Spiel gegen Maccabi Haifa - Staatsschutz ermittelt gegen Union-Fans nach antisemitischen Vorfällen

Maccabi-Fans im Olympiastadion
Video: Abendschau | 01.10.2021 | C. Dexne | Bild: dpa/Michael Hundt

Es war das erste Pflichtspiel einer israelischen Mannschaft im während der NS-Zeit errichteten Olympiastadion. Bei der Partie kam es laut Polizei zu antisemitischen Übergriffen gegen Maccabi-Fans. Nun liegt erstes Bildmaterial aus dem Fanblock vor.

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin arbeitet gemeinsam mit der Polizei an der Aufarbeitung der antisemitischen Vorfälle während des Europapokal-Spiels gegen den israelischen Verein Maccabi Haifa. Es liege erstes Bildmaterial vor und man werde jetzt alle Informationsquellen nutzen, um Leute zu identifizieren, sagte Unions Kommunikationschef Christian Arbeit am Samstag bei einer Pressekonferenz.

Es hätten sich auch schon Menschen gemeldet, die im betroffenen Block waren und die Szenerie beobachtet hätten, sagte Arbeit. Diese könnten bei der Identifizierung behilflich sein. Am Donnerstagabend war es laut Berichten von Augenzeugen und Betroffenen im Olympiastadion zu Beleidigungen und Angriffen gegen Anhänger des israelischen Fußball-Meisters gekommen. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes ermittelt gegen mehrere Personen unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Sie sollen bei einer Auseinandersetzung im Fan-Block Fans von Maccabi Haifa "verbal provoziert, bedroht und mit Bier beworfen" sowie fremdenfeindliche Äußerungen getätigt haben.

 

Brennende Flagge und "Sieg Heil"-Rufe

Gegen einen noch nicht identifizierten Tatverdächtigen wird wegen Inbrandsetzens einer Handfahne und Beschädigung einer ausländischen Flagge ermittelt. Der Mann konnte sich laut Polizei einer Festnahme entziehen, nachdem er beobachtet von einem Zivilbeamten versucht hatte, eine israelische Fahne eines Haifa-Fans anzuzünden.

Einem weiteren Mann wurde vorläufig die Freiheit entzogen, nachdem er nach dem 3:0-Erfolg des 1. FC Union im Gruppenspiel der Conference League gegen den israelischen Meister mehrfach "Sieg Heil" gerufen hatte. Er muss sich nun wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten", teilte die Polizei mit. Insgesamt waren 470 Polizisten bei der Partie im Einsatz.

 

Zingler: "Dieses Verhalten ist beschämend und nicht tolerierbar"

Der 1. FC Union hat die Vorfälle am Freitagnachmittag in einer Stellungnahme scharf verurteilt. "Dieses Verhalten ist beschämend und nicht tolerierbar. Wir bitten die Betroffenen um Entschuldigung", wird Präsident Dirk Zingler zitiert [fc-union-berlin.de]. Antisemitismus sei in der Gesellschaft leider nach wie vor vorhanden, deshalb zeige er sich auch im Stadion. Der Klub werde Diskriminierung in seinen Reihen jedoch nie dulden. "Es gilt wachsam zu bleiben und unermüdlich dagegen anzugehen. Wir unterstützen die Ermittlungen der Polizei mit allen uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen", so Zingler.

Der 56-Jährige wies aber auch auf viele friedliche Begegnungen im Zuge des Duells hin. Er betonte eine "herzliche Atmosphäre". Viele hätten "gestern und im Vorfeld des Spiels gute Begegnungen und Gespräche mit unseren Gästen aus Haifa und Vertretern jüdischer Organisationen und Vereine in Berlin", sagte Zingler. Diesen Weg werde man fortsetzen, "denn je mehr Menschen wir erreichen, desto wirksamer können Antisemitismus und Diskriminierung in der Gesellschaft bekämpft werden."

