Heimspiel gegen Wolfsburg - Union beantragt 80 Prozent Auslastung mit 3G

Di 12.10.21 | 16:42 Uhr
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Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei. Bild: imago-images/Matthias Koch
Bild: imago-images/Matthias Koch

Der 1. FC Union Berlin plant künftig unter Einhaltung der 3G-Regel vor 18.000 Fans im Stadion an der Alten Försterei spielen. Dazu hat der Verein einen Eilantrag eingereicht. Schon gegen Wolfsburg könnte es so weit sein.

Der 1. FC Union will künftig mit einer höheren Auslastung bei Heimspielen planen, aber weiter an der 3G-Regelung festhalten. Wie der Fußball-Erstligist am Dienstag mitteilte, wurde ein Eilantrag für eine 80 prozentige Stadionauslastung unter Anwendung der 3G-Regelung gestellt. Das neue System könnte - wenn erlaubt - ab dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg Anwendung finden.

Der ursprüngliche Antrag des Vereins wurde den Angaben zufolge am 4. Oktober bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport gestellt. Da dieser nach Vereinsangaben nicht beantwortet wurde, stellte der 1. FC Union Berlin am Dienstag einen Eilantrag an das Verwaltungsgericht Berlin. Das Gericht soll feststellen, ob eine höhere Auslastung bei einer 3G-Regelung möglich ist.

Union-Präsident Dirk Zingler sagte der Mitteilung zufolge: "In Berlin sind heute 2,5 Millionen Menschen geimpft oder genesen. Das sind fast 500.000 mehr als bei unserem ersten Spiel mit einer 50-prozentigen Auslastung Ende Juli." Er bemängelte, dass dies bisher nicht zu einer Anpassung der Obergrenze für Fans im Stadion geführt habe. Bei einer Genehmigung könnte der Fußball-Erstligist vor 18.000 Zuschauerinnen und Zuschauern spielen.

Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Berlin sagte dem rbb, dass eine Entscheidung über die Kapazitätsgrenze voraussichtlich am Donnerstag erwartet werde.

Sendung: rbb UM6, 12.10.2021, 18 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Sie sind offensichtlich nicht auf dem neuesten Stand, S.L. Die 50%-Regelung mit Deckelung bei max. 25.000 ZS gibt es so nicht mehr:

    "Großveranstaltungen mit mehr als 2.000 und bis zu 25.000 Personen sind nur nach Zulassung durch die zuständige Senatsverwaltung erlaubt. Großveranstaltungen können im 2G-Modell ohne Personenobergrenze mit einer Auslastung von 100% durchgeführt werden. Die Zulassung durch die Senatsverwaltung bleibt jedoch erforderlich. Es sind gesonderte Schutzmaßnahmen einzuhalten."
    (Quelle: berlin.de)

    Es steht also auch Hertha frei, einen entsprechenden Antrag für die kommenden Heimspiele zu stellen.

  2. 12.

    Es handelt sich hier keinesfalls um eine "Bestrafung". Eine Bestrafung wäre es sie aufgrund dessen mit weniger, als die anderen Clubs spielen zu lassen, ich plädiere lediglich dafür sie aufgrund dessen nicht erneut zu bevorzugen.
    Und ja, die Kapazitäten in anderen Stadien werden auch erhöht aber nicht in Berlin. Derzeit spielt Union vor knapp 50% der möglichen Zuschauer. Ihr Gegenargument Hertha BSC hinkt aber. Denn Hertha durfte bisher vor maximal 25000 Zuschauern spielen von möglichen knapp 75000, also lediglich 33%. (Das Spiel gegen Frankfurt in Frankfurt ist für die Betrachtung beider Vereine im heimischen Stadion hingegen nicht relevant.) Die bundesweite Regelung sieht aber nunmal max. 50% oder max. 25000 Zuschauer vor. Weicht man hier für Union ab, müsste man dies auch für die anderen Vereine, in dem von Ihnen gewählten Beispiel Hertha BSC, tun.

  3. 11.

    Mit Verlaub, aber Ihre Argumentation weist größere (Wissen-) Lücken als so manche Abwehr auf, S.L. Die Ereignisse um den letzten Spieltag der Vorsaison wurden hier ausreichend beleuchtet und bedürfen keiner weiteren Erklärung - und ganz sicher auch keiner nachträglichen Bestrafung, wie Sie sie offenbar nun in Form einer Antragsablehnung bzgl. des nächsten Heimspiels gerne hätten.

    Der FCU hat in dieser Saison bisher vier Heimspiele absolviert. Und als Besucher dieser Partien kann ich Ihnen sagen, dass das H-Konzept einwandfrei funktioniert hat. Zudem sind anders als von Ihnen behauptet auch in anderen Stadien die Kapazitäten erhöht worden. So findet z. B. das Spiel Eintracht Frankfurt vs. Hertha BSC am Samstag vor 40.000 Zuschauern statt.

  4. 9.

    Ich finde nicht, dass man diesem Antrag von Union stattgeben sollte. Ich erinnere mich an das Pilotprojekt zum Saisonende. Bei diesem hielt sich kaum einer an die vorgegebenen Regel wie Abstand und Maske, zudem kam es zu partyähnlichen Zuständen, welche die Vereinsverantwortlichen in keinerweise unterbanden. Daher finde ich nicht, dass man nun erneut Union Zugeständnisse bei den "Coronaregelungen" machen sollte. (Ich spreche bewusst von Zugeständnisse, auch wenn es Schritte zurück zur Normalität wären, da für alle anderen Vereine u. Ä. noch andere Regeln gelten.)

