2:2 beim VfB Stuttgart - Hertha holt bei Korkut-Debüt Zwei-Tore-Rückstand auf

So 05.12.21 | 17:47 Uhr
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Herthas Stevan Jovetic beim Torjubel (imago images/Jan Huebner)
Audio: inforadio | 5.12.2021 | Julia Metzner | Bild: imago images/Jan Huebner

Herthas neuer Trainer Tayfun Korkut ist bei seinem Debüt ein Punktgewinn gelungen. Bei Korkuts ehemaligem Verein, dem VfB Stuttgart, hatten die Berliner dabei viel Kampfgeist im Gepäck. Und einen Doppeltorschützen.

Hertha BSC hat am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein 2:2 (2:1) beim VfB Stuttgart erreicht. Beim Debüt des neuen Trainer Tayfun Korkut gelang der Mannschaft dabei, einen frühen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen. Die Treffer erzielten Omar Marmoush (15.) und Philipp Förster (19.) für die Stuttgarter und Stevan Jovetic (40. und 76.) für die Hertha. Nach dem Punktgewinn liegen die Berliner mit nun 15 Punkten auf Rang 14 der Tabelle.

Der Spielverlauf

Die erste Torannäherung gehörte der Hertha. Nach schönem Solo über den halben Platz passte Myziane Maolida zu Ishak Belfodil, der aus spitzem Winkel abschloss, dabei allerdings zu zentral auf Stuttgarts Torhüter Florian Müller zielte. Danach passierte wenig. Hertha stand tief und sicher, war in den Zweikämpfen eng am Mann. Bis zur 15. Minute. Bei eigenem Ballbesitz rückte die komplette Mannschaft samt Viererkette derart weit in die Stuttgarter Hälfte auf, dass ein langer, Stuttgarter Ball auf Omar Marmoush genügte, um das 1:0 für den VfB einzuleiten. Der Ägypter tauchte so allein vor Hertha-Torhüter Alexander Schwolow auf und schob souverän zum Führungstreffer ein. Vier Minuten später wurde Stuttgarts Philipp Förster wiederum gar nicht angegriffen von Herthas Abwehrreihe, so dass der Spielmacher der Schwaben aus rund 20 Metern ungestört zum 2:0 einschiessen konnte. Weitere drei Minuten drauf konnte Marmoush ungestört in den Berliner Strafraum eindringen und Hertha von Glück sprechen, dass der Ägypter im Abschluss zu ungenau war, so dass Schwolow diesmal keine Mühe hatte, zu parieren.

Doch die Hertha berappelte sich und kam nach schöner Einzelaktion und ansehnlichem Schlenzer vom linken Strafraumrand durch Ishak Belfodil (34.) zum 1:2, das jedoch wegen einer indirekten Abseitsstellung Vladimir Daridas aberkannt wurde. Sechs Minuten später dann allerdings zählte ein nahezu identischer Treffer, diesmal erzielt von Stevan Jovetic.

Doppelpacker Jovetic

In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild wie bereits im ersten Durchgang. Stuttgart gehörte die Anfangsphase, allerdings ohne einen Treffer zu erzielen. Alexis Tibidi (53.) verpasste knapp, Marmoushs Tor in der 66. Minute wurde wegen voriger Abseitsposition aberkannt. Dann kam die Hertha auf und durch einen direkten Freistoß von Jovetic zu einer guten Chance, die Stuttgarts Torhüter Müller jedoch mit Bravour parieren konnte. In der 76. war aber auch er machtlos. Nach guter Flanke von Herthas Linksverteidiger Marvin Plattenhardt und schöner Direkt-Ablage von Belfodil hatte Jovetic aus fünf Metern keine Mühe mehr, den Ball zum 2:2 über die Linie zu bringen.

Die Stuttgarter schienen mit den Kräften am Ende, die Berliner mit dem Unentschieden weitesgehend zufrieden. Klare Chancen ergaben sich nach dem Ausgleich jedenfalls keine mehr.

Kurzanalyse

Schon mit seiner Aufstellung hatte Trainer Tayfun Korkut ein klares Zeichen gesetzt: Sicherheit zuerst. Im klassischen 4-4-2 schickte er seine Mannschaft in das Spiel. Ein System, so grundlegend im Fußball verankert, dass es jedem Spieler zumindest bekannt sein sollte. Und wohl auch deshalb erste Wahl für die Hertha, da mit Suat Serdar (Erkältung) und Lucas Tousart (positiver Coronatest) kurzfristig zwei zentrale Mittelfeldspieler ausfielen.

Von der kurzen Phase rund um die beiden Gegentore abgesehen, verteidigten die Berliner auch mannschaftlich geschlossen. Bei den Stuttgartern Treffern allerdings stimmten Restverteidigung und Abstimmung überhaupt nicht - immerhin sind das Fehler, die klar zu erkennen und abstellbar sind. Offensiv bot Hertha nicht gerade ein Feuerwerk, sondern war abhängig von Einzelaktionen. Mit Belfodil, Richter und Jovetic hatten aber immerhin drei von vier offensiv denkenden Spielern durchaus Glanzlichter im Repertoire.

