2:1 bei Mainz 05 - Union holt ersten Auswärtssieg der Saison

Unions Taiwo Awoniyi beim Spiel in Mainz (imago images/Patrick Scheiber)
Video: rbb24 | 04.10.2021 | Bild: imago images/Patrick Scheiber

Der 1. FC Union Berlin hat den ersten Auswärtssieg der Saison errungen. Bei Mainz 05 siegten die Berliner in einer zunächst zähen Partie mit 2:1. Die Tore des Spiels erzielten dabei ausschließlich Ex-Spieler beider Mannschaften.

Der 1. FC Union Berlin hat am siebten Spieltag in der Fußball-Bundesliga mit 2:1 beim FSV Mainz 05 gewonnen. Die Tore erzielten der von den Berlinern an die Mainzer ausgeliehene Marcus Ingvartsen in der 40. Minute sowie der ehemalige Mainzer Taiwo Awoniyi (69. und 73. Minute). In der Tabelle liegt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer nun mit zwölf Punkten aus sieben Spielen auf Rang sieben.

Der Spielverlauf

Das Spiel begann mit viel Tempo und ebenso vielen Ungenauigkeiten. So ging es zwar munter hin und her, Torchancen blieben allerdings aus. Erst in der 23. Minute kam Union so zur ersten Torchance. Max Kruse spielte von der linken Seite eine wohl getimte Hereingabe auf Taiwo Awoniyi, doch der Nigerianer bekam seine Beine nicht sortiert und säbelte freistehend am Ball vorbei. Der Mainzer Anderson Lucoqui machte es in der 26. Minute nicht wesentlich besser. Seine Direktabnahme vom linken Eck des Fünfmeter-Raumes landete im Seitenaus statt im Tor von Andreas Luthe.

In der Folge gab es jede Menge Fehlpässe und Zweikämpfe zu bestaunen, ehe Mainz in der 40. Minute mit 1:0 in Führung ging. Ein Ballverlust nach Pass des in der Vorwärtsbewegung befindlichen Union-Innenverteidigers Marvin Friedrich führte zu einem schnell vorgetragenen Konter der Gastgeber über die linke Seite, an dessen Ende der in der Mitte freigespielte Ex-Unioner Marcus Ingvartsen wenig Mühe hatte, den Ball aus fünf Metern ins Tor zu befördern.

Ein Ex-Mainzer als Doppelpacker

Mit Beginn der zweiten Halbzeit begann Union zunächst deutlich druckvoller. In der 49. Minute war es der auf- und eingerückte Julian Ryerson, der nach schöner Pass-Stafette gleich zwei Mal am Strafraumrand zum Abschluss kam, jedoch beide Male an der vielbeinigen Mainzer Abwehr scheiterte. In der 60. Minute setzte Awoniyi den Ball aus gut zehn Metern und nach traumhaftem Steckpass von Max Kruse nur knapp neben den rechten Pfosten. Nur eine Minute später war es Kruse selbst, der mit einem Linksschuss vom Strafraumrand nur knapp das Tor verfehlte.

Union blieb dran und wurde in der 69. Minute belohnt. Nach Ballgewinn tief in der eigene Hälfte schickte Kruse seinen Sturmpartner Awoniyi auf die Reise, der im Zweikampf mit dem Mainzer Verteidiger Silvan Widmer geschickt seine Physis und Geschwindigkeit einzusetzen wusste und anschließend überlegt ins linke Eck abschloss. Nur drei Minute später war die Partie dann komplett gedreht. Wieder war es der Ex-Mainzer Awoniyi, der nach langem Ball und einer Kopfballverlängerung von Kruse allein vor Robin Zentner im Tor der Gastgeber auftauchte, der den diesmal haltbaren Abschluss des Berliners passieren ließ.

In der Schlussphase des Spiels warfen die Mainzer noch einmal alles nach vorn. Unions Abwehr wusste sich den zumeist hoch in Richtung Berliner Strafraum fliegenden Bällen jedoch gut zu erwehren und hatte in der 90. Minute zudem Glück, als Widmer freistehend eine eigentlich passgenaue Flanke verpasste.

Die Kurzanalyse

Es war ein ausgeglichenes Spiel mit zunächst wenigen, klaren Chancen. Bezeichnend dabei die Passquote beider Mannschaften: 76 Prozent aller Mainzer und nur 71 Prozent aller Berliner Zuspiele fanden einen Mitspieler. Doch Union kämpfte sich mit zunehmender Spieldauer in diese Partie, lief als gesamte Mannschaft am Ende fast fünf Kilometer mehr als der Gegner (insgesamt 119,27 Kilometer). Und hatte Glück, dass Mainz trotz der 1:0-Führung Konter und dabei Eins-gegen-Eins-Duelle zuließ, bei denen Berlins Taiwo Awoniyi auf beeindruckende Art und Weise seine Physis unter Beweis stellen konnte.

Das sagt das Netz

Das Spiel aus Mainzer Sicht:

Das Spiel aus Berliner Sicht:

Das Spiel aus neutraler Sicht:

Das Spiel im Liveticker

Der Liveticker

Sendung: rbbUM6, 03.10.21, 18 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Klasse Aktion der Mannschaft. Kämpferisch "erste Sahne", in Halbzeit 2 binnen vier Minuten das Spiel gedreht und gut verteidigt. Für das dritte Jahr in Folge Bundesliga, mittlerweile mehr als abgezockt.
    U.N.VE.U.

  2. 7.

    Glückwunsch zum Sieg aus der Mitte der Lausitz! Drei weitere Punkte für das große Ziel erneuter Klassenerhalt! Weiter so!

  3. 6.

    Die Berliner können zurecht Stolz sein auf ihren besten Verein.
    U.N.V.E.U.!

  4. 5.

    Platz 7 in der Tabelle für den Verein der Herzen.
    Mehr ist nicht zu sagen.

  5. 4.

    Glückwunsch nach Köpenick! Gut gespielt und gekämpft. Verdient gewonnen!

  6. 3.

    ". . . doch der Nigerianer bekam seine Beine nicht sortiert und säbelte freistehend am Ball vorbei."

    Schön, diese bildhaften Beschreibungen, die sich besonders bei Fussballreportagen anbieten. :-) Und naja, unser Taiwo hat seinen kleinen Fauxpas mit den Buli-Toren 100 und 101 für den FCU mehr als wett gemacht.

  7. 2.

    Es bleibt dabei, Union lässt sich durch Rückstände nicht umhauen. In Prag und Dortmund wurde zwar verloren, aber kräftig gegen gehalten. Jetzt in Mainz gewonnen. Die neue Saison beginnt so, wie die Alte beendet wurde. U.N.V.E.U.

  8. 1.

    Dank starker zweiter HZ ein enorm wichtiger Dreier für den Klassenerhalt.
    Drei Siege innerhalb einer Woche ist schon ein Brett, inkl. "Auswärtsspiel" im Europapopo.... :)
    läuft!

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