Auftakt in die Euroleague-Saison - Alba Berlin verliert deutlich mit 64:96 beim FC Barcelona

Die Berliner Spieler im Zweikampf mit einem Spieler des FC Barcelona. (Quelle: imago images/Agencia EFE)
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Die Spieler von Alba Berlin hatten sich auf den Euroleague-Auftakt beim FC Barcelona gefreut - es wurde ein lehrreicher Abend in Spanien. Die Katalanen gewannen deutlich und überrannten die Berliner vor allem in der Anfangsphase.

Chancenlos. Dieses Wort hört keine Sportmannschaft gerne. Die Spieler von Alba Berlin müssen sich nach dem Euroleague-Auftakt beim FC Barcelona aber mit dem Umstand abfinden, dass genau dieses Adjektiv auf die 64:96 Niederlage bei den Katalenen zutrifft. Der FC Barcelona demonstrierte eindrucksvoll, dass er in der Königsklasse des europäischen Basketballs ein ernstes Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden wird. In der zweiten Hälfte schonten die Gastgeber ihre Stammkräfte, sodass sich Alba Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben holen konnte. Bei den Berlinern zeigten Luke Sikma mit 16 Punkten und Maodo Lo mit 12 Punkten eine ansprechende Leistung.

Barcelona überrollt Alba in der ersten Hälfte

Den Berliner Albatrossen blieb in der stimmungsvollen Halle von Barcelona überhaupt keine Zeit, um sich zu akklimatisieren. Die Gastgeber drückten sofort aufs Tempo. Allen voran Barcas Power Forward Nikola Mirotic, seines Zeichens ehemaliger NBA-Spieler, brachte die Berliner Defensive immer wieder an ihre Grenzen. Neun Punkte erzielte Mirotic allein im ersten Viertel, in dem die Gastgeber ihre Stärken unter dem Korb herausragend ausspielen konnten. Mit 13 Punkten Rückstand (28:15) ging es für Alba in das zweite Viertel.

Und es wurde einfach nicht so richtig besser. Barcelona ließ den Ball laufen, traf die wichtigen Würfe - und wenn der Ball mal nicht den Weg in den Korb fand, dann holten sich die Katalanen die Rebounds. Mit 50:29 ging es in die Halbzeitpause, in der Alba-Coach Israel Gonzalez am Mikrofon des Bezahlsenders "Magenta Sport" sagte: "Wir dürfen jetzt nicht die positive Einstellung verlieren." Auch das einigermaßen bezeichnend für diesen Abend.

Barcelona lässt etwas schleifen

Es war bereits vor dem Spiel zu erwarten, dass Alba nicht wird mithalten können, mit einem der besten Teams in Europa. Sich teuer zu verkaufen, das war Ziel der Albatrosse. Und dieses erreichten sie im dritten Viertel voll und ganz. Klar, der FC Barcelona ließ seine besten Spieler nun auf der Bank, aber das nutzten die Berliner gekonnt aus. Allen voran Luke Sikma und auch Maodo Lo taten sich immer wieder mit guten Aktionen hervor und gingen als beste Punktesammler vorneweg. Alba konnte das dritte Viertel sogar mit 17:13 für sich entscheiden.

Es reichte letztendlich nicht zur ganz großen Aufholjagd, auch, weil Barcelona wieder Lust am Spielen entwickelte. Aber, was Alba Berlin aus diesem Spiel mitnehmen kann: Gegen den FC Barcelona ein Viertel zu gewinnen - das wird in dieser Saison mitnichten jedem Team gelingen. Die 64:96-Niederlage sollte die Albatrosse also nicht zu lange beschäftigen. Am Sonntag geht es für Alba in der Basketball-Bundesliga gegen Bonn weiter.

Sendung: rbb24, 01.10.2021, 22:45 Uhr

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