Der Liveticker

Sendung: rbbUM6, 05.12.21, 18 Uhr

25 Kommentare

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  1. 25.

    Am besten ist mal einfach die Klappe halten, es nervt einfach nur noch!

  2. 24.

    Ich tippe ja darauf, dass es etwas mit dem Foul damals an Ballack zu tun hat.

    Wie auch immer, ich wünsche allen Herthanern, dass es für ihren Verein nun mal ein wenig bergauf geht.
    Bin gespannt aufs Bielefeld-Spiel, ein total unangenehmer Gegner.

  3. 23.

    Das stimmt , wahrscheinlich hat der ihm in der Schulzeit mal den Bleistift zerbrochen oder so etwas . hahaha !

  4. 22.

    Es ist im Grunde immer derselbe Kommentator, der hier seine persönliche Fehde mit Boateng lebt. Er tritt unter verschiedenen Nicknamen auf, aber es mündet immer in Anfeindungen gegenüber Boateng.

  5. 21.

    Die heutige gelbe Karte hat Boateng für ein taktisches Foul bekommen, um in der 91. Minute einen aussichtsreichen Konter der Schwaben zu unterbinden, es war kein rüdes Foul.
    Abgesehen davon war es "erst" seine vierte gelbe Karte in dieser Saison. Eigentlich kann man froh sein um solche Spieler, die bereit sind, in kniffligen Situationen Verantwortung zu übernehmen und die dann zur Not eben auch mal eine gelbe Karte in Kauf nehmen, um den Punkt zu retten.

  6. 20.

    Was meinen Sie mit "nicht viel Substanz"?
    Und was sind für Sie "beleidigende Worte"?
    FAKTEN, die Sie jederzeit nachprüfen können, haben für Sie "nicht viel Substanz" finden das als "beleidigende Worte"?
    Kevin-Prince Boateng ist nun einmal ein "Gelbe-Karten-Hai", wenn man der Statistik glauben kann.
    Auch, weil er in fast jedem Spiel für den Big-City-Club eine Gelbe Karte bekommt. 18min auf dem Platz ...
    Hertha sollte ihn loswerden.
    Jetzt aber heißt es den einen Punkt feiern, nach den ganzen Klatschen zuvor.

  7. 19.

    Ja, bei einem solchen Unentschieden ist es eben ein Punktgewinn. Hertha kann also auch kämpfen.

  8. 18.

    Tolles Niveau. Außer beleidigende Worte nicht viel Substanz. Und nun? Aber was soll man von einem „Berliner“ auch erwarten. Große Schnauze, nix dahinter

  9. 17.

    @Uniona:
    leider ist der Gelbe-Karten-Hai nur für ein Spiel gesperrt.
    Aber, in Anbetracht dessen, dass dieser Spieler in seiner gesamten Spielzeit insgesamt 114 Gelbe Karten, 5 Gelb/Rote und 6 Platzverweise bekam, scheint er unbelehrbar in Sachen Fairness, sollte eine endgültige Sperre folgen.
    Und natürlich, @ROTWIEBLUT, wird ein Unentschiedenvom Big-City-Club wie ein Sieg gefeiert. Das ist der Anspruch, den „Herpes BSC Berlin“ (Otto Waalkes) hat.

  10. 15.

    Neuer Nickname, aber Ihr übliches Geschwurbel. Und wieder Ihre Hetze gegen Boateng. Lassen Sie es endlich. Es ist einfach nur unsportlich.

  11. 13.

    Gut für die Moral. Rückstand aufgeholt. Besser als die Male, wo Hertha am Ende noch vergeigt hat. Hat der neue Trainer nochmal Glück gehabt beim Einstand.

  12. 12.

    Ich muß mich entschuldigen, für den wirklich sinnfreien Kommentar Namen's Uniona's. Und Hut ab, nach 0:2 noch gepunktet. Auf alle Fälle kein Rückschritt.

  13. 10.

    Unentschieden auswärts nach Rückstand ist doch ganz gut. Da kann man doch nicht meckern .

  14. 9.

    "die wievielte eigentlich? Die Vierte oder doch schon die Fünfte - dann würde er für drei Spiele gesperrt"
    Ohwei, wie wirklich unwissend - aber hier kommentieren....ohne Worte

  15. 8.

    Wenn man nichts zu sagen hat einfach mal die Klappe halten. Was für ein sinnfreier Kommentar. Ohne Worte.

  16. 7.

    Ein Pünktchen und ein Gelbes Kärtchen für das Prinzesschen (die wievielte eigentlich? Die Vierte oder doch schon die Fünfte - dann würde er für drei Spiele gesperrt.) . Eine magere Ausbeute für den neuen Trainer des Big-City-Club.

  17. 6.

    Naja, Schaden begrenzt - der Weihnachstollen ist nicht ganz im Halse stecken geblieben, wie nach 20 min befürchtet.

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