 
 

Erste Berichte während des Spiels

Bereits während des Spiels am Donnerstagabend hatte das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin-Potsdam bei Twitter über die Vorfälle berichtet.

"Im gemischten Block wurden wir von Union-Fans bedroht, mit Bier beworfen" und unter anderem "als 'scheiß Juden' beleidigt", heißt es in einem Tweet: "Ein Union-Fan hat versucht, die Israel-Fahne einer unserer Zuschauerinnen anzuzünden, was glücklicherweise schnell durch Zivilpolizisten verhindert werden konnte."

Solidarität durch Union-Anhänger

Es habe auch Union-Fans gegeben, "die sich gegen dieses Verhalten ausgesprochen haben", hieß es weiter. Betroffen waren die Blöcke 13 und 14 im Olympiastadion. Aus denen seien Große Teile der Gruppe dennoch "sicherheitshalber in den Maccabi-Block gewechselt." Union bat via Twitter um Hilfe bei der Ermittlung der mutmaßlichen Täter.

Von eben diesem Maccabi-Block selbst aus erlebte Elmar Werner das Geschehen - und bemerkte auch eben jenen Zustrom aus anderen Bereichen des Stadions. "Ich habe mich gewundert, dass Mitte der ersten Halbzeit eine ganze Truppe in den Block kam. Da wechselt man ja eigentlich nicht nochmal seinen Platz", schildert er am Freitagmorgen im Gespräch mit rbb|24.

Bedrückende Situation schon bei der Anreise

Werner selbst ist Union-Mitglied und engagiert sich schon lange für deutsch-israelische Projekte. Er war mit einer israelischen Bekannten im Stadion und trug einen Schal mit Davidstern und hebräischer Schrift. Die beiden hatten selbst eigentlich keine Tickets für den Gästeblock, hatten sich aber - auf eigenen Wunsch - gleich zu Beginn dort hingesetzt. "Ich war überrascht, dass die Ordner, die ja sonst immer ganz pingelig sind, uns geradezu hineingebeten haben. Zack, zack waren wir drinnen", berichtet Werner.

Seine israelische Begleitung war noch ohne Werner mit der S-Bahn zum Olympiastadion gefahren - und habe sich schon bei der Anreise unwohl gefühlt. "Es war für sie bedrückend", sagt Werner - und: "Sie hat eben auch schon ein paar Sprüche gegen Juden oder 'scheiß Juden' gehört. Ich bin groß und breit und als sie dann bei mir war, hat sie gesagt: 'Ich fühle mich besser, wenn ich neben dir stehe.'" Auf der Rückfahrt habe sie auf eine erneute Fahrt mit der Bahn verzichtet. "Ich habe sie dann gefahren, das war ihr lieber", so Werner.

 

Dank für Solidarität

Das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin-Potsdam äußerte sich am Vormittag nach dem Spiel erneut via Twitter. Man bedanke sich "für die Welle der Solidarität online und an die Union-Fans, die sich im Stadion mit uns solidarisiert haben!" Ein Großteil der Unioner habe Maccabi "freundschaftlich empfangen und mit ihnen den Fußball gefeiert." Man erwarte aber auch, dass gegen Antisemitismus im Stadion konsequent vorgegangen werde, "damit dies auch weiterhin möglich ist. Für diskriminierungsfreien Fußball".

 
 

Justizsenator Behrendt bietet Hilfe bei Aufarbeitung an

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) reagierte entsetzt auf die Berichte über antisemitische Vorfälle. Der Politiker bezeichnete diese als "bestürzend". "Antisemitismus darf auch im Fußball keinen Platz haben. Meine Solidarität gilt den Fans des israelischen Meisters Maccabi Haifa", sagte der 50-Jährige. Behrendt bot seine Hilfe bei der Aufarbeitung an. "Wir unterstützen Vereine wie Union auf dem Weg zu einer Fankultur ohne Hass", betonte der Politiker.

