Vor dem Spiel gegen RB Leipzig - Ekkelenkamp will sich bei Hertha als Teamplayer beweisen

Ekkelenkamp (r.)
Bild: imago images/Jan Huebner

Gegen Greuther Fürth sorgte Jurgen Ekkelenkamp furios für die Wende. Der Neuzugang aus den Niederlanden gibt sich vor dem Spiel gegen RB Leipzig aber bescheiden. Schon jetzt dürfte sich sein Wechsel als Hertha-Glücksgriff erweisen.

Ein 21-Jähriger hat es tatsächlich geschafft, dem gebeutelten Hauptstadtverein wieder Hoffnung zu geben. Am vergangenen Freitag war es Jurgen Ekkelenkamp, der Hertha BSC zumindest vor einem weiteren empfindlichen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrte.

Beim Stand von 0:1 gegen Greuther Fürth wechselte Trainer Pal Dardai den Niederländer in der 60. Minute für Kevin-Prince Boateng ein - Ekkelenkamp dankte es ihm nur 87 Sekunden später mit einem Kopfballtreffer zum Ausgleich. Rund 20 Minuten später provozierte er ein Fürther Eigentor, das den hart erkämpften 2:1-Sieg perfekt machte.

Auf die Minuten kommen

Es war eine Leistung, die dem Verein Hoffnung macht auf weitere Glanzstücke des Mittelfeldspielers. Beim anstehenden Auswärtsspiel am Samstag gegen RB Leipzig wird Dardai deswegen aller Voraussicht nach von Beginn an auf Ekkelenkamp setzen. Dardai betonte zu Wochenbeginn jedenfalls, dass er gegen Leipzig jemanden wie Ekkelenkamp gut gebrauchen könne, "der Bälle geben kann, Bälle halten kann".

Umso mehr darf sich der im niederländischen Zeist geborene Ekkelenkamp auf einen Startplatz freuen, als sich mit Myziane Maolida ein anderer hoch gehandelter offensiver Neuzugang gegen Fürth einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog und gegen Leipzig fehlen wird.

Gefragt nach seinen wichtigsten Stärken, sagte Ekkelenkamp am Mittwoch am Rande des Trainings: "ein Teamplayer zu sein, wichtig für die Mannschaft sein mit Toren und Vorlagen, einfach hart fürs Team zu arbeiten". Am wichtigsten sei ihm nun, auf seine Minuten zu kommen und dem Team weiterzuhelfen.

Spürte den nötigen Rückhalt

Die zuletzt gescholtene Transferpolitik von Hertha BSC dürfte durch Ekkelenkamp eine neue Bewertung erfahren. Sieben Jahre durchlief er die renommierte Fußballschule von Ajax Amsterdam, bevor er sich im August für die nächsten vier Jahre dem Verein aus Charlottenburg anschloss. Ein Glücksgriff für Hertha - zumal Ekkelenkamp sich mit Amsterdam wieder einmal für die Champions League qualifiziert hatte

"Es ist ein wunderbarer Klub, eine wunderbare Stadt", sagt er über Berlin. Von Trainer- und Vereinsseite habe er den nötigen Rückhalt gespürt, der mit beitrug zum Wechsel. Und natürlich: Weil er bei Ajax nicht auf die gewünschte Einsatzzeit kam, wie er selbst gesteht.

Der Niederländer selbst gibt sich am Mittwoch am Rande des Trainings noch Bescheiden zu seinen Chancen auf dei Startformation: "Ich weiß es nicht, da müssen Sie den Trainer fragen", sagte er.

Sendung: Inforadio, 22.09.2021, 15:15 Uhr

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