Energie Cottbus vor dem 10. Spieltag - Auftakt zum Auswärtsmarathon

Das Team von Energie Cottbus beim Mannschaftskreis (imago images/Weiland)
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Audio: Antenne Brandenburg | 09.09.2021 | Andreas Friebel | Bild: imago images/Weiland

Leipzig, Chemnitz und Jena - das anstehende Programm von Energie Cottbus ist gespickt mit großen Namen in der Regionalliga Nordost. Vorausgesetzt es gibt keine Absagen, die inzwischen den Verband beschäftigen. Von Andreas Friebel

Update: Das ursprünglich für Samstag angesetzte Auswärtsspiel des FC Energie Cottbus beim Ligarivalen 1. FC Lokomotive Leipzig wurde am Freitag abgesetzt. Wie Energie Cottbus mitteilte, haben sich zwei Profis mit dem Coronavirus infiziert.

Von einem "Monat der Wahrheit" will Energie Trainer Claus-Dieter Wollitz nicht reden. Dass die kommenden knapp zwei Wochen richtungsweisend sind, weiß aber auch der Cottbuser Coach. Mit Chemnitz und Jena warten zwei ehemalige Drittligisten. Und der nächste Gegner Lok Leipzig (Anpfiff Samstag 13 Uhr) verpasste im Frühjahr 2020 den Aufstieg in Liga drei nur ganz knapp "Die Spiele gegen Leipzig waren in der Vergangenheit immer eng und auf Augenhöhe", so Wollitz, der seine Mannschaft ermahnt, sich nicht "provozieren zu lassen."

Immer mehr Spielabsagen in der Regionalliga

Im Bruno-Plache-Stadion haben die Lausitzer in der Regionalliga noch nie gewonnen. Drei Partien endeten unentschieden. Eine Begegnung entschieden die Sachsen für sich. "Wir müssen diszipliniert und professionell auftreten. Unser Ziel ist klar. Erst recht nach der Niederlage gegen Altglienicke", sagt der Cottbuser Coach. Das 0:3 Anfang des Monats war ein echter Stimmungskiller, wähnten sich die Lausitzer doch schon einen Schritt weiter. Nach vier Siegen in Folge schien die Tabellenspitze wieder in Sichtweite. Doch nun sind es elf Punkte Rückstand auf den BFC Dynamo. Bei allerdings noch zwei Nachholpartien.

Verband appelliert an Impfbereitschaft der Spieler

Bei Energies nächstem Gegner sind es sogar drei. Obwohl die Saison erst wenige Wochen läuft, gehören coronabedingte Spielabsagen inzwischen zum Alltag. Das hat inzwischen auch den Nordostdeutschen Fußballverband auf den Plan gerufen, der an die Impfbereitschaft der Spieler appelliert hat. Noch ist zwar genug Puffer, um ausgefallene Spiele nachzuholen. Es ist aber auch erst Anfang September und die vierte Welle eher am Anfang.

"Wir leben in Zeiten, in denen das passieren kann. Die Gesundheit steht über allem", so Wollitz, der froh ist, dass Samstag gespielt wird. Aber ob die Partie gegen Chemnitz in der kommenden Woche tatsächlich stattfindet, darf zumindest angezweifelt werden. Beim CFC befinden sich noch 13 Spieler in Quarantäne, wovon elf tatsächlich krank waren. "Der Großteil kommt Samstag aus der Quarantäne. Und dann müssen wir schauen, wie ist der körperliche Zustand der Spieler, um die nächsten Planungen anzugehen", sagte der Chemnitzer Geschäftsführer Marc Arnold am Mittwoch dem MDR.

Energie sucht weiter neue Leute

Wirklich üppig ist die Breite des Cottbuser Kaders auch nicht. Zum Landespokalspiel in Ludwigsfelde (2:0) reisten die Lausitzer mit 13 Feldspielern. Eine Reihe von Akteuren ist angeschlagen. Deshalb geht auch nach dem Schließen der Transferliste die Suche nach neuen Spielern weiter. Torwart Till Brinkmann weilte unter der Woche zum Probetraining. Ein Stürmer wird auch noch gesucht. "Wir sind weiter dabei, unsere Möglichkeiten auszuloten. Aber wir sind wirtschaftlich auch noch nicht über dem Berg. Deshalb müssen wir auf dem Transfermarkt weiter Geduld haben", beschreibt Claus-Dieter Wollitz die aktuelle Lage.

Aber Geduld wird Cottbus auch am Samstag brauchen, zum Start in den richtungsweisenden Auswärtsmarathon.

Sendung: rbb24, 10.09.2021, 16 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Das ist jetzt gerade ein aktueller Fall, der die Lausitzer betrifft. Die Frage ist aber berechtigt, wenn ich mir die desolate Situation zB. bei TeBe oder in Chemnitz betrachte. Hier muss der NOFV dringend handeln um Wettbewerbsverzerrungen vorzubeugen. 2-G Regelung für alle Spieler, Betreuer bis hin zum Busfahrer! Ansonsten raus aus dieser interessanten Liga!

  2. 1.

    Ich finde es sehr interessant, dass bei Profi-Fußballvereinen - und da kann man ja die Regionalliga quasi noch dazu zählen - immer noch so häufig und so viele Spieler positive Coronatests haben. Mich würde diesbezüglich interessieren, ob da z.B. die Berater von einer Impfung abraten, ob die Spieler das selbst entscheiden oder welche Hintergründe es sonst gibt, sich als Profisportler (noch) nicht impfen zu lassen. Es würde mich freuen, wenn es dazu mal einen Bericht beim rbb gäbe.

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