Nach fünf Pleiten in Folge - Netzhoppers gewinnen "Alles-oder-nichts-Spiel" gegen Herrsching

Di 28.12.21 | 20:57 Uhr
Die Netzhoppers in der Volleyball-Bundesliga (Archivbild). / imago images/Lobeca
Bild: imago images/Lobeca

Die Netzhoppers KW-Bestensee haben ihre Talfahrt in der Volleyball-Bundesliga beendet. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge gewannen die Brandenburger am Dienstag gegen die Volleys Herrsching mit 3:1 (25:22, 22:25, 25:23, 25:23). Mit dem vierten Saisonsieg springen die Netzhoppers auf den sechsten Tabellenplatz. Bester Akteur beim coronabedingten Geisterspiel in der Landkost Arena von Bestensee war Diagonalangreifer Brandon Rattray.

Netzhoppers zeigen Moral

Der Druck war nach der Niederlagenserie groß für die Netzhoppers. "Wir befinden uns in einer Flaute und müssen schnellstens unser Selbstvertrauen wiederfinden", hatte Außenangreifer Theo Timmermann betont und Zuspieler Mario Schmidgall von einem "Alles-oder-nichts-Spiel" gesprochen.

Der Start misslang jedoch zunächst. Die Brandenburger gerieten im ersten Durchgang früh mit drei Punkten in Rückstand (6:9). In der Folge zeigten sie aber Moral. Beim 16:18 ging der Portugiese Jose Jardim für die Gastgeber zum Aufschlag. Es folgte eine Serie von 6:0-Punkten, wobei besonders der US-Amerikaner Rattray mit wuchtigen Angriffsaktionen den Gegner vor Probleme stellte.

Vier Matchbälle für den Sieg

Das Team vom Ammersee mit den ehemaligen Netzhoppers-Spielern Luke Herr und Ivan Ferch in seinen Reihen erholte sich vom Verlust des ersten Satzes schnell. Mit guter Annahme und forschen Aktionen am Netz hielten die Bayern ihren Gegner im zweiten Abschnitt von Beginn an auf Distanz und glich zum 1:1 aus.

Hochspannung brachte der dritte Durchgang, in dessen Schlussphase Max Chamberlain, Theo Timmermann und Rattray die wichtigen Punkte zur 24:22-Führung für die Netzhoppers beisteuerten. Der entscheidende 25. Punkt war dann ein unfreiwilliges Geschenk der Gäste: Herrschings Diagonalspieler Jonas Kaminski leistete sich einen kapitalen Fehler.

Die Brandenburger blieben danach am Drücker. Sie ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als sie am Ende noch vier Matchbälle für den Sieg benötigten. Weiter geht es am Donnerstag (18 Uhr) gegen den TSV Haching München. Gegen das Schlusslicht ist der fünfte Saisonsieg Pflicht für die Netzhoppers.

Sendung: Inforadio, 28.21.2021, 21:15 Uhr

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