2:4-Niederlage - Union Berlin in Dortmund klar unterlegen

Dortmunds Erling Haaland beim 2:0 gegen Union Berlin (imago images/Moritz Mueller)
Video: Abendschau | 19.09.2021 | Sebastian Meyer | Bild: imago images/Moritz Mueller

Auch im dritten Anlauf ist es Union Berlin nicht gelungen, in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund einen Punkt zu holen. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer war dabei von Anfang an klar unterlegen.

Union Berlin hat in Dortmund klar verloren. Mit 2:4 unterlagen die Berliner am fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga. Die Treffer für Borussia Dortmund erzielten Raphael Guerreiro (10. Minute), Erling Haaland (24., 83.) und Marvin Friedrich mit einem Eigentor (52.). Für Union trafen Max Kruse (57.) und Andreas Voglsammer (81.). Damit bleiben die Berliner auch nach dem dritten Gastspiel in Dortmund ohne Punktgewinn (zuvor 0:5 und 0:2). In der Tabelle liegt Union Berlin trotz der Niederlage mit sechs Punkten auf Rang acht.

Der Spielverlauf

Dortmund begann druckvoll, Unions Abwehr hielt den Angriffen nur bis zur zehnten Minute stand, als Raphael Guerreiro nach einem Doppelpass und am linken Strafraumrand zum Schuss kam und das 1:0 für den BVB erzielte. Ein Traumtor, per Dropkick und Vollspann ins lange Eck und unhaltbar für Unions Torhüter Andreas Luthe. Das 2:0 in der 24. Minute war dann mit Erling Haaland Dortmunds Torschützen vom Dienst vorbehalten. Nach schöner Seitenverlagerung und einer ziemlich ungestörten Flanke von Thomas Meunier von der rechten Seite setzte sich der Norweger im Kopfball-Duell mit Marvin Friedrich und Robin Knoche gleich gegen zwei Unioner durch - das sechste Saisontor Haalands im fünften Spiel.

Offeneres Spiel in Halbzeit zwei

Union kam verbessert aus der Halbzeit-Pause, lief in der 52. Minute jedoch in einen Dortmunder Konter. An dessen Ende war es Berlins Innenverteidiger Marvin Friedrich, der einen Querpass von Marco Reus vor dem einschussbereiten Erling Haaland klären wollte und dabei ins eigene Tor traf. Sechs Minuten später kam Union schließlich zum ersten Bundesliga-Treffer im Dortmunder Stadion, nachdem Axel Witsel den eingewechselten Kevin Behrens im Strafraum von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Max Kruse souverän in der rechten, unteren Ecke.

In der Folge kam Union besser in die Konter-Situationen als noch im ersten Abschnitt und dabei zu einer guten Chance durch Rechtsverteidiger Julian Ryerson. Doch der Schussversuch des Norwegers vom Strafraumrand war zu zentral und somit kein Problem für Dortmunds Torhüter Gregor Kobel. Anschließend beruhigte sich die Partie, nur um rund zehn Minuten vor Ende nochmals Fahrt aufzunehmen. Zunächst war es der eingewechselte Andreas Voglsammer, der nach einer Ecke zum 2:3 für Union einköpfte. Nahezu im Gegenzug überlupfte Erling Haaland Unions zu unentschlossenen Torhüter Luthe vom Strafraumrand sehenswert zum 4:2. Dass dies der Endstand war, verdankte Union auch dem Torpfosten, den Marco Reus in der 86. Minute per Freistoss malträtierte.

Die Kurzanalyse

Wie schon im Conference-League-Spiel gegen Slavia Prag hatte Union Probleme gegen das gute Positionsspiel der Dortmunder. Die Borussia machte das Spiel immer wieder breit, so dass die Berliner selten geschlossen auf Ball-Jagd gehen konnten. Im eigenen Ballbesitz gelang zunächst kaum etwas. Der Versuch, geordnet von hinten heraus zu spielen wurde vom Dortmunder Pressing sofort gestört. Erst im Laufe der zweiten Halbzeit kam Union zu einigen vielversprechenden Kontern, da die Mannschaft von Urs Fischer nun mit langen Bällen auf ein altbewährtes Konzept setzte. Da mit einem Eckball ein zweites altbewährtes Mittel griff, durfte Union nach dem 2:3-Anschlusstreffer kurz auf einen Punktgewinn hoffen. Insgesamt war der Dortmunder Sieg aber eindeutig verdient.

