4:3 in der Verlängerung - Energie Cottbus steht nach Sieg gegen Rathenow im Landespokal-Viertelfinale

Cottbus trifft im Landespokal in Rathenow. / imago images/Jan Huebner
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Video: rbb UM6 | 10.10.2021 | Jörg Hellwig | Bild: imago images/Jan Huebner

Energie Cottbus hat das Viertelfinale des Brandenburgischen Landespokals erreicht. Der Fußball-Regionalligst musste dafür hart kämpfen, gewann erst nach Verlängerung mit 4:3 gegen Ligakonkurrent Optik Rathenow.

Fußball-Regionalligist Energie Cottbus hat das Achtelfinale des Brandenburgischen Landespokals 4:3 gegen Optik Rathenow gewonnen. Im Stadion Vogelsang zeigten die Gastgeber zwar eine starke erste Halbzeit, mussten sich aber in der Verlängerung gegen die Gäste aus der Lausitz geschlagen geben.

Rathenows Jonathan Muiomo sorgte in der dritten Minute für eine große Überraschung gegen die favorisierten Gäste. Der 22-Jährige schaffte es mit einem schnellen Sprint die Cottbuser Verteidigung zu überrumpeln und aus knapp 15 Metern den Ball über den Torwart zum 1:0 ins Tor zu befördern.

Kopfball-Kino

Die Antwort der wachgerüttelten Cottbuser ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz nahm das Spiel etwas mehr an sich und wurde wiederholt Rathenow im Strafraum gefährlich. Die Cottbuser schafften es das Spiel nach zehn Minuten über zwei Ecken zu drehen. Die erste Flanke vors Rathenower Tor wurde von Tobias Eisenhuth per Kopfball verwandelt. Keine zwei Minuten später sah sich Cottbus in der gleichen Standardsituation. Es folgte der gleiche Ausgang mit einem erfolgreichen Kopfball von Jonas Hildebrandt.

Obwohl Cottbus das Spiel danach stärker kontrollierte, ließ Rathenow nicht nach und wartete auf eine weitere Chance. Die bot sich in der 36. Minute als Vasilios Polichronakis mit einem langen Pass von rechts auf Lucas Will spielte, der sich vor dem Tor in Stellung gebracht hatte. Der 1,75-Meter-Mann nahm den Ball mit dem Kopf an, steuerte ihn ins Tor und feierte den Ausgleich mit einem Flick-Flack. In der letzten Situation der ersten Halbzeit legte Jonathan Muiomo für die Rathenower zum 3:2 nach.

Späte Rettung in die Verlängerung

Die Mannschaft von Ingo Kahlisch kam deutlich energetischer aus der Pause als die Gäste und hatte das Spiel lange unter Kontrolle. Die Cottbuser schafften es zwar, sich mehrere Chancen zu erspielen, waren aber in keinem der Abschlüsse erfolgreich. Erst in der 85. Minute gelang es Malcolm Badu die Rathenower Abwehr zu durchbrechen und den Ball flach schlitternd ins Tor zu schießen. Mit einem Stand von 3:3 ging es in die Verlängerung.

Beide Mannschaften ließen im Tempo nach und spielten etwas unkonzentrierter. Energie Cottbus sicherte sich in den ersten Minuten zwei Großchancen, schaffte es aber nicht den Ball im Tor unterzubringen. Das gelang erst in der 12. Minute der Nachspielzeit. Niklas Geisler traf aus dem Rückraum zum 4:3. Danach spielte Cottbus die letzten Minuten runter für das Ticket ins Viertelfinale.

Energie Cottbus setzt mit dem 4:3-Sieg die Erfolgsserie gegen Optik Rathenow fort. Das erfolgreiche Achtelfinale ist der inzwischen neunte Sieg in zehn Spielen gegen Rathenow. Nur im April 1995 gab es ein Unentschieden. Das nächste Aufeinandertreffen zwischen den beiden Mannschaften gibt es Ende Dezember in der Regionalliga.

Die weiteren Viertelfinalteilnehmer

Zeitgleich zur Partie zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus wurden auch die anderen Achtelfinals des Brandenburgischen Landespokals ausgetragen. Titelverteidiger Babelsberg setzte sich 1:0 gegen Oberligist RSV Eintracht Stahnsdorf durch. Luckenwalde gewann 4:0 gegen den SV Wacker 09, Fortuna Babelsberg 1:0 gegen Seelow. Außerdem stehen Neuruppin (4:0 gegen Hohenleipisch) und Altlüdersdorf (1:0 gegen OFC Eintracht) im Viertelfinale.

Sendung: rbb UM6, 09.10.2021, 18 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Kleine Anmerkung: 2 weitere Viertelfinal-Teilnehmer wurden im Bericht unterschlagen. GW Ahrensfelde gewann mit 1:0 in Schöneiche und der VfB Krieschow, über den dieser Tage ja noch ein Artikel veröffentlicht wurde, siegte mit 4:0 bei Frankonia Wernsdorf. Nicht nur der Vollständigkeit halber sondern vor allem zwecks der Anerkennung dieser Leistungen sollten diese Vereine ebenfalls erwähnt werden, wie ich finde. Immerhin haben alle Begegnungen zeitgleich stattgefunden, weshalb ich deren Fehlen hier nicht nachvollziehen kann.

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