Senat muss Antrag formell noch genehmigen - Union plant mit mehr als 16.000 Zuschauern und 3G gegen Bayern 

Mo 25.10.21 | 21:56 Uhr
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Unions Spieler vor den Fans im Stadion an der Alten Försterei. Bild: imago-images/Nordphoto
Bild: imago-images/Nordphoto

Der 1. FC Union gab am Montag für das kommende Heimspiel gegen Bayern eine höhere Stadion-Auslastung bekannt. Damit kam der Verein offenbar der offiziellen Genehmigung zuvor. Der Senat hat formell noch nicht über den Antrag entschieden.

Der 1. FC Union Berlin plant gegen den FC Bayern am Samstag (15.30 Uhr) mit 5.000 Zuschauern mehr, als bisher in dieser Saison im Stadion An der Alten Försterei. Am Montagnachmittag gab der Verein auf seiner Homepage bekannt, man habe sich mit dem Berliner Senat auf eine Auslastung von 75 Prozent bei Anwendung der 3G-Regel geeinigt. 16.509 Fans wären damit beim Spiel gegen den Rekordmeister erlaubt. Nach rbb-Informationen ist die von Union Berlin angekündigte Genehmigung für eine erhöhte Stadion-Auslastung allerdings noch nicht offiziell.

Offizielle Entscheidung des Senats erst am Dienstag

Staatssekretär Aleksander Dzembritzki teilte dem rbb auf Nachfrage mit, Unions Antrag sei bislang nicht formell genehmigt. "Im Augenblick ist erstmal die Meldung, dass der Antrag vorliegt und wir uns damit auseinandersetzen und wir nach Lösungsansätzen suchen, die das dann auch ermöglichen", sagte Dzembritzki am Abend im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin. Erst am Dienstag werde der Senat über das Vorhaben entscheiden, erklärte er.

Ein Vereinssprecher des 1. FC Union gab wiederum auf Nachfrage gegenüber dem rbb an, es gebe bereits eine mündlichen Zusage vom Senat für das Vorhaben. Der Verein hat am Montag bereits ein Prozedere zur Ticketvergabe an seine Mitglieder kommuniziert.

Zusätzliche Tickets sollen verlost werden

Bislang durfte Union in dieser Saison nur knapp 11.000 Fans ins Stadion lassen. Die Köpenicker hatten bereits vor dem letzten Heimspiel gegen Wolfsburg eine Erlaubnis für mehr Zuschauer beantragt, damals wurde der Antrag auf 80 Prozent Stadionauslastung noch abgelehnt.

Sollte es dieses Mal auch offiziell mit der Zusage zu 75% Auslastung bei Beibehaltung der 3G-Regel bleiben, will der Verein allen Dauerkarten Inhabern ihren Platz zugestehen und die zusätzlichen Karten an Vereinsmitglieder ohne Dauerkarte verlosen. Für das Losverfahren können sich die Mitglieder bereits seit Montagnachmittag (25.10., 17 Uhr) und noch bis Dienstagnacht (24 Uhr) auf der Homepage der Eisernen anmelden. Die Gewinnerlose sollen anschließend ab Donnerstag eingelöst werden können. Eine offizielle Genehmigung des Senats vorausgesetzt.

Bundesweit immer mehr Zuschauer zugelassen

Sollten die zusätzlichen Karten wie geplant verkauft werden, könnte Union am Samstagnachmittag so viele Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei begrüßen, wie schon seit fast anderthalb Jahren nicht mehr. Mehr als die zuletzt erlaubten knapp 11.000 Fans durften letztmals im März 2020 ins Stadion, beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2:2), das war noch vor dem ersten Quasi-Lockdown, zu Beginn der Corona-Pandemie. Danach stoppte die Bundesliga für einige Wochen ihren Spielbetrieb, anschließend ging es mit Geisterspielen weiter.

So viele Fans wie jetzt durften seitdem nicht mehr ins Köpenicker Stadion, in dieser Saison war bislang eine Auslastung von 50 Prozent erlaubt. Union hatte seit Monaten mehrere Anläufe gestartet, einer Vollauslastung näher zu kommen, bislang erfolglos. In den letzten Wochen wurden auch in anderen Bundesliga-Stadien immer mehr Fans erlaubt, beim Spiel Borussia Dortmund gegen Mainz 05 waren am 8. Spieltag 63.812 Zuschauer im Stadion, in München waren es am vergangenen Spieltag 60.000 gegen Hoffenheim.

