Union beantragt Vollauslastung der Alten Försterei - Hauptstadtderby findet unter 2G-Bedingungen statt

Fr 12.11.21 | 17:27 Uhr
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Stadion an der Alten Försterei im Sonnenuntergang (Quelle: IMAGO / photoarena/Eisenhuth)
Bild: IMAGO / photoarena/Eisenhuth

Das für den 20. November 2021 angesetzte Spiel in der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC wird unter 2G-Bedingungen absolviert. Dabei soll das Stadion an der Alten Försterei wieder vollständig ausgelastet werden. Dies bestätigte Gastgeber Union Berlin am Freitagnachmittag in einer Mitteilung auf seiner Homepage [fc-union-berlin.de].

Dort heißt es: "Ein entsprechender Antrag zur Durchführung mit 22.012 Zuschauern liegt der Senatsverwaltung für Inneres und Sport vor." Zuvor hatte der Berliner Senat beschlossen, Veranstaltungen im Freien ab 2.000 Zuschauer generell nur noch unter Berücksichtigung der 2G-Regel zu gestatten.

Zudem hatte der Staatssekretär für Sport, Aleksander Dzembritzki, gegenüber rbb|24 erklärt, dies gelte auch für das sogenannte Hauptstadtderby.

Dauerkarteninhaber kehren an ihre Plätze zurück

Ausgenommen von der Regelung, nur von Corona vollständig genesen oder dagegen doppelt geimpft zu sein ins Stadion zu dürfen, sind Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können sowie Jugendliche unter 18 Jahren. Beide Personengruppen müssen stattdessen negative Testergebnisse vorlegen können. Kinder unter sechs Jahren sind von jeder Nachweispflicht befreit.

Union Berlin hatte bisher auf eine 3G-Regelung gesetzt und befürchtet, mit einer 2G-Regelung "den Zusammenhalt der Menschen zu untergraben und das gesellschaftliche Klima zu vergiften", wie Präsident Dirk Zingler sagte. Allerdings hat die neueste Entwicklung auch Vorteile für die Anhänger Unions. So können die Dauerkarteninhaber nun wieder an ihre angestammten Plätze im Stadion an der Alten Försterei zurückkehren. Zuvor waren auch ihre Plätze in einem Losverfahren neu vergeben worden.

Sendung: rbb UM6, 12.11.2021, 18 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Sie wie auch Markus2 scheinen nicht begriffen zu haben, dass es sich hierbei um eine Reaktion auf eine politische Entscheidung handelt. Der 1. FC Union Berlin hat nach Änderung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung einen Antrag auf Vollauslastung eingereicht, die auch bewilligt wurde. Was das mit einem von Ihnen behaupteten "Kuhmelken" zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

    Und wenn die Dresdner Ultras aufgrund der dortigen 2G-Regelung aus dem Stadion weg bleiben wollen, können sie das gerne als Protest gegen die Landesregierung machen, erweisen ihrem Club damit aber einen Bärendienst. Denn die SGD, die sich wie der FCU bisher für eine 3G-Regelung ausgesprochen hat, muss sich der politischen Entscheidungen beugen. Und gerade in Sachsen, wo bzgl. Covid-19 "Land unter" ist, sollte man als engagierter Fussballfan langsam mal anfangen um-/nachzudenken.

  2. 3.

    Naja,wenn die Kuh gemolken werden kann, wird sie eben gemolken……vielleicht hat ja die Fanbase auch so ihrem Anteil. Wie man es richtig macht, zeigen die Anhänger von Dynamo Dresden.
    Oder macht man jetzt ein auf „St.Pippi“-„Heldenverein“? Ich frag ja nur…..

  3. 2.

    Union geht den richtigen Weg weiter, sich an gesetzlichen Vorgaben halten und dabei das Beste für den Verein und die Mitglieder tun - sich jedoch nicht an der Spaltung der Gesellschaft beteiligt in dem man als Werkzeug der Politik agiert.

  4. 1.

    Bei aller Liebe für beide Big-City-Clubs: Ich finde, Union setzt hier ein falsches Zeichen. Ich werde nur vor dem Fernseher dabei sein.. :(

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