Nach Corona-Infektionen - Zwei BAK-Spieler beim Auswärtsspiel in Jena kollabiert

Sa 04.12.21 | 11:53 Uhr
BAK-Trainer André Meyer beim Spiel in Jena. / imago images/Bild 13
Video: rbb UM6 | 04.12.2021 | Max Zobel | Bild: imago images/Bild 13

Schreckmomente für den Berliner AK: Nach dem Regionalliga-Spiel bei Carl Zeiss Jena am Freitagabend brachen zwei Spieler zusammen. Sie mussten notärztlich behandelt werden. Beide waren von einem großen Corona-Ausbruch im Klub betroffen.

Nach Spielschluss der Auswärtspartie des Berliner AK am Freitagabend in Jena sind zwei Spieler des Fußball-Regionalligisten kollabiert. Das hat der Berliner Trainer André Meyer am Samstagmorgen rbb|24 bestätigt. Der BAK hatte 0:2 verloren. Ugur Ogulcan Tezel und Kwabe Schulz hätten Herz-Kreislauf-Probleme gehabt und seien von Notärzten mit Sauerstoff versorgt worden. Beide Spieler zählten zu den Infizierten beim großen Corona-Ausbruch in der Mannschaft im November. Laut der Notärzte gebe es "einen unmittelbaren Zusammenhang", so Meyer.

"Brutal emotional"

Der eingewechselte Schulz war direkt nach dem Schlusspfiff kollabiert. Tezel sackte mit Verzögerung in der Kabine zusammen. Er war nach 76 Minuten ausgewechselt worden. "Wir sind natürlich zusammengeschreckt. Das hat uns die Dinge nochmal richtig vor Augen geführt", sagte Meyer und sprach von einer "brutal emotionalen" Situation. Auch andere gerade von der Infektion genesene Spieler hätten nach den Vorfällen "für sich selbst Angst gehabt".

Drei Liga- und ein Pokalspiel hatte der BAK nach der Quarantäne binnen elf Tagen bestreiten müssen. "Da kommt man an einen Punkt, an dem der Körper streikt", so Meyer, der - gebeutelt von weiteren Verletzungen - immer wieder eine Mannschaft finden musste. Die Ergebnisse seien zweitrangig, aber "so macht Fußball keinen Sinn."

So macht Fußball keinen Sinn.

André Meyer, Trainer des Berliner AK

Rückkehr mit der Mannschaft

Beide kollabierten Spieler hätten weitere ärztliche Untersuchungen abgelehnt und seien am Freitagabend auf eigene Verantwortung mit zurück nach Berlin gereist, so der Trainer. Die Herzfrequenz sei auf der Fahrt über die vereinseigenen Messer kontrolliert worden. Es habe vorerst keine weiteren Auffälligkeiten gegeben.

Meyer steht nun vor einer schwierigen Aufgabe. Für den Berliner AK stehen vor der Winterpause noch zwei weitere Spiele an - am 12. Dezember gegen Auerbach und sieben Tage später bei Tennis Borussia. Das Gefühl der Unsicherheit ist groß. "Die beiden kollabierten Spieler werde ich am Sonntag ganz sicher nicht aufstellen. Aber ich habe ja noch vier Mal so viele Spieler, die diese Infektion auch durchhaben", sagte Meyer. Bei dem Corona-Ausbruch waren PCR-Tests bei zehn Spielern positiv ausgefallen, hinzu kamen drei infizierte Betreuer.

Sendung: rbb UM6, 04.12.2021, 18:15 Uhr

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