Aus persönlichen Gründen - Hertha-CEO Carsten Schmidt tritt zurück

Carsten Schmidt von Hertha BSC (imago images/Matthias Koch)
imago images/Matthias Koch
Audio: Inforadio | 12.10.2021 | J. Rüger | Bild: imago images/Matthias Koch

Erst im Dezember war er angetreten, um Hertha BSC wirtschaftlich zu stärken. Doch nach nicht mal einem Jahr verlässt CEO Carsten Schmidt den Verein wieder, aus persönlichen Gründen - keine einfache Situation für den Tabellen-14 der Bundesliga.

Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha BSC, verlässt den Fußball-Bundesligisten. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Schmidt legt sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Zuerst hatte "der Tagesspiegel" vom Rücktritt berichtet.

 

Schmidt sagte zu seinem Rückzug: "Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten. Die Arbeit für Hertha BSC hat mir zu jeder Zeit große Freude bereitet." Hertha-Präsident Werner Gegenbauer teilte mit, dass der Verein den Weggang von Schmidt bedauere: "Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen. Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft."

Im Winter starteten Schmidt und Hertha noch gemeinsam in das Projekt "Goldelse"

Noch im März hatte der Leiter der Geschäftsführung einen 5-Jahres-Plan angekündigt und erklärt: "Wer jetzt den Weg mit uns gemeinsam geht und auf Hertha BSC setzt, der wird Teil dieser Erfolgsgeschichte.“ Das Projekt "Goldelse" sollte dazu beitragen, eine künftige Philosophie zu erarbeiten. Die Strategie sollte den gesamten Verein umfassen, vor allem mit sportlichen Zielen, aber auch mit wirtschaftlichem Wachstum und einer sozialen Verantwortung für Berlin.

Doch zu Saisonbeginn hatte der Traditionsverein vor allem durch sportliche Negativ-Schlagzeilen mit drei Niederlagen in Folge auf sich aufmerksam gemacht.

Bobic und Schiller übernehmen

Und was bleibt Hertha BSC? Die beiden Geschäftsführer Fredi Bobic und Ingo Schiller übernehmen die Aufgaben von Schmidt. Sportlich stehen die Charlottenburger aktuell auf dem 14. Tabellenplatz. Das Ziel, sich im oberen Drittel der Tabelle zu etablieren, liegt weit entfernt. Noch schlimmer sogar: Sportlich kämpft Hertha BSC im Moment gegen den Abstieg.

Zuletzt kritisierte Millionen-Investor Lars Windhorst, in einem exklusiven rbb-Interview, die Zusammenarbeit mit dem Verein. Der Bundesligist muss sich nun einen neuen Geschäftsführer suchen und das in einer schwierigen Phase.


Sendung: rbb UM6, 12.10.2021, 18:00 Uhr

17 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 17.

    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen und verstanden? Falls ja dann sollten Sie sich schämen so etwas Widerliches zu schreiben,

  2. 16.

    Sie bezeichnen Hrn. Schmidt als Ratte, die ein sinkendes Schiff verläßt...

    ...wer muß jetzt bitte an seiner Außenkommunikation arbeiten?

    Ich fand und und finde Hertha schon immer als höchst unsympathisch, kann mich aber Frolli nur anschließen: Ihr Kommentar ist widerlich!

  3. 15.

    >"Sagen Sie das auch privat zu jemandem, der eine Krankheit zu bewältigen hat bzw jemandem beisteht, der das muss? Widerlich."
    Sie halten Hertha also für ebenso totsterbenskrank wie z.B. einen Hospitzbewohner, dass Sie diesen Vergleich heranziehen?

    Übrigens sollten Sie an ihrer Außenkommunikation arbeiten. Eine Frage zu stellen und gleich eine eventuelle Antwort zu bewerten, ohne dass Sie diese kennen, zeugt nicht gerade von überragender Diskussionskultur.

  4. 14.

    Kommentare, welche die Begründung von Herrn Schmidt anzweifeln, die ohnehin schon über das hinausgeht, was uns Unbeteiligte etwas angehen würde, empfinde ich als schäbig bis rufschädigend.

    Für eine solche Feststellung muss ich auch kein Hertha-Fan sein. Und selbst wenn manche die Hertha ihrerseits sogar verachten sollten, wird durch solche Äußerungen nach meinem Empfinden eine rote Linie überschritten.
    Es geht hier um eine Situation, in welcher der Sport plötzlich weit zurücktritt, selbst wenn er zuvor fast das gesamte Leben betroffen hat.