 

Sendung: Inforadio, 25.10.2021, 18.15 Uhr

16 Kommentare

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  1. 16.

    .... und wir lieben unsern Club und wir sind stolz auf ihn,
    FC Union aus Berlin ....

    Eiserne Grüße

  2. 15.

    Aufgrund der steigenden Infektionszahlen kann ich mir nicht vorstellen, selbst falls da schon etwas kommuniziert wurde seitens des Senats gegenüber Union, dass dies bis Samstag noch Bestand haben wird.

  3. 14.

    In welcher Hinsicht hat dieser Verein denn eine Sonderbehandlung. Da ist mir nichts bekannt aber ich lasse mich gerne eines bessern belehren . Dann mal bitte aufzählen. Vielen Dank .

  4. 13.

    Ein Verein will Sonderbehandlung, hat noch keine offizielle Genehmigung aber kommuniziert schon alles so, als wenn es offiziell genehmigt wurde. Und keinen interessiert's. Sonderrollen für die kultigen Kultköpenicker sind nämlich mittlerweile Alltag.

  5. 12.

    Und das bei stark steigenden Fallzahlen.Bitte mal erklären Herr Geisel! Aber ist ja logisch das Sie als Fan der Waldfußballer dem zustimmen. Dann auch bitte gleiches Recht für alle.

  6. 11.

    Nun, Hertha hatte vor Corona einen Schnitt von ca 48000 Zuschauern. Das sollte auch in Zukunft wieder das Ziel sein.

  7. 10.

    Knapp 50.000 Zuschauer im Schnitt sind vor Corona in der Saison 18/19 zu Hertha gegangen.
    Quelle: Transfermarkt

  8. 9.

    Was nehmen Sie sich raus entscheiden zu wollen wer wo in ein Stadion darf ? Getestete Menschen sind nicht Menschen zweiter Klasse und haben weder die Pest noch die Cholera . Sind sie getestet sind sie gesund !
    Dazu muss ich sagen das auch ich geimpft bin und voll und ganz hinter jedem stehe der es für sich eben nicht möchte .
    Ich finde es toll das der 1. FC Union endlich wieder Normalität schafft und so viele ins Stadion lässt und das mit einer
    3 G Regel das wünschte ich mir für andere Vereine auch .

  9. 8.

    Liebe Sabine,
    das ist nicht unglaublich, das ist fantastisch, dass sich der 1.FC Union Berlin nicht der 2G -Regel beugt. Ganz großes Kino:-).

    Es muss doch wohl möglich sein mit 3G in ein Fußballstadion gehen zu dürfen. Mir ist nicht ganz klar, warum Sie ein 2G befürworten.

    Legen Sie einfach Ihre Angst ab und Ihre Bedenken beiseite. Bisher ist es zu keinem Ausbruch in der Alten Försterei gekommen und das wird auch sicherlich nicht passieren.
    Frische Luft, Genesene, Geimpfte, Getestete- alles gesunde Menschen, die einfach nur gemeinsam den Fußballwahnsinn erleben wollen.
    Ganz ohne 2G!
    Stellen Sie sich vor- es funktioniert tatsächlich!

    Liebe Grüße Nicole




  10. 7.

    Ob 10.000 oder 60.000 - das macht fürs "Infektionsgeschehen" keinen Unterschied. Die Leute sollen alle ins Stadion dürfen. Auch ohne Test. Denn Impfungen sind nun verfügbar für nahezu alle Gefährdeten. Mehr ist nicht nötig. Wir brauchen wieder Normalität!

  11. 6.

    seit wann kommen bei Hertha 50000 Zuschauer, der Schnitt liegt bei 19000.

    Außerdem fasst das Olympiastadion 74000 Plätze, im Gegensatz zu 21000 in der Alten Försterei.

  12. 4.

    Warum sollen die Füchse keine 75% bekommen wie die Unioner?
    Diesen Schluss kann man nur ziehen, wenn man selbst irgendwie ein Problem hat, ja und da liegt das Problem.

  13. 2.

    Wahrscheinlich nicht, obwohl bei den Füchsen 2G ist.
    Solche Extrawürste gibt es nur für Union, die sich aber strikt weigern 2G anzuwenden. Das ist unglaublich.

  14. 1.

    Bin gespannt ob Hertha BSC dann vor 50000 oder die Füchse vor 8000 spielen dürfen.

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