeigte sich der Stürmer schon treffsicher: In Finnland erzielte er am Donnerstag ein Tor selbst und bereitete einen Treffer vor.

Besonderheiten

Durch die Teilnahme an der Conference League hatten Urs Fischer und sein Trainerteam in dieser Woche viel zu tun. "Letzte Saison hatten wir eine Woche Vorbereitungszeit auf das Spiel gegen Hoffenheim. Jetzt hatten wir eigentlich zwei Tage Zeit, das Spiel vorzubereiten", sagte Urs Fischer und ergänzte: "Das ist sicherlich eine neue Situation."

Die Regeneration für die Mannschaft habe unmittelbar nach dem Spielende in Helsinki begonnen - auch mit spezieller Ernährung und Eisbädern. Die Dreifachbelastung, die die Köpenicker in dieser Saison haben, sollte zu diesem frühen Zeitraum aber noch keine Rolle spielen. "Ich habe schon im Vorfeld gesagt, dass ein Profi auch drei Spiele in einer Woche bestreiten kann", stellte der Schweizer klar.

Sendung: rbb24, 21.08.2021, 21:45 Uhr

4 Kommentare

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  1. 3.

    Woher kommt nur dieses übertriebene Anspruchsdenken einiger, die offenbar erwarten, dass der FCU z.H. auch potenzielle CL-Kandidaten wegputzen muss - und z. B. ein Unentschieden gegen Bayer04 als "nur" ansehen? Wir stehen nicht mit Leverkusen, Wolfsburg oder Gladbach in Konkurrenz, sondern müssen hart fighten, um seit Jahren in der BL etablierten Vereinen wie z. B. Köln, Mainz, Augsburg oder vlt. noch Freiburg auf Dauer Konkurrenz machen zu können. Und auch ambitionierte Aufsteiger sind nicht zu unterschätzen.

    Also mal realistisch bleiben, und nicht die überragenden ersten zwei Saisons des FCU als 'Normalität' für die Zukunft betrachten.

  2. 2.

    @ Klar:
    Leverkusen ist keine Prüfung, Hoffenheim aber schon??
    Da Leverkusen ja gerade 4:0 gegen Gladbach gewonnen hat, Gladbach davor aber gegen die Bayern immerhin remis gespielt hat, ist nach Ihrer Arithmetik dann doch Union jetzt eigentlich um Längen besser als Gladbach und mindestens genauso gut wie die Bayern - oder? ;-)

  3. 1.

    Gegen die Finnen war Union klarer Favorit. Hoffenheim wird die erste richtige Prüfung. Das erste Spiel daheim war nur ein Unentschieden. Mal schauen, wo Union steht.

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