DEL-Saisonstart der Eisbären - Der Titelverteidiger eröffnet gegen den größten Konkurrenten

Eisbären Berlin
Bild: imago images/Andreas Gora

Die Eisbären Berlin gehen am Donnerstag als amtierender Meister in die neue Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Zum Eröffnungsspiel kommt das selbstbewusste Team des EHC München. Umso wichtiger ist den Eisbären die Unterstützung der Fans.

Vor dem anstehenden Saisonauftakt am Donnerstag (19:30 Uhr) zu Hause gegen EHC München verbreitet Eisbären-Coach Serge Aubin Zuversicht. "Ich bin sehr zufrieden mit unserem Kader", sagte er am Mittwoch in einer Medienrunde und betonte vor allem die Breite des Kaders: "Wir verfügen über acht mögliche Abwehrspieler, damit können wir auch etwaige Verletzungen auffgangen."

Nach der Meisterschafts-Saison 2020/21 schmerzten die zahlreichen Sommer-Abgänge - und insbesondere die Abschiede des Assistenzkapitäns John Ramage sowie des Playoff-MVPs Ryan McKiernan.

Am Mittwoch ergänzte Aubin deshalb den Satz, den man in Berlin umso erleichterter zur Kenntnis nehmen dürfte: "We can do it". Die Titelverteidigung sei möglich.

Rückkehrer Don Jackson

Mit dem Headcoach des EHC München, Don Jackson, kehrt am Donnerstag ein alter Bekannter nach Berlin zurück: Von 2007 bis 2013 trainierte Jackson die Eisbären und führte sie dabei zu fünf DEL-Titeln und 2010 zur European Trophy. "Das waren besondere Zeiten", sagte der US-Amerikaner am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Trotzdem stellte er für sich und seine Münchner klar: "Wir werden Meister. Das ist unser Anspruch."

Damit ist die Bühne bereitet für ein absolutes Spitzenspiel: Titelverteidiger gegen selbsterklärten Herausforderer.

Der EHC reist mit breiter Brust nach Berlin. Tatsächlich hatte München unlängst in der Champions Hockey League (CHL) eine größtenteils blitzsaubere Vorstellung aufs Eis gelegt. Drei von vier Vorrunden-Partien konnten der EHC bislang für sich entscheiden, damit steht Jacksons Mannschaft auf dem ersten Gruppenplatz.

Die CHL-Niederlagen als gute Tests

Die Eisbären wiederum: starteten mit reihenweise Dämpfern in die CHL. Von ihren vier bisherigen Vorrundenpartien konnten sie keines gewinnen. Doch der aktuell letzte Gruppenplatz sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft um Kapitän Frank Hördler vor allem in den letzten beiden Partien in Finnland und Schweden gegen Tappara sowie gegen Skelleftea stark performte.

"Auswärts waren es zwei enge Spiele, die kanpp waren, die auch andersherum hätten laufen können", sagte Hördler auf der Pressekonferenz. Rückblickend betrachtet er beide Begegnungen als gute Tests für das Eröffnungsspiel gegen München.

Die Fans als Ass im Ärmel

In der Mercedes-Benz-Arena können sich die Eisbären sich auf die Unterstützung von knapp 6.500 Zuschauern freuen. Nach der Corona-Geisterspielzeit dürfen die Vereine der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre Tore offiziell wieder für die Fans öffnen.

Hördler erinnert sich ungern an die leeren Ränge der abgelaufenen Saison: "Dadurch, dass die Hallen leer waren, musste man sich selbst natürlich stark motivieren und ins Spiel finden." Umso mehr freue er sich auf das anstehende Spiel gegen München: "Dieses Jahr haben wir wieder die Fans, die an unserer Seite stehen und uns nach vorne pushen, das wird genial."

Die Zuschauer erleben nach der verkürzten Corona-Saison 2020/21 nun wieder den alten Modus: Die Klubs absolvieren vor den Playoffs eine Doppelrunde, jeweils mit Heim- und Auswärtsspielen. Allerdings werden mit dem Aufstieg der Bietigheim Steelers von nun an 15 statt 14 Klubs in die Saison starten.

Und das ist neu: Der Hauptrundenletzte steigt zu Saisonende auf jeden Fall ab. Wenn in der DEL2 die Frankfurter Löwen Meister werden, muss außerdem der Vorletzte den Gang in die zweite Liga antreten.

So viel dürfte vor dem Spiel der Eisbären Berlin gegen EHC München feststehen: Die beiden Kontrahenten werde von der neuen Abstiegs-Regelung nicht betroffen sein.

Sendung: Inforadio, 08.09.2021, 15:15 Uhr

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