Die Conference-League-Partie zwischen Union Berlin und Maccabi Haifa war das erste Pflichtspiel einer israelischen Fußball-Mannschaft in dem von den Nationalsozialisten anlässlich des für die Olympischen Spiele 1936 erbauten Berliner Olympiastadions. Union Berlin darf wegen Uefa-Regularien zu Zuschauerkapazitäten seine Heimspiele nicht im eigenen Stadion an der Alten Försterei in Köpenick bestreiten.

 

Antisemitismusbeauftragter bestürzt über Vorfälle

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigte sich am Freitagabend ebenfalls bestürzt über die judenfeindlichen Ausfälle. "Die antisemitischen Vorfälle" zeigten, "dass Judenfeindlichkeit im Fußball noch immer verbreitet ist", sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er sei "bestürzt, dass von deutschen Fans gerade an diesem historisch belasteten Ort statt Fairness und Respekt Hass und Gewalt ausgingen", sagte Klein.

Umso mehr begrüße er, dass der 1. FC Union den Vorfällen nachgehen wolle. Er hoffe aber auch, dass die Taten strafrechtlich geahndet würden. "Dass es auch Berliner Fans gab, die gegen das antisemitische Verhalten im Stadion aufgestanden sind, macht Mut", sagte Klein. Sie sollten allen anderen "ein Vorbild sein".

Sendung: Inforadio, 01.10.2021, 07:00 Uhr

110 Kommentare

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  1. 109.

    Es mag sein, dass Antisemitismus unter AfD Anhängern nicht wenig verbreitet ist. Allerdings ist davon auszugehen, dass es im westlichen Teil der Republik, z. B. in stark katholisch geprägten Gegenden oder solchen mit großen muslimischen Gemeinden, auch nicht viel anders als in Sachsen oder Thüringen aussehen dürfte.


    Den Unionern ging es schon immer darum, sich als Fans eines Berliner Vereins darzustellen. Anders als bei diversen Vereinen, die auch zu 'DDR Zeiten' gegründet wurden, wird beim FCU kaum bis gar nicht die Ost-Herkunft besonders hervorgehoben - von Ostalgie ganz zu schweigen.
    Und weshalb sollte man auch die DDR Vergangenheit des Vereins übermäßig abfeiern? Der FCU war damals nicht unbedingt ein Spitzenklub, pendelte häufig zwischen erster und zweiter Liga. Erst seit etwa zwanzig Jahren konnte sich der Verein zu dem entwickeln, was er heute darstellt.

  2. 108.

    Die klare Mehrheit! Diese Aussage bestätigt endlich mal, dass es eben auch bei Union eine Minderheit gibt, die eben anders ist. Versteh auch nicht, worin das Problem bei einigen hier besteht, dies zuzugeben. Oder anders, würden alle Unioner die Hand für alle anderen Unioner ins Feuer legen? Würde jemand für alle Unioner bürgen? Falls ja, ist das naiv.

  3. 107.

    „ ist Antisemitismus in Deutschland doch kein vorrangiges Ost-Problem“. Also angesichts der AfD Zahlen ist mindestens in Sachsen und in Thüringen die Lage anders. Somit ist es doch vorrangig ein Ost-Problem. Und ja, leider ist auch immer noch eine Ostalgie vorhanden. Trotz der 30 Jahre. Aber das hat nichts mit Union zu tun. Ein Verein kann sich seine Anhänger nicht aussuchen

  4. 106.

    Schauen Sie sich mal Spiele in der holländischen Ehrendivision mit Beteiligung von Ajax Amsterdam an! Die massiven visuellen und akustischen antisemitischen Äußerungen haben natürlich auch ihre Ursache, dass diese Antisemiten "diktatursozialisiert" wurden, nicht wahr!? Dass die "Wandererwitzsche" Pauschalsoziologie so ihre Runde dreht, war zu erwarten - auch hier lässt sich diese undifferenzierte Deutung mit Blick in Staaten mit starken rechtskonservativen Parteien (Frankreich, Italien, Holland,...) kinderleicht widerlegen!! Deren Anhänger sind - nach ihrem beschränkten Weltbild - natürlich auch "diktatursozislisiert"!

