Recherche von ARD-Kontraste - Eltern beklagen unzureichende Betreuung in Nachwuchszentrum von Union Berlin

Do 25.11.21 | 06:22 Uhr
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1. FC Union Berlin, Nachwuchsabteilung (Quelle: imago images/Matthias Koch)
Audio: Inforadio | 25.11.2021 | Martin Adam | Bild: imago images/Matthias Koch

Mit dem Versprechen einer Profi-Karriere locken die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligavereine junge Talente an. Doch Eltern von Kickern des 1. FC Union beklagen, dass der Verein sich nicht um ihre Kinder gekümmert habe. Von Christian Humbs, Daniel Laufer, Laurenz Schreiner, Efthymis Angeloudis

Tore schießen wie Taiwo Awoniyi, lange Pässe schlagen wie Max Kruse oder reingrätschen wie Christopher Trimmel - viele Kinder haben den Traum, so zu werden wie ihre großen Fußballidole beim 1. FC Union. Doch auf dem Weg dahin erwartet die Fußballprofis von morgen ein oft steiniger Weg. Denn in den Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Bundesligavereine kann der Traum vom Profifußball zum Albtraum werden - das Versprechen von betreutem und altersgerechtem Wohnen platzen.

Auf den langen Weg zum Profifußball machte sich auch Paul*, der 2018 als Zwölfjähriger beim Nachwuchs von Union Berlin anfing und dafür aus Brandenburg in eine WG in den Berliner Osten zog. Der Verein war laut einem Vertrag, den Pauls Eltern mit Union unterschrieben hatten, für seine Unterbringung zuständig. Doch die Unterkunft soll nur eine Notlösung sein: Ein neues Gebäude für die Kinder- und Jugendabteilung muss erst noch gebaut werden. Trotzdem ziehen schon im Jahr darauf zwei weitere Zwölfjährige ein, darunter Felix*.

Nachwuchsleistungszentren – kein Ort für Kinder?

Über das, was Paul und Felix bei Union erlebt haben sollen, gehen die Erzählungen auseinander. Ihre Eltern sagen heute, die Betreuung in der Wohnung sei zeitweise "katastrophal" gewesen. Ihnen wurde Rundumbetreuung vor Ort, Essen, Trinken und Nachhilfe versprochen. "Das sich alles anders entwickelt hat, war enttäuschend", sagt Pauls Mutter.

Der Verein bezeichnet das als "unglaubwürdig" – die Eltern hätten sich nie negativ geäußert, vielmehr habe es positive Rückmeldungen gegeben. Es erschließe sich dem 1. FC Union Berlin nicht, dass jemand sein Kind über Jahre in "katastrophalen" Umständen wohnen lassen würde, ohne einzugreifen.

Richtig ist, dass Paul und Felix Union im Sommer nach mehreren Jahren verlassen haben. Doch Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste und von Ippen Investigativ wecken Zweifel daran, dass der Klub seiner Verantwortung für die Kinder immer gerecht geworden ist.

Betreuer: Wohnung war vorübergehend gedacht

Aus einem Unterbringungsvertrag geht hervor, dass der Verein Eltern versichert hatte, die Kinder von Sonntag bis Freitag zu betreuen. Zuständig dafür war ein Sportpsychologe Mitte 20, der ebenfalls in der WG lebte. Häufig sei dieser allerdings nicht da gewesen, sagt Paul. "Vor allen Dingen nicht nachts, manchmal hatte ich ein bisschen Angst."

Auch der Vater von Felix gibt an, die Kinder seien oft allein gewesen. Vertraglich geregelt war auch eine sportgerechte Grundversorgung der Nachwuchsspieler. Felix' Vater sagt, sein Sohn habe ihn schon kurz nach dem Einzug angerufen und gefragt, wie ein Wasserkocher funktioniere, um Fünf-Minuten-Terrine aufzuwärmen. Den Eltern zufolge hätten in der WG oft Lebensmittel gefehlt. Der Verein widerspricht: Die Kinder seien betreut worden und die Versorgung sei zu jeder Zeit sichergestellt gewesen.

Mit den Vorwürfen konfrontiert, reagiert der Betreuer überrascht. Man habe sich bemüht, die Unterbringungssituation zu verbessern. "Aus meiner Perspektive war die Wohnung nur vorübergehend gedacht." Zunächst hätten vor allem ältere Nachwuchsspieler in der WG gelebt, erst später seien auch jüngere eingezogen. An diesem Punkt habe der Verein gemerkt, dass die Form der Betreuung "nicht altersgerecht" sei, sagt der Betreuer.

