Hertha spielt in Hoffenheim - "Wir können es uns nicht leisten, zu zögern"

Do 28.10.21 | 13:45 Uhr
Hertha-Spieler Marco Richter jubelt (Quelle:picture alliance/Guido Kirchner/Marco Steinbrenner )
Audio: inforadio | 28.10.2021 | Tabea Kunze | Bild: picture alliance/Guido Kirchner/Marco Steinbrenner

Für Hertha BSC steht am Freitagabend das dritte Spiel in sieben Tagen an. Rund 400 Fans begleiten die Mannschaft zur TSG 1899 Hoffenheim. Für Trainer Pal Dardai kommt es in Sinsheim vor allem auf die Tagesform des Gegners an.

Das Personal

Wenn Fußball-Erstligist Hertha BSC am Freitagabend in Hoffenheim aufläuft (20:30 Uhr), kann Trainer Pal Dardai auf einen breiten, fast vollständigen Kader zurückgreifen. Niklas Stark, der zuletzt mit Adduktorenproblemen aussetzen musste, trainiert wieder mit. Wie ausgiebig er sich am Auswärtsspiel beteiligen kann, soll erst nach dem Abschlusstraining entschieden werden. Ob es gegen die TSG am Ende die Dreier- oder Viererkette wird, sei für Dardais Planung zweitrangig: "Ich bin froh, dass wir jetzt beide Systeme beherrschen." Die Mannschaft müsse nur schnell umschalten: "Wir können es uns nicht leisten, zu zögern."

Es fehlen: Lukas Klünter (Schulterverletzung), Jordan Torunarigha (Oberschenkelverletzung)

Die Form

Sonderlich locker war Herthas Sieg im DFB-Pokal nicht. Gegen den Viertligisten Preußen Münster stieg die Mannschaft zwar stark ins Spiel ein und ging früh in Führung, doch trotz Überzahl gelang es den Berlinern erst in der Schlussphase, das Spiel für sich zu entscheiden. Der allgemeine Trend mag für die Mannschaft zwar seit der Länderspielpause nach oben zeigen, aber so stabil und konzentriert, wie zuletzt angenommen, setzen die Spieler die Ideen noch nicht um. "Wir müssen uns auch jedes Wochenende neu beweisen", sagte Sportdirektor Arne Friedrich bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Die drei Siege in Folge nach der schwierigen und unruhigen Zeit seien gut für die Mannschaft.

Der Gegner

Nachdem Hoffenheim vier Tore bei den Bayern kassierte, konnten die Kraichgauer Holstein Kiel am Dienstag mit einem 5:1-Sieg aus dem DFB-Pokal schießen. Dabei stammten allerdings drei Tore von den Kielern, die zweimal ins eigene Tor trafen. "Ich glaube auch – und ich will die Hoffenheimer nicht beleidigen – aber so wie ich das mit der Analyse und allem sehe, ist bei denen die Tagesform wichtig", sagte Hertha-Trainer Dardai über den direkten Tabellennachbarn. Hoffenheim produziere, wie Hertha, auch Ergebnisse, die man nicht erwarte. Um den Sieg zu holen, müssten bei den Berlinern "von 20 Spielern 16 oder 17 Spieler eine gute Tagesform haben."

Trauerfall bei Hertha BSC

Am Mittwochabend teilte Hertha BSC über Social Media mit, dass Levent Selim, der ehemalige Assistenz-Trainer der U23, im Alter von 48 Jahren verstorben ist.

Herthaner der Woche

Der gute Lauf von Marco Richter hält weiter an. Die Oberschenkelprobleme vom Saisonbeginn sind verschwunden und im Training fällt er mit einer guten Leistung auf. "Er musste auch Geduld haben. Und er hat immer weiter hart gearbeitet", lobte Friedrich. Das zeige auch den Charakter von Richter. Für Dardai sind Richters Trainingsleistungen die Grundlage für die Tore: "Wenn jemand im Training Tore macht, kannst du auch im Spiel Tore machen. Umgekehrt ist das ganz selten und Glückssache." Das Tor gegen Gladbach, ein Seitfallzieher, sei ein Beispiel dafür. Als Torgarant will Dardai den 23-Jähirgen aber noch nicht bezeichnen: "Das lassen wir erstmal bis Weihnachten."

Besonderheiten

Für Pal Dardai waren die Begegnungen mit Hoffenheim bisher nicht unbedingt erfolgreich: Von den sechs Auswärtsspielen in Sinsheim konnte er nur einen Zähler mitbringen. "Ich habe in den letzten paar Jahren gut hospitiert und jetzt versuche ich einen Siegesplan zu produzieren", sagte der Hertha-Trainer vor dem Spiel. Die Zeit sei da, um die Bilanz zu ändern und sich als Trainer weiterzuentwickeln.

Sendung: rbb UM6, 28.10.2021, 18 Uhr

Nächster Artikel