Auswärtsspiel bei Lichtenberg 47 - Energie Cottbus wechselt die Taktik

Mi 03.11.21 | 15:00 Uhr | Von Andreas Friebel
Jubelnde Spieler von Energie Cottbus. / imago images/Fotostand
Bild: imago images/Fotostand

Seit Wochen spielt Cottbus mit einem Mini-Kader. Umso bemerkenswerter war es, wie sich der Regionalligist mit Siegen gegen Babelsberg und Jena zurückmeldete. Um mit Energie in der Erfolgsspur zu bleiben, setzt Trainer Wollitz auf eine neue Taktik. Von Andreas Friebel

Die gut 5.000 Zuschauer im Stadion der Freundschaft staunten am vergangenen Sonntag nicht schlecht. In der ersten Halbzeit agierte Cottbus überraschend passiv. Erst im zweiten Durchgang drehte Energie auf und sicherte sich ein verdientes 2:0 im Brandenburg-Duell gegen Babelsberg.

"Genau das war unsere Taktik", macht Trainer Claus-Dieter Wollitz ein paar Tage später klar. "Man muss auch mal den Gegner kommen lassen, wenn es nicht anders geht." Damit meint der Cottbuser Coach, dass nach dem langen Oktober (acht Pflichtspiele), die Kräfte eingeteilt werden müssen. "Wir können mit so einem kleinen Kader kein schnelles Gegenpressing spielen." Denn das gehe zu sehr an die Substanz.

Nur 13 Feldspieler - und Rahn droht das Karriereende

13 Feldspieler haben die Lausitzer nach wie vor. Auf der Auswechselbank sind fast nur noch Nachwuchsspieler zu finden. Und so wich Wollitz gegen Babelsberg von seiner ansonsten sehr offensiv ausgerichteten Spielweise ab. Auch am Samstag bei Lichtenberg 47 (Anpfiff 13 Uhr) wird der Kader nicht größer. Zwar kehrt der zuletzt gesperrte Niclas Erlbeck zurück. Dafür fehlt aber Jonas Hofmann nach seiner fünften gelben Karte.

Noch viel länger wird Matthias Rahn ausfallen. Wegen anhaltender Knieprobleme kann der Abwehrspieler seit Wochen nicht trainieren. "Ich gehe davon aus, dass er kein Spiel mehr für uns bestreiten wird. Und auch für keinen anderen Klub", so Wollitz, der damit rechnet, dass Rahn seine sportliche Laufbahn beenden muss.

Außerdem fehlen gegen Lichtenberg Shawn Kauter, Joshua Putze und Jan Koch. Hinter Max Kremer gibt es noch ein Fragezeichen. Er hat im Training einen Pressschlag abbekommen.

Lichtenberg ärgert die Topteams

Das sind insgesamt keine guten Vorzeichen für die Partie beim Tabellenzwölften, der zuletzt für zwei Überraschungen gesorgt hat. Gegen die Topteams Altglienicke (3:0) und Lok Leipzig (3:1) gab es jeweils klare Siege. "Diese Ergebnisse sollten für uns Warnung genug sein, diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen", sagt Wollitz.

Vorausgesetzt die Partie findet auch statt. Denn inzwischen meldet Energies letzter Gegner, der SV Babelsberg, mehrere Corona-Fälle innerhalb seines Teams. Die Lausitzer haben deshalb am Donnerstagmorgen alle Profis und den gesamten Trainer- und Betreuerstab getestet. "Alle Ergebnisse waren negativ", so Wollitz. Am Freitag wird noch mal getestet.

Ob das ausreicht, um die Partie stattfinden zu lassen, wird sich zeigen. In einem ähnlichen Fall bei Ligakonkurrent Auerbach waren im September durch das dortige Gesundheitsamt sicherheitshalber alle ungeimpften Spieler in Quarantäne geschickt worden. Weil bei ihnen die Gefahr bestand, dass sie sich bei infizierten Akteuren von Gegner Tasmania Berlin angesteckt haben könnten.

Sendung: rbb UM6, 06.11.2021, 18:15 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

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