100 Jahre Istaf - Speerwerfer Vetter siegt vor 20.000 Zuschauern im Saisonfinale

Olympiastadion
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Video: rbb24 | 12.09.2021 | Philipp Büchner | Bild: imago images/Nordphoto

Ein souveräner Sieg im Sperrwurf, eine Enttäuschung im Weitsprung und ein Riesenwurf im Diskus: Zu seinem 100. Geburtstag hat das Istaf den 20.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion einiges geboten.

Zu seinem 100-jährigen Bestehen hat das Internationale Stadionfest (Istaf) den rund 20.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mehrere Top-Athleten präsentiert: etwa Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo, Mittel- und Langstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen sowie den Weltrekordhalter in 400 Meter Hürden, Karsten Warholm aus Norwegen.

Olympiasiegerin Mihambo springt auf Platz zwei

Mihambo hat dabei nicht an ihre Leistung vom olympischen Fabel-Wettkampf in Tokio anknüpfen können - landete beim Istaf aber dennoch auf Platz zwei. In Berlin sprang die 27-Jährige von der LG Kurpfalz 6,70 m weit und blieb damit drei Zentimeter hinter der Britin Jazmin Sawyers. In Tokio war Mihambo noch 30 Zentimeter weiter gesprungen und hatte so olympisches Gold gewonnen. Nach diesem Triumph hatte sie wegen einer Fersenprellung jedoch nur wenig trainieren können.

Johannes Vetter ist nicht zu schlagen

Bei seinem letzten Start in der Saison hat Speerwerfer Johannes Vetter mit 88,76 Metern seiner Konkurrenz keine Chance gelassen. Zweiter wurde Andrian Mardare aus Moldau (84,44 Meter), dritter Alexej Katkawez aus Belarus (83,10 Meter).

Dem Istaf-Rekord des tschechischen Weltrekordlers Jan Zelezny konnte sich Vetter allerdings nicht annähern. Dieser kam 1996 auf 91,30 Meter. Bei Vetters Ehrenrunde auf der blauen Laufbahn von Berlin konnten Beobachter aber an seinem strahlendem Gesicht ablesen, dass Vetter den Saisonabschluss vor anwesenden Fans in vollen Zügen genoss.

Jahresbestleistung im Diskuswerfen

Mit Spannung erwartet worden war auch der Diskus-Wettkampf zwischen der Potsdamerin Kristin Pudenz, Silbermedaillengewinnerin von Tokio, und Olympiasiegerin Valarie Allmann. Die US-Amerikanerin setzte sich einmal mehr gegen Pudenz durch - und wie. Mit einer Weite von 71,16 Metern warf sie Weltjahresbestleistung und überbot ebenso den Istaf-Rekord von Margitta Pufe um gut zweieinhalb Meter.

Die Olympia-Zweite Pudenz musste sich mit einer Weite von 64,52 Metern erneut mit dem Silber-Rang begnügen. Rang drei ging an Liliana Cá aus Portugal, Marike Steinacker aus Leverkusen wurde Vierte.

Klosterhalfen verliert in letzter Runde Kontakt zu Spitze

Mit Vorfreude erwarteten die Zuschauer die Rückkehr von Konstanze Klosterhalfen nach Berlin. Der Lauf über 1.500 Meter bedeutete ihren ersten Wettkampf in Deutschland seit mehr als zwei Jahren, als sie mit 14:26,76 Minuten den deutschen Rekord über 5.000 Meter lief.

Beim Istaf konnte sie allerdings nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Die mittlerweile in den USA trainierende Läuferin belegte am Sonntag bei dem Leichtathletik-Meeting im Olympiastadion den fünften Rang (4:05,26 Minuten). Die US-Amerikanerin Kate Grace siegte mit deutlichem Vorsprung in 4:01,33 vor Esther Guerrero (Spanien, 4:04,45) und Axumawit Embaye (Äthiopien, 4:04,59).

Warholm souverän, Krause zurück in der Spur,

Einen Istaf-Erfolg über 3.000 Meter Hindernis hat Olympia-Fünfte und Europameisterin Gesa Krause feiern können. In Berlin gewann die 29-Jährige in 9:26 Minuten - für ihre Verhältnisse allerdings keine Glanzleistung.

"Man kann nicht immer Bestleistung laufen. Für mich war es wichtig, vor heimischem Publikum noch einmal den Sieg einzufahren", sagte Krause anschließend. Ihren Saisonabschluss bestreitet sie am kommenden Freitag über 2.000 Meter in ihrer Heimat Trier.

Der norwegische Weltrekordhalter Karsten Warholm hat über die 400 Meter Hürden in 48,08 Sekunden unangefochten einen Sieg errungen. Allerdings verfehlte er seine Fabelzeit von Tokio um satte zwei Sekunden.

Sendung: rbb24, 12.09.2021, 21:45 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    War eine tolle Stimmung, hat Spaß gemacht. Waren zu dritt dort und hatten einen wunderbaren Tag. Sehr angenehm auch, dass die Veranstalter das Impfbuch als Nachweis akzeptierten (da eine Begleitung kein Smartphone besitzt). Bei Hertha ist das ja leider nicht der Fall, angeblich zu großer Aufwand. Blöd, dass beim ISTAF mehr Zuschauer waren und es gar keine Probleme gab. Sollten manche mal drüber nachdenken. Freue mich auf jeden Fall auf das nächste Mal, dann hoffentlich auch noch mit noch mehr Besuchern.

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