DFB-Pokal | Union in Mannheim - Ohne Kruse zum Pokalspiel nach Mannheim

Di 26.10.21 | 15:54 Uhr | Von Fabian Friedmann
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Fußballer Max Kruse am Ball (Quelle: IMAGO/camera4+)
Audio: Inforadio | 27.10.2021 | Tabea Kunze | Bild: IMAGO / camera4+

Mit Platz 5 steht der 1. FC Union in der Bundesliga voll im Soll. Im DFB-Pokal wartet mit Waldhof Mannheim am Mittwochabend (18:30 Uhr) nun ein äußerst unangenehmer Gegner auf die Eisernen. Trainer Urs Fischer ist gewarnt. Von Fabian Friedmann

Das Personal

Sorgen hat Union eigentlich nur in der Defensive. Die Abwehrspieler Marvin Friedrich und Rick van Drongelen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und bleiben weiterhin in Isolation. "Es sollte aber nicht mehr allzu lange dauern, bis sie das Training wieder aufnehmen können", sagt Unions Trainer Urs Fischer. Paul Jaeckel, Robin Knoche und Timo Baumgartl werden wohl erneut die Dreierreihe in der Abwehr bilden.

Im Mittelfeld wird Ryerson erkrankt ausfallen, dagegen könnte Kevin Möhwald eine Chance erhalten. Kapitän Christopher Trimmel würde dann wieder auf die Bank rutschen. Im Angriff wird Max Kruse nicht zur Verfügung stehen. "Sein Fuß macht ihm Probleme", sagt Urs Fischer.

Es fehlen: Dehl (nicht berücksichtigt), Friedrich (Covid-19), Kruse (Fuß), Ryerson (Infekt), Schneider (nicht berücksichtigt), Ujah (nicht berücksichtigt), van Drongelen (Covid-19)

Die Form

Erst durch ein Gegentor in letzter Sekunde blieb Union am vergangenen Bundesligaspieltag in Stuttgart ein neuer Vereinsrekord (vier Siege in Folge) verwehrt. Trotzdem stehen die Eisernen mit Platz 5 in der Bundesliga äußerst gut da, nur ein Bundesliga-Spiel ging bislang in dieser Saison verloren (2:4 gegen Dortmund) - auch wenn der überraschend schwache Auftritt in der Conference League gegen Rotterdam (1:3) der Mannschaft einige Kritik von Trainer Urs Fischer beschert hatte.

Das zeigt: In Köpenick will man sich auf dem Erreichten nicht ausruhen. "Der fünfte Platz ist nur eine Momentaufnahme. Wir bleiben unserem Weg treu, von Spiel zu Spiel denken“, so Urs Fischer. Der Trainer wird den Druck weiterhin hochhalten und abermals einen geeigneten Matchplan entwerfen, damit es kein böses Erwachen in Mannheim geben wird.

Der Gegner

Drittligist Waldhof Mannheim könnte zum gefährlichen Gegner für die Eisernen werden. In der ersten Runde schalteten die Mannheimer mit einer hervorragenden Leistung Erstligist Eintracht Frankfurt aus (2:0). Trainer Patrick Glöckner wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder den Plan verfolgen, mit schnellem Umschaltspiel potenzielle Kontersituationen zu suchen. Respekt bei den Unionern ist vorhanden: "Gerade nach Balleroberungen sind sie extrem gefährlich", weiß Urs Fischer um die Stärken Waldhofs.

Routinier Marc Schnatterer könnte als ballverteilende, hängende Spitze agieren und so gefährliche Konter einleiten. "Die Jungs haben Lust, wir sind heiß auf das Spiel", sagte Waldhof-Trainer Patrick Glöckner zwei Tage vor dem Duell mit den Berlinern. Er wolle keinen "destruktiven Fußball" spielen, sondern mit Spielwitz und Leidenschaft dagegenhalten.

Aktuell zeigt die Leistungskurve der Waldhöfer nach oben. In der 3. Liga steht Mannheim nach einem etwas verschlafenen Saisonstart auf einem guten 5. Platz. Acht Pflichtspiele blieb man zuletzt ungeschlagen (5 Siege). Zudem ist das heimische Carl-Benz-Stadion bekannt für seine Pokalatmosphäre und wird mit über 14.000 Zuschauern ausverkauft sein.

Unioner im Fokus

Angreifer Max Kruse saß zuletzt in Stuttgart 90 Minuten auf der Bank, was diesen sichtlich frustrierte. Was folgte, war ein ironischer Post in den Sozialen Medien in Richtung Trainer Urs Fischer. Der wollte seinen Offensivmann offensichtlich schonen, weil er sich schon länger mit Problemen an seinem Fuß herumplagt. Für das Pokalspiel gegen Mannheim wird Kruse nun erstmals in dieser Saison nicht im Union-Kader stehen.

Wie lange er ausfallen wird, ließ Fischer offen. Er hoffe, dass es nur dieses eine Spiel sein werde. Am Wochenende steht schließlich das Heimspiel des Jahres gegen die Bayern an - und da könnte ein gesunder Max Kruse noch wichtig für das Team werden.

Besonderheit

Die Berliner blieben nach dem 1:1 am Sonntag nach der "Enttäuschung von Stuttgart" nicht vor Ort im Südwesten der Republik, obwohl Mannheim nur etwa anderthalb Autostunden von Stuttgart entfernt liegt. Die Unioner nahmen lieber am Sonntagabend den Rückflug in die Hauptstadt.

Warum man diesen Weg wählte, erklärt Fischer vor allem mit mentalen Gründen. Die Spieler sollten sich in Ruhe in Berlin regenerieren und dabei auch ihre Familien sehen. Dafür nahm man die zusätzlichen Reisestrapazen in Kauf.

Sendung: rbb UM6, 26.10.2021, 18:00 Uhr

Beitrag von Fabian Friedmann

1 Kommentar

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  1. 1.

    Das wird ein hartes Stück Arbeit Jungs. Aber Ihr macht das schon. EISERN!!!!!!!!

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