Der Verein stellte zur Betreuung eine weitere Person ein, die zweimal pro Woche kam – an den Tagen, an denen der Betreuer nach eigenen Angaben abends weg war. Im Großen änderte sich die Situation für die Jugendlichen offenbar erst, als der Verein im Sommer 2020 neue Räume anmietete.

Unfall auf Auswärtsfahrt

Die deutliche Kritik an Union Berlin hängt womöglich auch mit einem Vorfall zusammen, der das Vertrauen von Eltern in den Verein erschüttert zu haben scheint. Auf dem Rückweg von einer Auswärtsfahrt im Sommer 2020 verlor ein Bereichsleiter des NLZ offenbar die Kontrolle über einen Kleinbus mit Jugendspielern und fuhr gegen eine Leitplanke. Wohl nur durch Glück wurde niemand verletzt.

Erst spät informierte der Verein die Eltern. In einer WhatsApp-Nachricht vom Nachmittag des Folgetags schilderte ein Mitarbeiter knapp, dass es einen Unfall gegeben habe. Der Vater nennt die Kommunikation im Interview eine "Frechheit". Der Verein teilt dazu auf Anfrage mit, der Schaden sei erst bei Tageslicht erkennbar gewesen. Intern hielt er den Vorgang jedoch offenbar für so problematisch, dass er dem Unfallverursacher ein Fahrverbot erteilte.

Nicht ausgezahlte Prämie

Für Ärger sorgte auch ein Vertrag, den Union Berlin mit dem damals zwölfjährigen Felix abgeschlossen hatte – eine sogenannte Nachwuchsfördervereinbarung. Der Verein verpflichtete sich, über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 3.000 Euro auf ein Sparkonto einzuzahlen. Ausbezahlen wollte er das Geld aber nur, wenn der Spieler am Ende einen Fördervertrag unterzeichnete. Doch den bot Union Berlin Felix gar nicht an. Sein Vater spricht von einer "Schweinerei".

Union Berlin verteidigt die Praxis. Es handele sich um "ein vereinsseitiges Angebot ohne daraus resultierende Verpflichtungen oder Bindungen für Eltern oder Spieler".

Ein Leiter eines Nachwuchsleistungszentrums eines anderen Bundesligavereins bezeichnet die Vereinbarung gegenüber Kontraste und Ippen Investigativ als "unseriös" und "höchst bedenklich". Ein solches Dokument habe er trotz langjähriger Erfahrung im Jugendfußball noch nie gesehen.

Eltern bereuen Entscheidung

Im Nachwuchs der Bundesligisten reicht es trotzdem am Ende nur für die Allerwenigsten. Union Berlin übernimmt nach eigenen Angaben pro Jahr ein bis zwei Spieler in seinen Profikader. Pauls Traum von der Fußballkarriere bei dem Hauptstadtklub ist geplatzt. Im Sommer ließ er das vereinseigene Internat und seine Freunde zurück, wechselte die Schule, zog zurück zu seinen Eltern nach Brandenburg. Diese zeigen inzwischen Reue. "Ich würde mein Kind nie wieder in diesem Alter in eine Wohngemeinschaft schicken." Es sei deutlich zu früh gewesen, ihren damals zwölfjährigen Sohn in dem NLZ unterzubingen.

Am Ende habe Paul sich gefühlt, als habe er komplett versagt. "Bis heute weiß ich nicht, warum ich rausgeflogen bin", sagt er. Der Verein schreibt dazu auf Anfrage, Pauls und Felix' Leistung habe stagniert. Folglich habe man den beiden frühzeitig mitgeteilt, dass sie die "Weiterführungskriterien" nicht erfüllten.

*Name von Redaktion geändert

Sendung: ARD, Kontraste, 25.11.2021, 21:45 Uhr

29 Kommentare

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  1. 29.

    Was hat Sie nach Ansicht des "Kontraste" Berichts denn genau erschüttert, so dass Sie sogar für eine (ggf.) Schließung des NLZ plädieren, Berndinho? Ausser anonym vorgetragenen und recht diffusen Vorwürfen gab's dort m. E. nichts zu vermelden, das dies auch nur im Entferntesten rechtfertigen würde.
    Der Jugendspieler "Paul" z. B. meinte, dass er Angst hatte (Zitat: ". . . sag ich mal"), wenn der Betreuer mal nicht da war . . . ernsthaft?!

