Aufarbeitung beginnt - Union liegt nach antisemitischen Vorfällen gegen Haifa erstes Bildmaterial vor

Sa 02.10.21 | 15:28 Uhr
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Der Fanblock von Maccabi Haifa im Berliner Olympiastadion. Quelle: imago images/Matthias Koch
Audio: Radio Eins | 02.10.2021 | Ina Dietz | Bild: imago images/Matthias Koch

Der 1. FC Union Berlin arbeitet gemeinsam mit der Polizei an der Aufarbeitung der antisemitischen Vorfälle während des Conference-League-Spiels gegen Maccabi Haifa. "Es liegt bereits erstes Bildmaterial vor und wir werden jetzt alle Informationsquellen nutzen, um Leute zu identifizieren", sagte Unions Kommunikationschef Christian Arbeit am Samstag bei einer Pressekonferenz und sprach von "einem engen Austausch" mit den Behörden in Berlin.

"Es haben sich bei uns auch Menschen gemeldet, die im Block waren und die Szenerie beobachtet haben", sagte Arbeit. Diese Personen "werden uns sicher auch bei der Identifizierung behilflich sein", sagte er.

Beleidigungen und Angriffe gegen Maccabi-Anhänger

Am Donnerstagabend war es laut Berichten von Augenzeugen und Betroffenen in einem Fanblock des Olympiastadions zu Beleidigungen und Angriffen gegen Anhänger des israelischen Fußball-Meisters gekommen. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes ermittelt gegen mehrere Personen unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Publik geworden waren die Vorfälle zunächst durch Mitteilungen des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Bei dieser Organisation habe sich Union am Freitag bereits gemeldet. "Es war ein sehr guter Kontakt", sagte Arbeit über ein Telefonat: "Sie haben sich sehr gefreut über die Kontaktaufnahme und haben auch geschildert, wie das in dem Block abgelaufen ist." Auch das werde helfen, die Vorfälle möglichst lückenlos aufzuklären.

"Wichtig, dass es in diesem Block Menschen gab, die eingeschritten sind"

"Es war wichtig, dass es in diesem Block Menschen gab, die das bemerkt haben und eingeschritten sind. Dafür ganz herzlichen Dank an alle, die den Mund aufgemacht haben und dem entgegengetreten sind", sagte Arbeit im Namen des Fußball-Bundesligisten: "Das ist genau das, was wir brauchen."

Union hatte die antisemitischen Aktionen einiger Fans beim 3:0-Sieg bereits am Freitag scharf kritisiert. "Es ist halt so, dass immer wieder eine Minderheit etwas kaputt machen kann. Das finde ich schade", sagte Unions Trainer Urs Fischer vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim FSV Mainz 05 und ergänzte: "Ich finde aber auch, man sollte ihnen nicht eine zu große Fläche geben."

Sendung: rbbUM6, 02.10.21, 18 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Im ernst, spielt das wirklich eine Rolle, A......ch ist A......ch und Punkt.

  2. 2.

    Waren die Täter deutsche Rechtsextremisten oder Muslime?

  3. 1.

    Wie bei denen aus dem Wald gibt es Navis? Ich dachte die gibt es nur beim BFC Dynamo.

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