Füchse Berlin und Kiel spielen unentschieden - Kein Sieger im Handball-Spitzenspiel

Die Füchse Berlin im Heimspiel gegen Kiel. / imago images/Nordphoto
Video: Sportschau | 10.10.2021 | Christian Dexne | Bild: imago images/Nordphoto

Die Füchse Berlin und der Rekordmeister THW Kiel spielten um die Tabellenspitze und trennten sich mit einem Unentschieden. In einem packenden Spiel vor voller Berliner Halle schaffte es keine der Mannschaften, sich klar abzusetzen.

Die Füchse Berlin bleiben in der aktuellen Saison der Handball-Bundesliga ungeschlagen. Im Spitzenspiel gegen den THW Kiel in Berlin gab es am Sonntag keinen Gewinner, sondern ein 28:28. Dabei überzeugten auf Berliner Seite vor allem Lasse Andersson und Dejan Milosavljev.

Andersson mit fünf Toren in der 1. Hälfte

Beide Mannschaften waren ungeschlagen in den sechsten Spieltag der Handball-Bundesliga gegangen und hatten als Ziel die Tabellenspitze ausgegeben. Dementsprechend intensiv war das Spiel. Kiel ging nach dreieinhalb Minuten das erste Mal mit 3:2 in Führung. Dass sich der Rekordmeister zu Beginn nicht weiter absetzen konnte, lag vor allem Lasse Andersson, der immer wieder Lücken in der Kieler Abwehr fand.

Es entwickelte sich ein sehr temporeiches und körperliches Spiel, in dem die Schiedsrichterinnen Tanja Kuttler und Maike Merz Spieler beider Seiten wiederholt verwarnen mussten. Hans Lindberg wurde dann als erster Spieler mit einer Zeitstrafe vom Feld geschickt. Die Füchse überstanden die zwei Minuten allerdings unbeschadet. Kurz vor der Halbzeitpause glichen sie zum 14:14 aus.

Milosavljev macht den Unterschied

Vor 3.600 Zuschauerinnen und Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle kehrten beide Mannschaften zurück aufs Feld, um genau dort anzusetzen, wo sie aufgehört hatten: Viele Pässe, voller Einsatz und hohes Tempo.

Steffen Weinhold spielte für die Kieler wieder einen kleinen Vorsprung heraus, den sich die Füchse aber schnell zurückholten. Die zweite Halbzeit war von vielen Führungswechseln geprägt, wobei sich keine der Mannschaften dauerhaft absetzen konnte. Für Berlin sprach insbesondere der Torhüter Dejan Milosavljev, der im Vergleich zu Kiels Landin deutlich besser verteidigte. Er kam auf insgesamt 17 Paraden und brachte die spielentscheidende Aktion. Kurz vor Ende der 60 Minuten, bekam Hendrik Pekeler eine Zeitstrafe und Hans Lindberg schaffte den 28:28-Ausgleich. Kiel setzte auf sechs Feldspieler, doch Milosavljev parierte den letzen Angriff erfolgreich.

Füchse sind zufrieden mit einem Punkt

Der Füchse-Trainer Jaron Siewert zeigte sich nach dem Spiel mit dem Ergebnis zufrieden: "Das war sehr, sehr anstrengend. Ohne die Fans hätten wir den Punkt nicht geholt." Das Publikum habe dabei geholfen, alle Spieler auf 100 Prozent zu bringen. "Wir haben die Kräfte ganz gut verteilt, aber es war super intensiv und hat richtig Spaß gemacht", sagte der Kapitän Paul Drux. Die Mannschaft habe gewusst, was auf dem Spiel stehe: "Es war auf jeden Fall eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns weiterentwickelt haben."

Am Donnerstag, 14. Oktober, steht für die Füchse das nächste Spiel an. Dann spielen sie auswärts gegen die TSV Hannover-Burgdorf, die derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz steht.

Sendung: rbb UM6, 10.10.2021, 18 Uhr

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