    Der Verein hat laut eigener Aussage im Bericht auch immer wieder nachgebessert und z. B. einen Nachhilfelehrer sowie eine Pädagogin eingestellt, die auch für die Jungens Essen gekocht hat. Wenn man den "Kontraste" Beitrag mal objektiv betrachtet auf dessen Gehalt abklopft, bleibt so gut wie nichts von den eingangs behaupteten "heftigen Vorwürfen" übrig. Das ist nahezu eine Nullnummer des "Ippen Investigativ" Teams. Viel interessanter war doch das nur am Rande beleuchtete Thema bzgl. der "Rekrutierung" von Sechsjährigen durch den FC Bayern München.

  2. 28.

    Ich bin ehrlich gesagt etwas erschüttert nachdem ich gestern auch den Bericht bei Kontraste gesehen habe.
    Es kann doch wohl nicht sein dass Betreuer in einer Unterkunft dieser Kinder ihre Aufsichtpflicht verletzen.
    Ich bin der Meinung dass man da nochmal genauer hinschauen sollte und ggf. dieses NLZ schließen muss bis diese Missstände behoben sind.
    Welche Profis soll denn Union da überhaupt schon herausgebracht haben?? In der 1. Mannschaft spielen ja nicht einmal Berliner und von eigenem Nachwuchs ist da nichts zu sehen.
    Im Gegenteil...Etienne Nikol (Sohn der "Union- Legende") ist wegen Perspektivlosigkeit besser zum Stadtrivalen gewechselt.

  3. 27.

    Ich lese in Ihren Beiträgen nichts Prophetisches, sondern vielmehr Falschbehauptungen, Überheblichkeit und Selbstzufriedenheit auf dem Niveau einer 5 Minuten Terrine. Zum eigentlichen Thema haben Sie sich bisher jedenfalls nicht geäussert, Bernd aus Westberlin.

  4. 26.

    Die Fassade bröckelt weiter....

  5. 25.

    Danke für Ihre Beiträge! Nicht, dass Sie damit ein neues Licht auf diesen sonderbaren Verein werfen, sondern dafür, dass sich dadurch meine Prophezeiung in allen Punkten bewahrheitet hat...

  6. 24.

    Was nun diese Nachwuchsfördervereinbarung betrifft, die den Jungen vom Verein angeboten wurde und die ein hier nicht namentlich genannter Vertreter eines anderen NLZ als "höchst bedenklich" bezeichnet, verstehe ich so, als dass der Verein als zusätzlichen Anreiz für die Jungs ein Sparkonto eröffnet, dessen Auszahlung daran gebunden ist, dass nach drei Jahren NLZ ein Fördervertrag unterzeichnet wird.

    Wenn dieser Vertrag nicht zustande kommt, weil der Spieler sich nicht wie erhofft entwickelt hat, um weiterhin gefördert zu werden und dadurch eine Chance für die erste Mannschaft zu bekommen, dieser Betrag dann nicht ausgezahlt wird, ist das keine "Schweinerei", wie es der Vater von "Felix" bezeichnet, sondern m. E. selbstverständlich. Denn warum sollte der Verein einem Spieler, der dort keine Zukunft hat, ein quasi 'Abschiedsgeschenk' von 3000€ machen?

  7. 23.

    Nun, man sollte mal auf die Details in den Aussagen der Eltern achten, um deren Vorwürfe z. B. bzgl. der angebl. "katastrophalen Umstände" in denen die Kinder in der WG leben mussten zu reflektieren.

    Da schicken also z. B. Eltern ihren 12 -jährigen Sohn "Felix", den sie offenbar für reif genug hielten den Leistungsanforderungen in einem NLZ gewachsen zu sein, in die Welt hinaus, um ihm den großen Traum vom Fussballprofi zu ermöglichen. Und dieser Junge ruft dann kurz nach Einzug in die WG z.H. an, um zu erfragen, wie man einen Wasserkocher bedient, damit er sich eine "Fünf-Minuten-Terrine aufzuwärmen" kann.

    Für mein Dafürhalten zeigt sich an diesem kleinen Beispiel, dass die Eltern das Level der Selbstständigkeit ihres Jungen nicht wirklich realistisch beurteilt haben, und die "Schuld" für sein "Scheitern" durchaus mal bei sich suchen könnten, anstatt diese komplett auf den Verein abzuwälzen.

  8. 22.