    Schicksalsschläge gesundheitlicher Art ereilen leider fast jede Familie einmal im Laufe der Zeit. Da ist es gut, sich als Betroffener dann komplett neu auszurichten und sich (zumindest vorübergehend) ganz und gar auf das familiäre Umfeld zu konzentrieren.
    Ich wünsche Herrn Schmidt und seiner Familie alles Gute!

  5. 13.

    So sehr mich dieser Club seit Urzeiten mit seiner provinziellen Großmannssucht nervt - in diesem Fall ein klares Stopp!
    Ohne persönliche Kenntnisse über die Hintergründe verbietet sich jeder Kommentar!

  6. 12.

    Kann man einfach mal nur hinnehmen, dass ein Mensch private Gründe hat, sich zurück zu ziehen?! Nein, es wird alles interpretiert, weil es gerade ins eigene Bild passt. Typisch für unsere Gesellschaft. Ich bin kein Fußball Fan, muss man auch nicht sein. Aber Herrn Schmidt und seiner Familie alles erdenklich Gute!

  7. 11.

    Sagen Sie das auch privat zu jemandem, der eine Krankheit zu bewältigen hat bzw jemandem beisteht, der das muss? Widerlich.

  8. 10.

    "Hertha-CEO Carsten Schmidt tritt zurück"
    Ah... ja... die ersten Ratten verlassen das sinkende Schiff?

    Irgendwie ist der Hertha schon immer der Wurm drin: Zickig wie eine altberliner Hausbesorgerin: Mal jeet dit jut, mal jeet dit schlecht... und imma is dit kurz vorm Ischias!

  9. 9.

    Der einzig vernünftige Kommentar. Der Rest ist echt schäbig. Offenbar haben einige noch nie echte private Probleme gehabt.

  10. 8.

    Mit Hertha BSC scheint es wie mit dem 1. FC Köln: Beide treten mit einem recht verkorksten Selbstverständnis an, dass sie quasi ein Naturrecht auf Bundesliga-Zugehörigkeit besitzen, wenn nicht sogar - als "Hauptstadt-Club" - gar auf einen Spitzenplatz.

    Deutschland ist nicht Spanien, Frankreich, England, Dänemark, Niederlande, wo es tatsächlich eine Selbstverständlichkeit ist, dass die Fußballclubs der Hauptstädte fast immer um die Meisterschaft mitspielen.

    Das liegt an Deutschland. Für eine alles überragende Hauptstadt ist in Deutschland zu Recht kein Platz mehr. Trotz aller PR, die vielfach von ganz anderem ausgeht.

  11. 7.

    Es gab nie eine "Big City Club"-Kampagne. Es hat nicht mal jemand innerhalb des Vereins je in den Mund genommen. Und zum Rest Ihres anmaßenden Beitrages schreibe ich besser nichts. Alles Gute für Carsten Schmidt und seine Angehörigen.

  12. 6.

    Einer mehr, der das sinkende Schiff verlässt... Diesmal jedoch gleich der Chef... Mal sehen wer noch alles geht.

  13. 5.

    "Und diese lächerliche Kampagne mit dem "Big City Club" muss ad acta gelegt werden."

    Wann hat das wer zu letzt behauptet?

  14. 4.

    ...und nun noch Hr. Gegenbauer-kann dann nur voran gehen.
    Ich meide das Oly. wie die Pest/Corona. Die letzten Jahre waren einfach zu viel.
    Übrigens, ich bin Hertha Fan seit den 70er...........

  15. 3.

    "Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld" - Schutzbehauptung oder, angesichts der Coronapandemie, der wahre Grund für den Rücktritt. Ungeachtet dessen verliert Windhorst mit Carsten Schmidt einem Mitstreiter, der ihm bei seinem Vorhaben, mehr Einfluss im Verein zu bekommen, unterstützt, da der CEO durch den Investor erst installiert wurde.
    Und noch ein weiterer Rückschlag für die gesamte Hertha. Denn durch den Rücktritt ist davon auszugehen.,dass das Projekt "Goldelse" - mit dem eine künftige Philosophie erarbeitet werden sollte - wird, wenn es nicht auf Eis liegt, ins Stocken geraten. Und dalmit besteht das Dilemma des Vereins weiterhin: Keine Philosophie, keine Identifikation mit den Fans, kein sportlicher Erfolg. Wenn sich das nicht bald ändert, bleibt Hertha weiterhin die graue Maus Im hauotstädtischen Fußball. Und diese lächerliche Kampagne mit dem "Big City Club" muss ad acta gelegt werden.

  16. 2.

    Hat man nichts anderes zu schreiben,
    Herr Schmidt tritt aus privaten Gründen zurück, das reicht dann aber auch.
    Mehr geht glaube ich keinen etwas an.

  17. 1.

    Alles Gute Herrn Schmidt und seiner Familie. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Nächster Artikel