3:1-Sieg - Hertha müht sich in Münster ins DFB-Pokal-Achtelfinale

Di 26.10.21 | 21:01 Uhr
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Stevan Jovetic im Spiel gegen Preußen Münster. Quelle: imago images/Revierfoto
Audio: Inforadio | 26.10.21 | Burkhard Hupe | Bild: imago images/Revierfoto

Es war ein hartes Stück Arbeit: Hertha BSC hat sich am Dienstag in der zweiten DFB-Pokal-Runde bei Preußen Münster durchgesetzt. Zwei Tore in der Schlussphase sicherten der Dardai-Elf den Einzug ins Pokal-Achtelfinale.

Hertha BSC hat sich durch einen Arbeitssieg bei Viertligist Preußen Münster für das DFB-Pokal-Achtelfinale qualifiziert. Die Dardai-Elf gewann am Dienstagabend in Münster mit 3:1 (1:1). Die Berliner spielten eine komplette Halbzeit in Überzahl, agierten aber nur selten wirklich dominant.

Am Ende war der Sieg aufgrund der Überlegenheit in der Schlussphase trotzdem verdient.

Der Spielverlauf

Hertha gelang ein Traumstart: Nach nur drei Minuten lag der Bundesligist in Münster in Front. Nach einer schönen Kombination über Davie Selke und Dennis Jastrzembski schoss Stevan Jovetic in der Mitte volley zur frühen Führung ein. Hertha agierte von Beginn an dominant, spielte zielstrebig nach vorne und wurde so in der Anfangsphase seiner Favoritenrolle gerecht. Insbesondere über die linke Seite mit Marvin Plattenhardt und Jastrzembski machten die Blau-Weißen zu Anfang viel Druck. Nach zwanzig Minuten hatte Jovetic die nächste gute Möglichkeit, setzte sich im Strafraum gekonnt durch, scheiterte aber an Münsters Torwart Maximilian Schulze Niehus.

Allerdings wurde auch Münster in dieser Phase immer mutiger und kam einige Male zu guten Abschlüssen. Alexander Schwolow im Hertha-Tor hielt zunächst aber sicher. In der 41. Minute war der 29-Jährige dann allerdings chancenlos. Nachdem Alexander Langlitz nach einem schönen Preußen-Angriff noch am Pfosten scheiterte, verwandelte Thorben Deters den Abstauber direkt im Anschluss zum 1:1-Ausgleich. Mit diesem Stand ging es dann auch in die Pause, allerdings sah Münsters Nicolai Remberg noch vor der Halbzeit wegen einer Schwalbe die Gelb-Rote Karte (45.+1) und schwächte sein Team so früh.

Belfodil bringt die Entscheidung

Hertha gelang es nach dem Wiederanpfiff zunächst nicht, die Überzahl zu nutzen. Immer wieder stockte es im Berliner Spielaufbau. Hertha fand auch im zweiten Durchgang zunächst nicht zum flüssigen Spiel aus den ersten Minuten der Partie zurück. Dardai reagierte und brachte mit Suat Serdar und Marco Richter (55.) zwei neue Kräfte im Mittelfeld. Zunächst mit nur wenig Erfolg: Hertha kam auch weiterhin nicht richtig zurück ins Spiel und ließ Münster immer wieder Chancen zum Kontern.

Erst in der 70. Minute wurde die Dardai-Elf wieder gefährlich. Einen strammen Schuss von Deyovaisio Zeefuik parierte Schulze Niehus stark. Auch fünf Minuten später war der Preußen-Keeper gegen den eingewechselten Ishak Belfodil wieder gut zur Stelle. In der 79. Minute brachte Belfodil dann aber doch die Führung. Nachdem Schulze Niehus einen Schuss von Lucas Tousat erneut gut hielt, staubte der Stürmer ins leere Tor ab.

Den Schlusspunkt unter eine Partie, die Hertha nach einem harten Stück Arbeit gewann und so ins DFB-Pokal-Achtefinale einzog, setzte Richter mit dem Treffer zum 3:1 in der 83. Minute.

Die Kurz-Analyse

Hertha startete gut. Immer wieder spielten die Berliner flüssig und schnell nach vorne und gingen nach einem sehr stark gespielten Angriff daher auch verdient früh in Führung. In der Folge ließen die Blau-Weißen Münster dann aber unnötig ins Spiel kommen. Die Preußen hatten viel Ballbesitz und bekamen von Hertha zu viel Raum. Immer wieder kam die Mannschaft von Sascha Hildmann daher gefährlich vor das Tor von Schwolow und in der 41. Minute auch durchaus verdient zum Ausgleich.

Auch während der langen Überzahl im zweiten Durchgang wurde Hertha nicht zwingender. Im Gegenteil: Die dezimierten Preußen kamen immer wieder zu guten Gelegenheiten, während die Berliner zu oft in der Münsteraner Hintermannschaft hängenblieben. Erst in der Schlussphase, als bei den Gastgebern langsam die Kräfte nachließen, kam Hertha zu Möglichkeiten und nutzte diese für den Sieg.

Das sagt das Netz

Ruhiger Fußball-Abend? Nicht für Hertha BSC in Münster:

Auch als Hertha in Überzahl spielt, sind viele Fans nicht zufrieden:

Am Ende kommt Hertha weiter, die Fans sind freut's:

Der Liveticker zum Nachlesen

Sendung: rbb24, 26.10.2021, 21:45 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Ja, Hertha und der Pokal… ;-) Irre. Aber offenbar ist gerade der Wille zum Erfolg in den Köpfen. Weiter so.

  2. 1.

    Ein Wunder! Runde drei und Hertha ist dabei! Glückwunsch an Palchen und seine Jungs!

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