Das sagt das Netz

Raphael Guerreiro und die erotische Sprengkraft eines Traumtores, oder:

Weniger erotisch, eher martialisch - Erling Haaland:

Fun-Fact für alle Statistik-Nerds:

Das Spiel im Liveticker

Sendung: rbb24, 19.09.2021, 21:45 Uhr

14 Kommentare

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  1. 14.

    Ich denke eher es war die maskuline Form von ...
    Stolpern, hinfallen, aufstehen, Krone richten, aufrecht weitergehen

    Wenn sie schon mal mit Pfennigabsätzen über nasses Kopfsteinpflaster gestolpert sind, wissen sie was ich meine. Ist bei mir zwar schon 'n bisschen her - aber sch....e, hat das weh getan. Lächeln, einfach weglächeln.

  2. 13.

    Natürlich war der BVB eindeutig überlegen und hätte bei absolut konsequenter Spielweise höchst wahrscheinlich noch mehr Tore schießen können. Trotzdem hat sich der FCU gegen eine europäische Spitzenmannschaft, die zudem gerade einen Lauf hat und deren Topstürmer einen fast doppelt so hohen Marktwert wie der gesamte Kader des FCU hat, nicht allzu schlecht geschlagen, würde ich meinen.

  3. 12.

    Man hat deutlich gesehen, dass der BVB nach dem 3:0 vorübergehend das Spielen eingestellt hat (warum auch immer), so dass es zu den beiden Gegentoren gekommen ist (die Abwehrprobleme waren plötzlichwieder da). Nach dem 3:2 war der BVB wieder Herr im Haus. Das 4:2 zeigte es eindeutig, Dortmund war zu jeder Zeit in der Lage das nächste Tor zu schießen. Nummer 5 war auch nicht soweit weg.

  4. 11.

    Ist halt nicht mehr so easy.
    Die Liga weiß nun mittlerweile auch wie Ihr so tickt in Köpenick.
    Aber hey, als Blau-Weißer weiß ich ja Bestens wie Leiden geht ;-).
    Ich denke Moral & Einstellung stimmt bei Euch, das wird schon wieder.

  5. 8.

    Das Spiel gegen Dortmund ist gar nicht wichtig. Es spiegelt nur den Zustand der Bundesliga. Ausser Bayern, Dortmund, Leipzig, Leverkusen und mit Abstrichen Gladbach und Wolfsburg, spielt alles gegen den Abstieg. Die Bayern spielen widerum allein gegen sich und für alle Promifans. Die anderen fünf dürfen Spannung vortäuschen, allerdings nur bis Spieltag 25. Danach GÄÄÄÄÄHNNN ...... Zwischendurch ein bisschen Deby-Bla-Bla, welches gar kein richtig gewachsenes ist. Ein synthetisches Derby, welchem jedwede Tradition fehlt. Ich merke es an mir selbst. Ich bin West-Berliner und Hertha-Fan. Jedoch empfinde ich gar keinen Abscheu gegen Union. Die sind mir genauso wurscht wire bsp. Ingolstadt. Fussball ist nur noch Event und nicht mehr Passion.

  6. 7.

    Moral und Einstellung hat gepasst.
    Mund abwischen und weiter geht's.
    eisern!

  7. 6.

    Zitat: "Sehr schön, Dortmund. :-)))"

    Sind Sie auch schon zum Slavia Prag Fan geworden, KE? -weil die haben ja auch gegen den FCU gewonnen, was Ihnen als 'Fussballfan' offenbar schon ausreicht, um in die Hände zu klatschen . . .

  8. 5.

    Der FCU hat sich heute gut "verkauft", nach dem Eigentor zum 3:0 für den BVB nicht aufgesteckt und weiter gekämpft. Schön auch zu sehen, wie die Mannschaft zur zweiten HZ mit Willen aus der Kabine kam. Daran lässt sich ablesen, dass intern alles stimmt und Trainer und Mannschaft eine tolle Einheit bilden.

    Ich sage nur: EISERN UNION!

  9. 4.

    Die Jungs haben gekämpft. Man muss auch den Unterschied berücksichtigen der nun mal vorhanden ist. Kopf hoch!!

  10. 3.

    Nun, eine erwartbare Klatsche von Dortmund.
    Egal, Kopp hoch.
    Hauptsache vor dem Big-City-Club, der sein Eigentorsieg feiert, als wäre es selbst geschossen.

  11. 2.

    Die Abwehr muss echt besser werden. Zwei Gegentore sind immer noch zu viel.

  12. 1.

    Sehr schön, Dortmund. :-)))

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