Interview | Unions Neuzugang Bastian Oczipka - "Das kann es jetzt noch nicht gewesen sein"

Unions Neuzugang Bastian Oczipka in einem Testspiel gegen den SV Lichtenberg 47(Bild: imago images/ Matthias Koch)
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Video: rbb UM6 | 06.09.2021 | Uri Zahavi | Bild: imago images/Matthias Koch

Kurz vor dem Ende der Transferperiode kam Unions neuer Außenverteidiger Bastian Oczipka. Der 32-Jährige war nach dem Abstieg seines Ex-Vereins Schalke 04 drei Monate vereinslos. Im Interview erzählt er, wie er die Zeit durchgestanden hat.

rbb|24: Herr Oczipka, Sie sind erst ein paar Tage in der Bundeshauptstadt, wie ist Ihr erster Eindruck von Berlin?

Bastian Oczipka: Die Zeit war bisher zu kurz, aber von der Mannschaft bin ich sehr gut aufgenommen worden. Die Jungs sind alle echt in Ordnung.

Ein paar Spieler kannten Sie schon vor ihrem Wechsel nach Köpenick - mit wem hatten Sie denn am meisten Kontakt?

Mit Cedric Teuchert. Wir haben uns viel geschrieben, ich wollte vorher mal rein horchen in die Mannschaft von Urs Fischer und das hat alles positiv geklungen. Deswegen bin ich ja auch nach Köpenick gekommen.

Nur wegen Herrn Teuchert sind Sie nach Berlin gekommen?

Nein, ich kenne den 1. FC Union Berlin schon lange und fand die Spielweise in der Bundesliga extrem gut. Die Unioner haben mannschaftlich immer geschlossen agiert, waren immer der Underdog und es herrscht hier eine positive Grundstimmung. Da hatte ich Lust drauf.

Auf der Position des linken Verteidigers spielen bei den Eisernen schon Niko Gießelmann und Tymoteusz Puchacz - wie sehen Sie denn bei diesem Überangebot Ihre Einsatzchancen?

Ich möchte erst einmal meine Spielfitness wieder reinholen und dann wird man sehen. Ich finde das blöd, wenn man jetzt gegen einen Konkurrenten schießt, denn bei den vielen Spielen, die da noch kommen werden, kann es ja kommen, dass wir zusammen auf dem Platz stehen.

Was ist denn Ihr langfristiges Ziel beim 1. FC Union Berlin?

Ich will so viele Spiele wie möglich machen, aber gerade die letzte Zeit war ungewöhnlich für mich. Deswegen ist der erste Schritt für mich, wieder in eine Mannschaft reinzukommen. Ich will die Atmosphäre hier genießen, gerade mit den heimischen Fans, die hinter einem stehen, darauf freue ich mich ungemein.

Wie war für Sie denn die Zeit als vereinsloser Spieler?

Die Saison geht los und da war ich zu Hause auf der Couch und da habe ich gemerkt, das kann es jetzt noch nicht gewesen sein, du hast unheimlich Bock, das alles mitzuerleben.

Ihr Vertrag beim FC Schalke 04 galt nicht für die 2. Liga - wie sind Sie durch die drei Monate ohne Vereinsanbindung gekommen?


Diese Zeit war extrem schwierig und hat nach der Saison noch an mir genagt. So etwas kann man nicht so schnell abhaken und verkraften, daher war die lange Pause für mich ganz gut, um dann auch endlich mal einen Haken dahinter zu setzen. Ich habe dann gemerkt, je länger man raus ist, umso mehr juckt es in den Füßen.

Wie haben Sie sich denn fit gehalten?

Dank einer Agentur für Leistungssportler für zwischendurch für Vereine aus dem Westen. Ich habe sechs mal die Woche Krafteinheiten absolviert, Laufeinheiten, Sprints und andere Läufe. Ich habe eben alles gemacht, um halbwegs fit zu sein, wenn es wieder ins Vereinstraining zurückgeht.

Und Ihr persönliches Saisonziel mit dem 1. FC Union Berlin?

Es wird schwer, das letzte Saisonergebnis zu bestätigen, aber man kann immer für Überraschungen sorgen - gerade mit so einer Spielweise. Gerade dieses mannschaftlich geschlossene Auftreten, diese Leidenschaft von Union, die begeistert mich total und darin würde ich mich gern selber auch sehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führten Stephanie Baczyk und Uri Zahavi aus der Sportredaktion vom rbb.

Sendung: rbb UM6, 06.09.2021, 18:00 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Einstellung und Kopf passen.

  2. 2.

    Das riecht nach " könnte passen ". Herzlich willkommen.

  3. 1.

    Hallo Bastian herzlich Willkommen in Köpenick und viel Erfolg. U.N.V.E.U.

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