Nach fünf sieglosen Spielen - Viktoria gelingt wichtiger Sieg und versöhnlicher Jahres-Abschluss

Fr 17.12.21 | 21:02 Uhr
Niklas May (FC Viktoria Köln #37) und Shinji Yamada (Viktoria Berlin #27) am 17.12.2021. (Quelle: dpa/Joerg Niebergall)
Video: rbb24 | 17.12.2021 | Caroline Labes | Bild: dpa/Joerg Niebergall

Drei Spiele hatte Viktoria Berlin nicht mehr getroffen, nur eine aus elf Partien gewonnen. Bei Viktoria Köln sieht zunächst alles nach einer erneut zähen Begegnung aus. Dann überschlagen sich die Ereignisse.

Viktoria Berlin hat in der Dritten Liga Boden gut gemacht. Am Freitagabend setzte sich die Fußballmannschaft von Trainer Benedetto Muzzicato bei Viktoria Köln mit 4:1 (2:1) durch. Es war der erste Sieg für die Berliner nach zuvor fünf sieglosen Spielen. Die Treffer für Berlin erzielten Lucas Falcao (31. Minute), zweimal Christopher Theisen (39., 48.) und Jakob Lewald (76.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte mit Yamada (36.) ebenfalls ein Berliner, per Eigentor.

Nach 25 Minuten nimmt die Partie Fahrt auf

Die erste Viertelstunde im Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn verstrich ohne nennenswerte Torchance, beide Viktorias belauerten sich. Dann unterbrach Schiedsrichter Konrad Oldhafer die Partie für mehrere Minuten, weil der Berliner Christopher Theisen mit Kölns Keeper Moritz Nicolas zusammengeprallt war und behandelt werden musste. Theisen konnte weitermachen – danach nahm die Partie so richtig Fahrt auf, und Theisen sollte die Hauptrolle spielen.

Nach 25 Minuten erspielten sich die Hausherren die erste Großchance: Im Gäste-Sechzehner schüttelte Patrick Koronkiewicz mit einem sehenswerten Haken seinen Verteidiger ab und scheiterte nur an Keeper Krahl. Hätte Koronkiewicz abgelegt auf den deutlich besser postierten Marcel Risse - es wäre sehr wahrscheinlich die Kölner Führung gewesen.

Das Tor sollte unmittelbar danach auf der Gegenseite fallen. Top-Scorer Tolcay Cigerci hatte viel Zeit, um eine geschmeidige Flanke von rechts zu schlagen und diese fand einen dankbaren Abnehmer in Falcao, der wuchtig per Kopf einnetzte zum 1:0 für Berlin (31.).

Kölns Trainer verliert Fassung

Drei Minuten später spielte Kölns Niklas May die Kugel auf Verdacht von der linken Seite flach und hart in den gegnerischen Sechzehner – Berlins herangrätschender Shinji Yamada beförderte den Ball unglücklich und unhaltbar ins eigene Tor zum Ausgleich.

Nur zwei Minuten später schlug der Ball erneut im Berliner Gehäuse ein, der Kölner Simon Handle hatte abgestaubt. Doch diesmal urteilte der Schiedsrichter auf Abseits – eine hauchdünne Entscheidung.

Während sich die Kölner noch beschwerten, zog Berlins Christopher Theisen im direkten Gegenzug in den Kölner Strafraum - und schloss aus acht Metern trocken ab zum 2:1. Es war der Moment, als Kölns Trainer Olaf Janßen die Fassung verlor, und sich lautstark beim Schiedsrichtergespann beschwerte. Nach einer verpufften Ermahnung schickte Schiedsrichter Konrad Oldhafer ihn auf die Tribüne. Der Pausenpfiff kam genau richtig, damit beide Seiten nach einer atemlosen Viertelstunde durchschnaufen konnten.

Start im neuen Jahr am 16. Januar

Nach dem Seitenwechsel ging es jedoch in Maximalgeschwindigkeit weiter. Yamadas Schuss konnte Köln-Keeper Nicolas noch abwehren, doch gegen den Nachsetzer von Theisen war er machtlos. 3:1 für die Gäste.

In der Folge bemühten sich die Hausherren um den Anschlusstreffer, aber die Gäste standen nun zu kompakt, waren in den Zweikämpfen zu abgeklärt. Die Entscheidung fiel letztlich in der 76. Minute, als Jakob Lewald einen Eckstoß von Cigerci per Kopf zum 4:1 verwertete.

Mit dem zweiten Sieg aus den vergangenen zwölf Partien und dem Sprung auf Rang zehn kann sich Viktoria Berlin versöhnlich in die Winterpause verabschieden. Am 16. Januar 2022 starten die Berliner zu Hause gegen Eintracht Braunschweig ins neue Jahr.

Sendung: rbb24, 17.12.2021, 22 Uhr

Nächster Artikel