  5. 105.

    Und wie sind die 20 Mitglieder des deutsch-israelischen Jugendforums Potsdam in den Heimblock gelangt? Sind das auch Union-Mitglieder? Ich nehme an, dass sie nicht einmal im Stadion gewesen sind, weil sie Haifa-Fans sind, sondern weil dort eine israelische Mannschaft gespielt hat - was natürlich auch völlig o.k. ist.
    Jedes Spiel einer israelischen Mannschaft weltweit ist - leider - ein Spiel unter erhöhten Sicherheitsbedingungen - und gerade hier wird die sonst penibel vollzogene Trennung der Fangruppen nicht durchgesetzt! Es war ja genügend Platz im Gästeblock! Ich glaube nicht, dass jemals überhaupt in Erwägung gezogen wurde, in den Heimspielen gegen Feyenoord Rotterdam und Slavia Prag deren Fans mit Fanutensilien! im "gemischten" Block sitzen zu lassen. Und gerade gegen Haifa geschah dies nicht?!
    Vielleicht wären den Potsdamern so die antisemitischen Anfeindungen erspart geblieben, was die rechtsextreme Haltung dieser Handvoll Hohlköpfe ja trotzdem nicht verhindern würde!

  6. 104.

    Ironie sollten Sie kennzeichnen, sonst meint man noch, Sie meinen das Ernst ;-)

  7. 103.

    „Vielen Dank für die Welle der Solidarität online und an die Union-Fans, die sich im Stadion mit uns solidarisiert haben !
    Der Großteil der Unioner hat Maccabi freundschaftlich empfangen und mit ihnen den Fußball gefeiert“,
    schrieb das Jugend-Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin-Potsdam äußerte auf Twitter.

    Das sollten sich mal alle die hier über den gesamten Verein 1. FC Union herziehen, verinnerlichen.
    Die klare Mehrheit der Fans des 1. FC Union Berlin - hat mit den Haifa-Fans den Fußball gefeiert !

  8. 102.

    Steffen Hempe - sie liegen falsch !
    Für das Spiel gegen Haifa gab es diverse Rest-Karten im freien Verkauf für
    wirklich jeden - online zu kaufen !
    Also auch für Nicht-Mitglieder des 1. FC Union Berlin !

  9. 101.

    Zitat: "Es sind ziemlich sicher sogar Mitglieder des 1.FC Union, anders wären sie nämlich nicht an Karten herangekommen."

    Nein, Steffen, es muss sich nicht zwingend um Vereinsmitglieder handeln, da es auch einen freien Verkauf für Tagestickets gab. Es bestand also durchaus die Möglichkeit, dass sich einige Typen aus anderen als sportlichen Gründen Eintrittskarten besorgt haben . . .

  10. 100.

    "Das sind keine Union Fans, es ist zum Kotzen das immer wieder solche Idioten Karten bekommen und den wirklichen Fussball Fans die Plätze im Stadion wegkaufen."

    Es sind ziemlich sicher sogar Mitglieder des 1.FC Union, anders wären sie nämlich nicht an Karten herangekommen.

  11. 99.

    Jaja, darf nicht sein was nicht sein darf. Auch Nazis können Fußballfans sein. Echte und falsche Fans sind Wunschvorstellungen. Einfach eingestehen, dass es in allen Gruppen Nazis gibt. Und diese dann gezielt bekämpfen. Alles andere ist Augenwischerei.

  12. 98.

    Das sind keine UNIONER!Das sind kleinkarierte Vollidioten welche nur Stress machen wollen.
    Union ist Weltoffen PUNKT!!!

  13. 97.