  5. 8.

    Wo lesen Sie hier Missgunst o. ä. aus den Beiträgen heraus, Fliege? Meinetwegen kann jeder Verein immer vor vollen Rängen spielen, aber darum ging's nicht. Thema war die aktuelle Stadionauslastung, und da ist bsw. bei Hertha noch Luft nach oben. Bei zugelassenen 25.000 ZS liegt der Schnitt gerade bei 19.330, während der FCU bei 10.805 von 11.006 steht. Das ist nun mal Fakt.

    Im Übrigen ist der einzige der Kommentatoren hier der gerne mal Missgunst verbreitet derjenige, dem ich als erstes geantwortet habe. Gleich die ersten Kommentare zum Spiel gegen den BVB:

    https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021/09/fussball-bundesliga-borussia-dortmund-bvb-union-berlin-fcu.html

    https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2021/09/fussball-bundesliga-union-berlin-borussia-dortmund-niederlage-analyse.html

  6. 7.

    Oh Mann,wird mir schlecht wenn ich so einige Kommentare lese,so viel Misskunst,Neid und Blödheit!Egal ob Union,Hertha,Konzerte oder was auch immer…jeder versucht irgendwie voran zukommen und ich gönne es jedem der es schafft ein Stück näher an die Normalität zu kommen!Keiner gönnt dem anderen etwas….

  7. 6.

    @ Gerd: Naja, auch den Gästeblock selbst bei nur 80% der zur Verfügung stehenden Plätze vollzukriegen, ist gegen WOB noch keine ausgemachte Sache. ;-)
    Aber vermutlich werden sich da dann auch noch genügend Nicht-Wolfsburger hineinbuchen, die als neutrale Zuschauer einfach gerne mal die Möglichkeit haben wollen, ein Spiel in der Alten Försterei mitzuverfolgen...

  8. 5.

    Och, Sie sind mir gar nicht mal unsympathisch, scheinen mir nur eben öfters mal etwas wenig 'beschlagen' zu sein, ne Pinguin. Womit ich schon wieder beim Thema wäre: Der FCU fordert doch keine "Sonderrechte", sondern strebt in Richtung "Wiederherstellung der Normalität", soweit dies unter den gegebenen Umständen eben möglich ist. Und dass der FCU auch mal den Mund aufmacht und nicht nur die Großwetterlage abwartend Däumchen dreht bis irgendein anderer mal was(mutiges) sagt, dürfte sich mittlerweile auch über die Grenzen Berlins hinaus herumgesprochen haben.

    Und zur Auslastung meinte ich ja, dass wir unser kleines Stadion ohne Probleme vollbekommen würden, während andere höchstwahrscheinlich Mühe hätten, auf sehr viel mehr als die Hälfte des Vor-C19-Schnitts zu kommen. Dass wir auch was für die Vertragspartner und Dienstleister tun, indem wir z. B. ordentlich den Knorpel aka Bierzähler 'in die Pflicht nehmen', ist ja nun wirklich nichts Verurteilenswürdiges, würde ich meinen. ;-)

  9. 4.

    Mensch Glaudino - dass ich Dir mal zur Seite springe!
    KE und sein Verein bekommen deren Hütte ja immer nur voll, wenn genug Auswärtsfans oder Rucksack-Berliner dabei sind...

    Nu aber genug gekuschelt;

    Das Ihr Köpenicker oft voll seid, liegt aber nicht nur am schlechten Bier, sondern zweifellos auch daran, dass Euer Forsthaus schlichtweg mal ne kleine Bude is...

    ...aber zim Thema:
    Warum fordert Union eigentlich schon wieder Sonderrechte?
    Es nervt zunehmend! - sucht lieber die restlichen Deppen vom Haifa-Spiel!

  10. 3.

    Da bin ich echt mal interessiert auf die Entscheidung. Sie wird Folgewirkung in Berlin auslösen. In jedem Fall, egal wie die Entscheidung des Gerichtes ausfällt, dürfen wir alle auf die Begründung echt gespannt sein. Ich hoffe, dass zumindestens eine salomonische Entscheidung zustande kommt. Dem Anliegen vom 1.FC Union nachzugeben und für den Verein zu entscheiden, fände ich persönlich noch besser...

  11. 2.

    Ach KE, Sie könnten mal etwas kleinere Brötchen backen. Denn mit dieser "Lustigkeit" liefern Sie mir nur eine Vorlage, die ich einfach reinmachen muss. Anders als Ihr Herzensverein könnte der FCU das Stadion bei jedem Spiel in Nullkommanix ausverkaufen, während die Charlottenburger wohl große Schwierigkeiten hätten, auf den Zuschauerschnitt der Vor-Corona-Zeit zu kommen.

  12. 1.

    Huch, sonst ist Andreas Geisel auch ganz schnell, wenn es darum geht, seinem Herzensclub zu helfen. Aber okay, der ist mit Sondierungen beschäftigt, da muss sich Union wohl mal selbst helfen. ^^

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