Energie Cottbus gegen BFC Dynamo - Spitzenspiel in der Regionalliga Nordost endet ohne Sieger

Fr 10.12.21 | 21:49 Uhr
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Nikos Zografakis (FC Energie Cottbus) und Chris Reher (BFC Dynamo) im Zweikampf (imago / Matthias Koch)
Video: rbb24 | 10.12.2021 | Max Kell | Bild: www.imago-images.de

Im Topspiel der Regionalliga Nordost haben sich Energie Cottbus und der BFC Dynamo 1:1 getrennt. Dabei hatten sich die Lausitzer in einem intensiven Spiel eigentlich den Sieg verdient. Der BFC kann nun sicher an der Tabellenspitze überwintern.

Es ist das Spitzenspiel in der Regionalliga Nordost gewesen. Der Tabellenzweite Energie Cottbus empfing am Freitagabend den Spitzenreiter BFC Dynamo. Nur vier Punkte trennten die beiden Kontrahenten vor der Partie. Und beide Mannschaften spielten bisher eine außergewöhnliche Saison. Die Berliner sind mit ihrem Top-Torjäger Christian Beck kaum zu schlagen - und die Lausitzer starteten in den letzten drei Monaten eine riesige Aufholjagd. Alle Zeichen deuteten also auf ein echtes Topduell hin.

Nebelschlacht in der Lausitz

Viel zu sehen gab es für die 5.000 Zuschauer im Stadion der Freundschaft in der Anfangsphase der Partie allerdings nicht. Das lag zum einen an dem dichten Nebel, der den Cottbuser Rasen einhüllte, zum anderen an den fehlenden Offensivaktionen beider Mannschaften. Die Partie war in der ersten halben Stunde geprägt von intensiven Zweikämpfen und konzentrierter Körpersprache. Nur selten gab es Abschlusschancen. Es fehlte auf beiden Seiten der Mut nach vorne.

Gegen Ende der ersten Hälfte nahm das Spiel dann an Fahrt auf. Für beide Teams ergaben sich mehr Räume und der Druck nahm zu. Und so gelang dem BFC Dynamo in der 38. Minute das 1:0. Nach einem gewonnenen Kopfballduell im Mittelfeld landete der Ball bei Alexander Siebeck, der ohne viel Druck bis an den Cottbuser Strafraum dribbeln konnte und dann flach abdrückte. Keine Chance für Energie-Keeper Toni Stahl.

Die Cottbuser schüttelten sich kurz und gingen dann direkt in die Gegenoffensive. Vor dem Pausenpfiff kamen die Lausitzer noch zwei Mal gefährlich vor das Berliner Tor, der Ausgleich gelang ihnen aber nicht mehr.

Cottbus machte das Spiel

Die zweite Halbzeit begann so intensiv, wie die erste endete. Direkt nach Wiederanpfiff kam BFC-Spieler Siebeck völlig frei vor dem Torwart an den Ball. Doch statt den Abschluss zu suchen, versuchte er den Ball noch einmal quer zu legen. Die Cottbuser Hintermannschaft passte auf und entschärfte die Situation.

Was folgte waren harte und körperliche zehn Minuten, in denen Schiedsrichter Lars Albert zwei Mal Gelb zeigte. Cottbus wirkte aber insgesamt fokussierter und erarbeitete sich immer wieder Abschlussgelegenheiten - zunächst häufig aus der zweiten Reihe. In der 57. Minute belohnten sich die Lausitzer dann aber durch eine Standardsituation für ihre Mühen: Bei einem Cottbuser Eckstoß verließ BFC-Torwart Stajila den Fünf-Meter-Raum, um die Flanke abzufangen. Dabei verlor er aber das Luftduell gegen einen Lausitzer und bekam den Ball nicht zu fassen. So landete der Ball vor den Füßen von Erik Engelhardt, der zum 1:1-Ausgleich verwandelte.

Ein Schock für den BFC, der dann große Schwierigkeiten hatte, zurück ins Spiel zu finden. Das Momentum lag nun völlig auf der Seite der Lausitzer, die immer wieder gefährlich vor das Berliner Tor kamen und deutlich präsenter wirkten. Das bemerkten auch die Zuschauer im Stadion der Freundschaft und sorgten für Topspiel-Atmosphäre.

Engelhardt traf die Unterkante der Latte

Erst ab der 70. Minute wurde die Partie dann wieder ruhiger und ausgeglichener. Den Berlinern gelang es aber trotzdem nur sporadisch für Offensivgefahr zu sorgen. Stattdessen waren es in der 77. Minute wieder die Lausitzer, die fast den Führungstreffer erzielten. Der Torschütze zum Ausgleich Erik Engelhardt kam erneut im Strafraum an den Ball, traf aber dieses Mal nur die Unterkante der Latte.

In der Schlussphase hatte die Partie genau die Intensität, die sich Fußball-Fans von einem Spitzenspiel erwarten: Ein harter Zweikampf und eine hitzige Situation jagte die nächste. Beide Teams spielten mit offenem Visier und wollten das Spiel unbedingt für sich entscheiden. Trotz fünf Minuten Nachspielzeit gelang aber keiner der beiden Mannschaften mehr der Siegtreffer.

BFC überwintert an der Spitze

1:1 endete somit das Gipfeltreffen in der Regionalliga Nordost. Die Verhältnisse bleiben also beim Alten. Ein Ergebnis, mit dem der BFC Dynamo wahrscheinlich besser leben kann als die Lausitzer. Das Team von Claus-Dieter Wollitz war vor allem in der zweiten Hälfte die überlegene Mannschaft und hätte sich den Sieg verdient gehabt. So bleibt es vorerst beim Abstand von vier Punkten, wodurch die Berliner nun sicher an der Tabellenspitze überwintern.

Sendung: rbb24, 10.12.2021, 21:45 Uhr

5 Kommentare

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  1. 4.

    Wie Sie sicher im Kommentar von Matze gelesen haben, Strafraumgrenze.
    Sie sagen vor dem Strafraum.
    Noch Fragen?

  2. 3.

    In der Nahaufnahme ist zu erkennen, dass das Foul vor dem Strafraum passierte.

  3. 2.

    Wenn Mal davon ansieht das wieder einmal ein klares Foul an der Strafraumgrenze und die dazugehörige Rote Karte gegen den BFC nicht gepfiffen wurde war es ein gutes Spiel des FCE. Aber wir Energie Fans sind es ja gewohnt immer 13 Gegenspieler auf dem Feld zu haben. Ich Frage mich ernsthaft wer diese Schiedsrichter aussucht und ausbildet. Katastrophe.

  4. 1.

    Schade das es nicht geklappt hat. Aber Energie spielt unter Wollitz wieder guten Fußball - kein Oberkörpergeschubse wie der BFC.

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