    Alle hier in Verteidigungshaltung für Ihren Verein, oder was?
    Kann es auch mal sein, dass wirklich was schief gelaufen ist?
    Würde nicht jeder den größten Wunsch seines Kindes erfüllen, wenn der Fußballprofi werden will? Damit kann man auch nicht warten bis sein Kind volljährig ist. Talentfrei könne die Kids ja nicht gewesen sein, sonst hätte man sie ja nicht aufgenommen. Vereinseitig hätte man halt noch keine 12 jährigen aufnehmen sollen, wenn die Wohnsituation / Betreuung noch nicht gut ist und erst ein neues Jugendleistungszentrum / Internat gebaut werden soll. Das ist sicher nicht nur ein Problem bei Union, trotzdem muss man darüber berichten könne, damit andere Eltern vielleicht daraus die Erkenntnis ziehen, ihr Kind nicht so etwas zuzumuten.
    Es einfach als eine Art Vergeltung zu bezeichnen für einen Beendigung der Förderung erinnert mich daran, das missbrauchten Frauen auch immer als erstes vorgeworfen wird, dass der Rock zu kurz war. Ich weiß das ist ein blöder vergleich.

  9. 21.

    Viel interessanter ist doch eher die Frage: Woher haben Sie Ihr Unwissen? Wenn man bei rbb24.de schreibt, dann sollte man auch regelmässig lesen...

  10. 20.

    Schon als Kind kannte ich den Begriff "Eislauf-Mutti". Es gibt dann sicher auch den "Fußball-Papa". Das sind für mich die Elterntypen, von denen man später seinem Psychotherapeuten auf der Couch erzählt. Wer sein Kind schon mit 12 in den Rachen des Monsters Profifußball wirft, hat sich in meinen Augen als Erziehungsberechtigte(r) disqualifiziert. Man darf dennoch fragen: Gibt es eigentlich Mindeststandards für Internate und wenn ja, wurden die hier angewandt? In jedem Fall sollten zuerst die Voraussetzungen für eine Sportschule geschaffen werden und dann erst Schüler aufgenommen werden. Gilt alles völlig unabhängig von den Farben des Vereins.

  11. 19.

    Leider ist in diesem Bericht exemplarisch vom 1. FC Union die Rede. Auf der ARD Tagesschau Seite findet man die wahren Autoren. Ich dachte immer, das sich die Journalisten von ARD dank unserer Gebührengelder, von den privaten Unterscheiden. Ippen-Investigativ bezieht sich dabei auf eine andere Plattform aus der Gruppe. BuzzFeed-News hat u.a Schlagzeilen auf Ihrer Internetseite wie 17 Arbeitsplätze, die wohl darauf aus sind, Ihre Mitarbeiter*innen umzubringen.
    Diese Art von Journalismus ist mit Qualitätsjournalismus, den die ARD vorgibt zu tun, für mich nicht zu vereinbaren. Wo bleibt hier auch die Beleuchtung der Verantwortung der Eltern für Ihre Kinder. Mit 12 Jahre in den Leistungssport geben ? Sind sich die Eltern nicht bewusst, was da passiert? Ein richtiger Bericht wäre es vielleicht geworden, wenn man bei allen Bundesligaclubs recherchiert hätte , als nur bei einem Club, der ausgerechnet aus dem Osten kommt und eine andere Herangehensweise an den Fußball hat. Schade !

  12. 18.

    Auch als leidenschaftlicher Unioner würde ich es ablehnen, mein Kind in ein NLZ zu schicken.
    Mein Kind mit 12 aus der Heimat rausreißen, in eine fremde Stadt ohne Eltern um es eventuell mal in den Leistungssport zu schaffen? Da habe ich als Elternteil permanent die Aufgabe, trotz der Distanz für mein Kind da zu sein. Und wenn etwas unangenehm ist, handele ich sofort und kommuniziere mit den Verantwortlichen.
    Ich als Elternteil bin für das Wohlergehen meines minderjährigen Kindes zuständig. Ich muss nah dran bleiben- auch wenn ich weit weg bin.
    Jahre später, nach der Aussortierung, anfangen zu kritisieren? Das hat ein schlechtes Geschmäckle.

  13. 17.