    Was für ein Fest für so manchen Bio-Demokraten, sich endlich mal wieder den Beigetretenen in Überlegenheit darzustellen. Mal die Ermittlungen abwarten. Wenn die oder der antisemitischen Pöbler nun nicht aus Köpenick oder Treptow kamen, sondern aus Charlottenburg oder Wilmersdorf, und wenn das keine Union-Fans waren, was dann. Und dann schon wieder diese Überschrift hier, nichts ist bekannt, aber "UNION-Anhänger". Wenn der rbb etwas Genaueres weiß, sollte schnell der Staatsschutz und die Union-Leitung kontaktiert werden. (Mal sehen, ob Ihr das veröffentlicht)

  14. 96.

    Zitat: "Schämen Sie sich bei so einer Antwort eigentlich nicht?"

    Nein, Frolli. Ich finde es eher etwas übertrieben, ja fast schon hysterisch, wie Sie hier auf dieses Twitter Foto reagieren. Das Fahrzeug wurde nicht beschädigt, sondern lediglich ein Aufkleber angebracht, den man einfach hätte abziehen können. Aber zum Glück gibt es die sozialen (Empörungs-)Netzwerke . . .

  15. 95.

    Zitat: "Union ist ein Verein im Osten Berlins, dessen „Fans“ im oben genannten Sinn wahrscheinlich diktatursozialisiert sind und bei denen antisemitische Ausfälle bei einem Spiel gegen Israelis quasi mit Ansage erwartbar gewesen sein dürften."

    Bei allem Verständnis für Ihre Empörung über die Ausfälle einer Handvoll FCU Anhänger - aber das, was Sie hier zum Besten geben, ist absolut hanebüchen, tes. Mal davon abgesehen, dass es die DDR seit über 30 Jahren nicht mehr gibt und ein absoluter Großteil der FCU Fans dieser schon immer sehr kritisch gegenüber stand, ist Antisemitismus in Deutschland doch kein vorrangiges Ost-Problem. Ihre klischeehaften Vorstellungen von Fans eines Berliner Fussballvereins, die Sie alle in einen (antisemitischen) Topf werfen, weil dieser im Ostteil der Stadt beheimatet ist, sind unfassbar . . .

  16. 94.

    Leider gibt es solche "Naturbelassenen" bei jedem Fußballspiel. Dagegen hilft nur Zivilcouage der echten Fans, um die Übeltäter zu identifizieren, aus dem Stadion zu entfernen und vom Verein ein lebenslanges Stadionverbot zu verhängen. Vielleicht sollte es eine "schwarze Liste" geben.
    Niemals würde ein echter Fußballfan seinen Verein in solchen Verruf bringen, egal ob Unioner, Herthaner, Bayernfan etc. Mit Äußerungen wie "... Staatsschutz ermittelt gegen Union-Fans..."sollte deshalb vorsichtig umgegangen werden, weil damit ein falscher Eindruck erweckt werden könnte.
    (unabhängige/ unvoreingenommene Medien veröffentlichen diese meine Meinung)

  17. 93.

    Rüpeleien im Stadion sind keine erstrebenswerten Ereignisse,

    aber in der Tat, wenn gegen die Verletzung des Völkerrechts demonstriet wird, ist beim Al-Kuds-Tag Solidarität Mangelware.

  18. 92.

    Ich dachte, der Al-Kuds-Tag wäre ein Protest gegen die Besetzung und Inbesitznahme Ost-Jerusalems und eben deshalb, zumindest aus Sicht der Demonstrierenden, kein "Feiertag",

    und es wäre doch wirklich was ganz, ganz Neues, wenn in Berlin jemand schweigen würde, wenn ein mal im Jahr Ostjerusalem und das Völkerrecht angesprochen wird.

  19. 91.

    Halten Sie es wirklich für angemessen, gerade beim Thema Antisemitismus, das hier als Einstufung der Vorfälle und Eindrücke eingebracht wurde, Juden und Israelis gleichzusetzen ?

    Gut, ich weiß, dass auch Felix Klein sich bei solchen Gleichsetzungen, die eigentlich als nicht erwünscht gelten und in der Tat problematisch sind, nicht immer empört zeigt, aber dafür ist er ja auch nicht unumstritten in dem was er sagt und macht.

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