Cottbuser Springermeeting und Turnier der Meister - "Es gibt keinen Plan B"

Do 25.11.21 | 21:01 Uhr
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Die Lausitz-Arena in Cottbus während des Springermeetings 2020 (imago images/Steffen Beyer)
Audio: Inforadio | 26.11.2021 | Andreas Friebel | Bild: imago images/Steffen Beyer

Das Springermeeting und das Turnier der Meister sind alljährlich die Höhepunkte des Cottbuser Sportkalenders. 2021 machte Corona den Veranstaltern einen dicken Strich durch die Rechnung. Und 2022? Von Andreas Friebel

Ulrich Hobeck sitzt etwas nachdenklich in seinem Büro unweit des Cottbuser Olympiastützpunktes. Von der vierten Etage des Hochhauses aus sieht der Cheforganisator des Springermeetings die Silhouette der Lausitzarena. Dort sollen in ziemlich genau zwei Monaten die besten Hochspringerinnen und Stabhochspringer der Welt um Medaillen kämpfen.

Mit Olympiasiegerin Marija Lassizkene ist er sich über einen Start praktisch einig und auch Doppelweltmeister Sam Kendricks will gern nach Cottbus kommen. "Wir verhandeln jetzt über die Konditionen. Alles ist nicht machbar. Aber ich bin mir sicher, dass wir fast die gesamte Weltspitze bei uns am Start haben werden", ist Hobeck überzeugt.

Weltspitze will in Cottbus springen

Während beim Springermeeting am 26. Januar 2022 acht Hochspringerinnen und acht Stabhochspringer antreten sollen, ist das Starterfeld beim "Turnier der Meister" um einiges größer. Meetingdirektor Mirko Wohlfahrt erwartet "etwa 50 Nationen", die ab 24. Februar in Cottbus um Weltcuppunkte kämpfen. "Auf Grund der pandemischen Lage und internationalen Reisewarnungen vor Besuchen in Deutschland gestaltet sich die Vorbereitung als sehr schwierig."

Weil das Turnier aber im internationalen Wettkampfkalender gesetzt ist, kommt eine Absage für den Meetingdirektor derzeit nicht in Frage. "Wir ziehen das durch und hoffen auf die Unterstützung der zuständigen Institutionen. Es gibt keinen Plan B."

"Wir warten mit dem Ticketverkauf noch eine Weile"

Mit der Landesregierung und dem zuständigen Gesundheitsamt in Cottbus steht auch Ulrich Hobeck nach eigenen Angaben im engen Kontakt. Noch sind in Brandenburg größere Veranstaltungen unter 2G-Regeln erlaubt. "Wir warten aber mit dem Ticketverkauf noch eine Weile. Erst ab 10. Januar 2022 soll es losgehen." Mit 1.500 Zuschauern wird beim Springermeeting gerechnet. Etwa 5.000 erwartet Mirko Wohlfahrt Ende Februar später beim Turnweltcup. Das "Turnier der Meister" geht aber auch über vier Tage. "Ich hoffe, dass die Lage im Februar vielleicht etwas besser ist. Und falls nicht, können wir auch noch auf 2G plus umstellen", so Wohlfahrt, der wie die Organisatoren vom Springermeeting ein weiteres Problem hat.

Verhindert der falsche Impfstoff einen Start?

Dürfen überhaupt Sportler starten, die mit einem nicht in der EU zugelassenen Vakzin geimpft wurden? "Also ich könnte es nicht verstehen, wenn Impfstoffe bei den Olympischen Spielen in Tokio anerkannt wurden und jetzt in Deutschland nicht. Aber wir sind im engen Austausch mit den Behörden", sagt Turnierdirektor Wohlfahrt. Das letzte Wort hat dazu das Cottbuser Gesundheitsamt, das aber aufgrund der hohen Infektionszahlen aktuell noch viele andere Probleme hat und sich später dazu äußern will.

Trotz einer wachsenden Unsicherheit gibt sich Ulrich Hobeck aber optimistisch. Was auch damit zu tun hat, dass kein einziger Sponsor des Meetings abgesprungen ist. Im Gegenteil: "Man hat uns auch angeboten, die Summen aufzustocken, wenn es irgendwo finanziell klemmen sollte." Und Turnierdirektor Wohlfahrt ergänzt: "Die Sponsoren stehen fest an unserer Seite. Auch sie wollen wir nicht enttäuschen und ein tolles Event auf die Beine stellen."

Sendung: Inforadio, 26.11.2021, 16:16 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Ist das jetzt Satire oder schwarzer Humor ?

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