Spitzenduell in der dritten Liga - Viktoria verliert auch in Magdeburg

Sa 23.10.21 | 16:16 Uhr | Von Jonas Schützeberg
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Vitoria Spieler springt über liegenden Magdeburger Spieler
Bild: imago images/Eibner

Viktoria Berlin bleibt auch im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Gegen den 1. FC Magdeburg, den Tabellenführer in der dritten Liga, hatte die Mannschaft um Trainer Muzzicato gute Chancen, belibt aber in der Tabelle auf Platz acht. Von Jonas Schützeberg

Fußball-Drittligist Viktoria Berlin hat die Rückkehr auf einen Aufstiegsplatz verpasst. Der Aufsteiger unterlag am Samstag beim Tabellenführer Magdeburg mit 0:1 (0:1) und blieb im fünften Pflichtspiel in Folge sieglos. Vor knapp 20.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Magdeburg erzielte Connor Krempicki (4. Minute) die Magdeburger Führung, an der sich im Verlauf nichts mehr ändern sollte.

Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato musste erneut auf seinen Topscorer Tolcay Cigerci wegen einer Entzündung im Fuß verzichten. Der offensive Mittelfeldspieler erzielte in der laufenden Spielzeit schon sechs Tore. Zwei weitere Veränderungen gab es in der Startaufstellung: Viktoria spielte wie gewohnt mit einer Dreierkette, Alexander Hahn ersetzte den gesperrten Pinker und vorn durfte Moritz Seifert über die linke Seite angreifen, Benyamina musste auf der Bank Platz nehmen.

Blitzstart für Magdeburg

Im Spiel der besten Offensive der Liga gegen den zweitbesten Angriff aus Berlin, erwischten die Magdeburger einen Blitzstart. Nach nicht einmal vier Minuten kam Krempicki vor dem Berliner Tor völlig frei zum Schuss, da war Viktoria noch gar nicht richtig im Spiel angekommen. Mit der frühen 1:0-Führung untermauerten die Gastgeber ihre Vormachtsellung in dieser Sasion.

Doch Viktoria schüttelte den frühen Schock schnell ab und spielte mutig auf. Lewald versuchte es immer wieder mit langen Bällen nach vorn, die bei den eigenen Stürmern jedoch eher selten ankamen. Die einzige wirklich gute Chance bot sich für Moritz Seiffert (13.), nach einem starken Pass von Enes Küc, Seiffert war gut über links reingelaufen, doch der Ball rutschte ihm zu weit nach vorn und konnte abgewehrt werden.

Nach 20 gespielten Minuten häuften sich die Chancen wieder für Magdeburg, weil die Pässe der Berliner oft zu ungenau waren. Die Hausherren spielten sich nun fast mühelos durch die Gästeabwehr, Müller (36.) legte aus zehn Metern vor dem Tor auf den freien Krempicki ab, doch der vergab die Großchance und schoss übers Tor.

Krahl hält Viktoria mit Glanzparade im Spiel

In der ersten halben Stunde ließ Viktoria Magdeburg viel zu oft im eigenen Strafraum gewähren, obwohl kaum Tempo im Spiel war. Magdeburg hatte nun fast im Minutentakt Chancen. Alexander Bitroff (42.) wurde bereits zum zweiten Mal heftig gefoult, dieses Mal von Julian Krahl im Strafraum, der folgende Elfmeter ging völlig in Ordnung.

Luca Schuler (44.) gegen Julian Krahl hieß das Duell und der Sieger war der Berliner. Krahl sprang in die richtige Ecke und hielt den halbhohen Schuss in die rechte Ecke, eine starke Parade des Keepers.

Anderes Bild in der zweiten Hälfte

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Viktoria deutlich gefährlicher und es gab die Riesenchance für Falcao (47.) nach gerade einmal anderthalb Minuten vor dem leeren Magdeburger Tor. Der Ball kam von der linken Seite rein und Falcao ließ sich einen Moment zu viel Zeit.

Die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte gehörte klar den Gästen und der Ausgleich lag nicht weit entfernt nach einem überragenden Ball von Jopek (61.) in den Lauf von Seiffert. Doch Magdeburgs Reimann konnte den versuchten Abschluss gerade noch so mit der Hacke klären und der Ball rollte ganz knapp am Außennetz vorbei. Beiden Mannschaften boten sich in der Folge gute Chancen, die jedoch keine verwerten konnte.

Viktoria muss weiter auf einen Sieg warten

Viktoria drückte im Schlussviertel immer mehr und der Ausgleich wäre verdient gewesen. Kurz vor Schluss (82.) gab es nochmal einen langen Ball, das beste Mittel der Berliner in dieser Partie, aus dem Mittelfeld in den Strafraum des Gegners, aber Jannis Becker traf den Ball nicht richtig und der segelte weit über das Tor.

Den Schlusspunkt hätten die Magdeburger setzen müssen (87.) Jason Ceka hätte selbst vollenden können, gab den Ball aber mannschaftsdienlich vor dem Tor nochmal rüber auf Kai Brünker, da lag der Berliner Keeper Krahl bereits am Boden. Doch Brünker verstoppte die nahezu 100-prozentige Chance.

Für Magdeburg war es bereits der neunte Sieg in der laufenden Saison. Viktoria muss auch nach fünf Spielen in Folge weiter auf einen Sieg warten, aber vor allem die zweite Hälfte kann Auftrieb für das nächste Spiel zu Hause gegen Dortmund II geben.

Sendung: rbb Berlin, 23.10.2021, 14:00 Uhr

Beitrag von Jonas Schützeberg

2 Kommentare

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  1. 2.

    War ja ganz nett, mal etwas neues zu Beobachten. Aber ist wohl schnell die Luft raus gewesen.

  2. 1.

    Nur der FCM, schade es war mehr drin für Magdeburg!

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