Achte Olympiateilnahme perfekt - Eisschnellläuferin Claudia Pechstein schreibt Geschichte

Mo 13.12.21 | 12:12 Uhr
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Die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (imago images/Ernst Wukits)
Audio: Inforadio | 13.12.2021 | Holger Gerska | Bild: imago images/Ernst Wukits

Claudia Pechstein hat sich für ihre achten Olympischen Spiele qualifiziert - als erste Wintersportlerin überhaupt. Dabei war die 49-jährige Eisschnellläuferin beim Weltcup am Wochenende eigentlich bereits ausgeschieden, doch am Ende jubelte die Berlinerin.

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein aus Berlin hat Geschichte geschrieben und die Norm für ihre achten Olympischen Winterspiele erfüllt. Die fünfmalige olympische Goldmedaillen-Gewinnerin belegte am Sonntag im Massenstart-Finale des Weltcups im kanadischen Calgary den elften Platz. Damit schaffte sie acht Wochen vor den Spielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) die nationalen und internationalen Vorgaben.

"Das ist das absolute Highlight meiner sportlichen Karriere", sagte die 49-jährige Pechstein, "als feststand, dass ich zum achten Mal an Olympia teilnehmen darf, hätte ich die ganze Welt umarmen können." Ein Start in Peking ist Pechsteins großes Ziel. Als weltweit erste Frau qualifizierte sie sich nun zum achten Mal für Winterspiele, bislang hatte diese Marke nur der japanischen Skispringer Noriaki Kasai erreicht.

Die Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sieht pro Disziplin zwei Platzierungen unter den Top 15 vor, mit zwei elften Rängen am vergangenen Wochenende in Salt Lake City und nun in Calgary erfüllte sie diese. Für die internationale Norm ist ein Platz unter den besten 24 der Weltcupwertung Pflicht, diese schließt Pechstein als 17. ab.

Durch Protest ins Finale aufgerückt

Noch im Halbfinale schien Pechsteins Olympia-Projekt gescheitert, sie lief auf Rang elf und damit eigentlich am Finale vorbei. Vor der letzten Sprintwertung war Pechstein allerdings aus der Spur gedrückt worden, Bundestrainer Helge Jasch legte daher erfolgreich Protest ein. Pechstein rückte ins Finale auf. "Das war für Claudia natürlich eine extreme Nervenbelastung", sagte Jasch, "es ist bewundernswert, wie sie damit umgegangen ist und dann im Finale das Olympiaticket gelöst hat."

Der Druck sei "enorm" gewesen, sagte Pechstein, "jetzt bin ich einfach nur
überglücklich, es geschafft zu haben. Das ist für mich die perfekte Krönung meiner Laufbahn."

Sendung: rbbUM6, 13.12.2021, 18 Uhr

30 Kommentare

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  1. 30.

    Passt schon mit der 8ten, Sie müssen die Zeit der zweijährigen Dopingsperre rausrechnen.

  2. 29.

    Ja, Danke RBB24!
    Klingt logisch, dann hatte ich da wohl einen Denk- bzw. Rechenfehler drin, sorry!

  3. 28.

    Hallo Mo H. Mett, 1992 war Pechstein das erste Mal bei Olympia, dann durch einen Rhythmus-Wechsel 1994 und dann eben alle vier Jahre, wobei sie einmal nicht starten durfte, also 1998, 2002, 2006, 2014, 2018 und eben 2022. Macht acht Teilnahmen. Dies umfasst eine Spanne von 28 Jahren, weil man die erste Teilnahme quasi im Jahr 0 hat.

  4. 27.

    Ich gönne ihr den Erfolg durchaus, wobei mir ihre Sportart und der ganze Rummel darum völlig egal ist, denn das so langweilig wie Schießen und Wegrennen. Wenn jetzt aber die 8. Olympiateilnahme bevorsteht, dann müßte sie ja bereits vor 32 Jahren, also mit 17 Jahren, an Olympia das erste Mal teilgenommen haben. Im www. war aber zu finden, dass das erstmals 1992, also mit 20 Jahren der Fall war und die Olympiade findet doch immer in den geradzahligen Jahren statt, die man durch 4 teilen kann und in denen keine FIFA WM (Männer) sondern eine Fußball-EM stattfindet, oder?