    Mit Sicherheit gab es Probleme am Anfang im NLZ,gibt es fast immer wenn was Neues entsteht,egal wo,dann kommt es immer auch auf die Mitarbeiter an,ob alles so umgesetzt wird,wie es geplant war.Wurde der Verein zeitgerecht informiert?Hat der Verein reagiert?Wie ist der Zustand jetzt ?Wurde nachgebessert?Hat sich die Lage verändert?Wurde aus Fehlern gelernt?Meine Informationen sagen ja,aus der Situation hat Union gelernt und verbessert!Fraglich ist tatsächlich der Zeitpunkt der Erscheinung des Artikels aus meiner Sicht.Gekränkter Stolz im Nachhinein?Ich weiß es nicht…Hauptsache es wird nicht wieder nur oberflächlich was in Raum geworfen…

  14. 16.

    Die Eltern haben also gedacht, sie können ihre Jungs irgendwo abkippen und bekommen sie dann irgendwann als tolle Fußballprofis zurück. Sehr sympathisch.

  15. 15.

    Wird bei diesem sensiblen Thema auch mal ordentlich zuende recherchiert, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen??
    Bis jetzt steht weitgehend Aussage gegen Aussage, also ein ähnlicher Fall wie bei Herrn Joram vom Sportbuzzer vor einem halben Jahr, wo danach (auch) nichts Neues kam.
    Übrigens waren sich die Journalisten nicht zu blöde, einen NLZ-Chef eines Bundesligisten zum Kasus zu befragen und haben wahrscheinlich auch noch allen Ernstes mit einer objektiven Darstellung zur Nachwuchsarbeit eines Konkurrenten!! gerechnet!
    Letzter Punkt: Kann es Zufall sein, dass gerade heute die Recherche öffentlich gemacht wird, wo fast die gesamte Union-Entourage (incl. Präsident und Pressesprecher) in Israel zum CL-Spiel gegen Haifa weilt und nur bedingt "reaktionsfähig" ist??

  16. 14.

    Der Fußball hat eine sehr exponierte Stellung in unserer Gesellschaft, die immer weiter wächst. Er muss mit Nachwuchs versorgt werden. Das Prinzip der Nachwuchzentren wird in fast allen Sportarten angewendet und wird kritiklos hingenommen, bis an irgendeiner Stelle ein Missstand festgestellt wird, wie jetzt bei Union. Bei aller Peinlichkeit für den Verein müssen sich aber die Eltern fragen lassen, ob sie wirklich das Beste für ihre Kinder tun, wenn sie es von einem Fußballverein!!!! erziehen lassen.
    Nebenbei: Wenn man sich den Bundesligkader ansieht, wird klar, dass Union das nur aus einer Verpflichtung den Statuten gegenüber macht. Nachwuchs ist denen egal...

  17. 13.

    Es scheint so, dass hier „alte Rechnungen“ von Journalisten beglichen werden... Und Eltern Leistungen und Anstrengungen so interpretieren, wie man es heute oft antrifft? Egal welches Alter man hat, das Glücksgefühl nach hohen Anstrengungen ist erheblicher als die „Rache“ hinterher. Aber auch solche Leute können Glücksgefühle erleben, wenn man sich kleinere Ziele setzt...
    Das Thema ist nicht geeignet um Fanrivalitäten auszutragen. Union ist, mit dem geplanten Bau, auf dem Weg, die gute Nachwuchsarbeit in Cottbus und bei Hertha auch zu erreichen. Und das sind überall echt anerkannte Zentren, was für die Region in der Nachwuchsarbeit spricht. Enttäuschte wird es immer geben, aber das ist nicht schlimm.

  18. 12.

    Wird sicher wieder schöngeredet, wie man das aus der Richtung so kennt. Schuld sind immer die anderen.

  19. 11.

    Man muss nicht Herr G. sein um zu fragen: Woher haben Sie Ihr Insider-Wissen?

  20. 10.

    Mein Sohn und andere spielten in der KAW MOL (2007 bis 2010) mit Möglichkeit zur Ausbildung als Profifußballer im NLZ, davon erhielten 4 den Platz. Aber: Es gilt das Leistungsprinzip. Auch sollten die Kinder recht selbstständig sein. Der Tagesablauf ist ab 6.30 Uhr bis abends streng durchstrukturiert. Bei 2 Kindern entschieden die Eltern, unser Kind soll noch Kind bleiben und verzichteten auf den Platz im NLZ. Mein Sohn sagte zu mir KAW Ja, NLZ Nein. Ich akzeptierte das einfach, es war gut so!

  21. 9.

    Ist das nun ein weiterer Versuch den FCU zu diffamieren bzw. eine große Sache daraus zu machen.
    Warum sind die vor einem halben Jahr veröffentlichten Rassismusvorwürfe im NLZ im Sande verlaufen oder warum wurde diesbezüglich nicht weiter recherchiert, stattdessen ein neues Fass aufgemacht?
    Richtig, weil es nix zu recherchieren gab.

