88:80-Auswärtssieg - Alba Berlin ringt Hamburg im Schlussviertel nieder

So 02.01.22 | 20:11 Uhr
Alba-Profi Ben Lammers im Auswärtsspiel in Hamburg. / imago images/Eibner
Bild: imago images/Eibner

Alba Berlin hat seine Topform der vergangenen Wochen mit ins neue Jahr genommen. Bei den Hamburg Towers siegten die Hauptstadt-Basketballer mit acht Punkten Vorsprung. Über drei Viertel war es ein enger Kampf - dann zog Alba davon.

Fünfter Pflichtspielsieg in Folge für die Basketballer von Alba Berlin: Bei den Hamburg Towers gewannen sie in der Bundesliga am Sonntagabend mit 88:80 (41:46). Lange stand das Spiel auf der Kippe, ehe sich der deutsche Meister im vierten Viertel den Erfolg sicherte. Damit überholte der Hauptstadt-Klub die BG Göttingen und steht auf Tabellenplatz drei. Bester Werfer für die Berliner war Oscar da Silva, der im Schlussabschnitt zum Matchwinner wurde.

Viele Punkte, enges Spiel

"Das ist eines der schwierigsten Auswärtsspiele. Die spielen extrem gut und haben im Eurocup richtig gute Gegner sehr deutlich geschlagen", hatte Alba-Manager Marco Baldi vor dem Spiel gewarnt - und dabei wohl auch die vergangenen Duelle der Berliner gegen die Towers im Kopf: In der Hauptrunde der Saison 2020/21 verlor der spätere Meister gleich zwei Mal.

Und so baute Trainer Israel Gonzalez wieder auf sein bestes Team. Die Stammkräfte Maodo Lo und Ben Lammers, die beim klaren Sieg gegen Würzburg pausiert hatten, kehrten in den Kader zurück. Der Schongang war damit auch beim Blick aufs Personal vorbei - und auf dem Parkett entwickelte sich das erwartet enge Spiel.

Das erste Viertel war tempo- und punktreich: Mit 26:24 führten die Gäste aus Berlin nach zehn Minuten. Die beiden besten Defense-Teams der Liga suchten den offensiven Schlagabtausch. Immer wieder sahen die Zuschauer starke Kombinationen.

Hamburg verstärkt die Defense

Auch im zweiten Viertel blieb es unterhaltsam. Die Führung wechselte mehrfach, ehe sich die Hausherren kurz vor der Pause erstmals ein wenig absetzen konnten. Das lag zum einen an den weiterhin starken Offensivaktionen. Vor allem Caleb Homesley traf und traf - und sammelte bis zur Halbzeit 15 Punkte. Doch die Basis des Erfolgs der Towers war nun vor allem die Defensive. Die Hamburger verteidigten den eigenen Korb weitaus aggressiver, brachten Alba so dem Rhythmus - und führten zur Pause mit 46:41 gegen den Meister.

Zahlen zum Spiel

Hamburg Towers - Alba Berlin 80:88 (24:26, 22:15, 15:19, 19:28)

Punkte Hamburg Towers: J. Brown 25, Homesley 15, Kotsar 12, Meisner 8, Dileo 5, Edigin 5, Hinrichs 4, Ju. Hollatz 4, McCallum 2

Punkte Alba Berlin: Da Silva 15, Eriksson 12, Lo 12, Lammers 11, Olinde 10, Delow 6, Thiemann 6, Sikma 5, Smith 5, Koumadje 4, Zoosman 2

Zuschauer: 2.500

 

Die Berliner zogen nach der Pause nach. Nach 24 im ersten und 22 im zweiten Viertel ließen auch sie nun nur noch 15 Punkte zu. Und robbten sich so wieder heran. Knapp vier Minuten waren im dritten Viertel gespielt, da führte der Hauptstadt-Klub durch zwei Punkte von Lammers mit 49:48. Es war einer von insgesamt 16 (!) Führungswechseln bis zum Ende des dritten Spielabschnitts. Schwach im Spiel zweier sonst starker Teams war die Quote von der Dreierlinie. Beide Mannschaften lagen in dieser Statistik nur im 20-Prozent-Bereich.

Im letzten Viertel zieht Alba davon

Mit 61:60 für die Towers ging es in das entscheidende Viertel. Und in dem erwischte nun Alba den besseren Start. Auch weil Oscar da Silva - in dieser Spielphase der entscheidende Mann - die lausige Quote aus der Distanz zumindest ein wenig aufpolierte, erarbeiteten sich die Gäste ihr größtes Punkte-Polster: Nach zwei Minuten im Schlussabschnitt führten sie mit 67:61.

Alba gelang nun offensiv (fast) alles. So legten unter anderem Lo und der bis dahin weitestgehend erfolglose Marcus Eriksson zwei weitere Dreier nach. Die Führung wuchs auf mehr als zehn Punkte an. Es war der Lauf zur rechten Zeit - und Hamburg konnte nichts mehr entgegensetzen. Am Ende siegte Alba mit 88:80 bei den Towers.

Weiter geht es für Alba Berlin am Donnerstag (20 Uhr) in der Euroleague gegen Panathinaikos Athen, ehe das Team in der Liga nach Braunschweig reist (Sonntag, 15 Uhr).

Sendung: Inforadio, 02.01.2022, 20:15 Uhr

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