Füchse Berlin vor dem Saisonstart - Gerüstet für den dritten Platz

Die beiden Füchse-Spieler Johan Koch(links) und Mijailo Marsenic haben viel zu tun(Bild: imago images/Jan Huebner)
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Video: rbb UM6 | 07.09.2021 | Jörg Hellwig | Bild: imago images/Jan Huebner

Die Füchse Berlin starten am Donnerstag mit ihrem Heimspiel gegen Wetzlar in die neue Handball-Saison. Das Personal von Trainer Jaron Siewert hat sich kaum verändert, die Zielvorgabe auch nicht.

Die Füchse Berlin starten am Donnerstagabend mit ihrem Heimspiel gegen die HSG Wetzlar in ihre Handballsaison 2021/22 und können wohl auch auf National- und Schlüsselspieler Fabian Wiede bauen. Der 27-jährige Rückraumspieler hat seine Fußverletzung rechtzeitig auskuriert. Wenn in den nächsten zwei, drei Tagen nichts Schlimmes mehr passiere, geht sein Trainer Jaron Siewert davon aus, dass Wiede auch spielen kann. Das sagte der Füchse-Coach am Dienstag bei einem Pressetermin.

Dagegen braucht sein Teamkollege Viran Morros nach seinem Muskelfaserriss noch ein paar Wochen Zeit. Der spanische Welt -und Europameister ist neben drei Talenten aus dem eigenen Nachwuchs die einzige namhafte Neuverpflichtung im Team. Diese "Fluktuation light" ist von den Berliner Handballern durchaus gewollt, betonte Siewert. "Wir sind glücklich darüber, dass wir die Mannschaft, wie sie ist, zusammenhalten konnten. Und das ist auch nicht selbstverständlich."

Fast 4.000 Fans dürfen wieder in die Halle

So geht beispielsweise Paul Drux in seine elfte Saison bei den Füchsen. Dessen Vorbereitungszeit gestaltete sich rekordverdächtig kurz, da Drux auch dem Olympiateam angehörte. "Ich bin jetzt seit knapp drei Wochen wieder hier in der Vorbereitung, aber ich bin ja fit aus Tokio zurückgekommen und hatte da wenig Defizite.", sagte der 26-jährige Handballer.

Eine entscheidende Rolle in dieser Saison wird wohl das Publikum spielen. Die Zeit der Geisterspiele in der Max-Schmeling-Halle ist erst einmal vorbei. Füchse-Trainer Siewert freute sich sehr darüber. "Ich bin sehr froh über die positiven Nachrichten, dass wir fast 4.000 Leute jetzt in die Halle lassen dürfen." Bliebe nur abzuwarten, ob die Spielweise der Füchse auch die Massen so begeistern kann, dass die Max-Schmeling-Halle wieder zum Fuchsbau mutiert.

"Den Abstand zu den ersten beiden Teams verringern."

Allerdings gibt es je nach Standort regionale Unterschiede beim Thema Zuschauer. Während die MT Melsungen zum Beispiel ihre Arena wieder zu 100 Prozent auslasten darf oder der Titelverteidiger THW Kiel bis zu 9.000 Fans in die Halle lassen kann, dürfen andere Klubs nur vor bis zu 500 Leuten im Publikum aufspielen.

Ein konkretes Saisonziel wollten weder Trainer Siewert noch Spieler Drux abgeben, doch beide Füchse sprachen davon, besser als in der Vorsaison abzuschneiden (Platz 4). Für den Nationalspieler sei ein guter Saisonstart wichtig und dass man jedes Spiel zu 100 Prozent angehe. Oberfuchs Jaron Siewert sprach davon, dass man den Abstand zu den ersten beiden Teams in der Tabelle (THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt) verkleinern möchte und in allen drei Wettbewerben (Liga, DHB-Pokal und European League) eine gute Rolle spielen könnte. Ein Auftaktsieg gegen Wetzlar wäre dafür Pflicht.

Sendung: rbb UM6, 07.09.2021, 18:00 Uhr

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