    Nun also ein weiterer Versuch sich zu verbeißen. Mal schauen wie lange es diesmal dauert bis diese "Vorwürfe" widerlegt bzw. differenziert werden.

  22. 8.

    Darf ich das auch alles relativieren und runterkochen? Oder warten Sie lieber auf Glaudino :-)
    Es liegt doch wohl an den Eltern, was die von ihren Kindern fordern und erwarten und inwieweit sie sich um ihren Nachwuchs kümmern und was sie ihm zumuten.
    Wer keine Leistung bringt, in den investiert übrigens auch eine Hertha und alle anderen Vereine keinen Cent.

  23. 7.

    Ich kann nicht beurteilen, ob die Vorwürfe der Eltern berechtigt sind. Als einer, der vor 44 Jahren selbst im Alter von 15 in das Internat einer Kinder- und Jugendsportschule gezogen ist, darf ich aber anmerken, dass ich es für verwunderlich halte, dass Eltern von 12-jährigen meinen, Ihre Kinder würden in der Ferne die gleiche Fürsorge und Zuwendung erhalten wie zu Hause. Natürlich wird von den Kindern dort sehr viel Selbstständigkeit und Eigenverantwortung erwartet.
    Des weiteren geht es um LEISTUNGS-Sport. Es ist doch naiv zu glauben, dass allein die Aufnahme in ein Nachwuchsleistungszentrum eine spätere Erfolgsgarantie gibt. Es ist völlig normal, dass Kinder und Jugendliche, die aus verschiedensten Gründen die erwartete Lesitung nicht erbringen, dort fehl am Platz sind. Es ist im Leistungssport immer nur sehr sehr Wenigen vergönnt, ganz oben zu stehen.
    Eltern sollten vor allem Wert darauf legen, dass ihr Kinder in erster Linie Spaß am Sport haben.

  24. 6.

    Was veranlasst Eltern dazu einen 12-jährigen in ein Wohnheim einer hochleistungsschmide zu geben? Das wohl des Kindes oder der eigene Ehrgeiz? Ich denke wohl letzteres. Und wenn der eigene Ehrgeiz dann nicht befriedigt wird, kommt das schmutzige Wäsche waschen hinterher.

  25. 5.

    Union und der Nachwuchs mal wieder. Mittlerweile ein leidiges Thema:
    1. Die mit Migrationshintergrund will man nicht.
    2. Die zum Verein passen, vernachlässigt man.
    3. Der Verein dementiert in allen Fällen.
    4. Herr Glaudino wird alles relativieren und runterkochen.
    Alles in allem zeigt sich mal wieder, dass Union die "große Familie" nur zum Geldmacher vorgaukeln und sich angesichts der Pandemie auch nie Verantwortung zeigt und auf ein volles Stadion pocht.

  26. 4.

    Ist das nicht bei allen sport- und leistungsfördernden Schulen so? Die Eltern meinen, ihre Kindern seien Genies und setzen sie unter Druck, Leistungen zu vollbringen, die sie garnicht in der Lage sind zu vollbringen. Furchtbar, immer sind die anderen Schuld, die Eltern haben nur „Dollarnoten in den Augen“.

  27. 3.

    Man muss sich schon fragen, was Eltern denken, was in diesen Ausbildungsfabriken namens NLZ passiert? Denken die wirklich, dass es da anders zugeht als bei den Jackson Five und anderen Popsternchen, die zur Leistung abgerichtet werden? Dass so ein Fokus auf Sport nicht kind- und jugendgerecht sein kann, ist doch offensichtlich. Ich sehe das unverantwortliche Handeln eher bei den Eltern, die ihren Schützlingen kein realistisches Bild vermitteln und sie dann dem Profifußball ausliefern.

  28. 2.

    Das erinnert mich an die Geschichte der Berliner Ballettschule, wo Eltern & Kinder die letztendlich den Anforderungen einer Spezialschule nicht gewachsen sind, sich im Nachhinein über alles beklagen und die Schule schlecht machen. Hier ist die Frage für mich, ob die Eltern nicht zu einem großen Teil mit zu hohen Erwartungen den Kindern das Leben schwer gemacht haben.

  29. 1.

    Scheint ein gut ausdifferenzierter Artikel zu sein. ingt so, als hätten Fußballer echt ein Händchen für Nachwuchs. Ätzend.

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