  5. 25.

    Höchsten Respekt für diese Supersportlerin, aber was soll das? Deutschland sollte keine Eisschnellläufer zu Olympia schicken, diese Sportart nicht mehr fördern. Schade um das Geld.

  6. 24.

    Frau P. hat noch nicht einen Tag ehrliche Arbeit abgeliefert. Sollte endlich dem Steuerzahler durch fleißige Arbeit etwas zurück geben und beweisen was sie wirklich kann. Davor läuft sie davon.

  7. 23.

    Aber dann ist hoffentlich Schluss

  8. 22.

    Die definitiv letzte DDR-Sportlerin. Alles Gute, Claudia

  9. 21.

    Sehr guter Kommentar. Hätte ich nicht besser schreiben können. Respekt verdient man sich durch Respekt gegenüber anderen. Ich kann Frau P. keinen Respekt entgegenbringen. Wenn etwas nicht geklappt hat waren immer die anderen Schuld. Wenn ich nur an das Theater mit Anni Friesinger denke. Diese Frau ist ein reiner Machtmensch und Sie wird bei den Spielen ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. UND DAS IST AUCH GUT SO!

  10. 19.

    So wie Fr.Pechstein vor anderen? Ich kann mich an einige seeeehr merkwürdige Sprüche der Dame innern,die nun schon Jahrzehnte in ihrem Nischensport verbringt, und das äußerst gut bezahlt auf Steuerzahler Kosten. Ich wüsste nicht was es zu bewundern gäbe. Haben sie Achtung,und schreiben das auch bitte in jeden Kommentar, auch vor ner Altenpflwgerin,Erzieherin, Verkäuferin ect. die das auch schon so lange macht? Ich kann nicht sehen was diese Person so besonders macht. Außer das sie sich der realen Arbeitswelt hartnäckig verweigert.

  11. 18.

    Ich gönne es Claudia Pechstein von ganzem Herzen, sie hat es verdient. Und ich wünsche ihr, dass sie dann auch eine gute Platzierung erkämpft, die Nerven dazu hat sie. Herzlichen Glückwunsch zur Qualifikation.

  12. 17.

    Herzlichen Glückwunsch Frau Pechstein für diese Leistung! Das ist eine sehr gute Leistung.

    An den/die ein oder andere Kommentatorin im Verlauf:
    Mittlerweile sind nur noch wenige bereit im sportlichen Training an die körperliche Leistungsgrenze zu gehen bzw. gezielt darüber hinaus. Ich wüsste nicht, wer in Deutschland Frau Pechstein leistungsbezogen das Wasser reichen kann?!

  13. 15.

    Mal schauen, wie die Dopingkontrollen verlaufen.

  14. 14.

    Gratulation und allerhöchstem Respekt vor der Lebensleistung der Claudia Pechstein. Natürlich kann man mit fast 50 keine Wunderdinge mehr erwarten und bei den Spielen wird sie wohl auch keine Rolle mehr spielen, aber im eigenen Land läuft sie den jungen Mädels immer noch davon.Ich freue mich über die Nominierung, bin aber skeptisch, ob jüngere Läuferinnen mit diesen Leisungen nominiert worden wären. Alles Gute in Peking!

  15. 13.

    Was sind Sie doch für ein missgünstiger Mensch.Sie sollten Respekt vor der Lebensleistung von Frau P. haben.

  16. 12.

    Dafür musste sie sich mit Bestleistungen im Vorfeld qualifizieren. Da kann man nicht einfach so teilnehmen, weil man es gerne will. Blamabel ist eher Ihr Kommentar.

  17. 11.

    Großartige Frau! Das Unrecht, was man ihr antat, hat sie nun überkompensiert.
    Allein die Teilnahmeberechtigung ist für eine Sportlerin dieses Alters ein rekordverdächtiger Erfolg und zeigt, was Menschen im mittleren Alter noch zu leisten vermögen mit starkem Willen und Charakter.

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