78:87-Niederlage in Tel Aviv - Alba verliert auch viertes Spiel nach der Corona-Pause

Di 25.01.22 | 22:52 Uhr
Alba-Trainer Israel Gonzales ist enttäuscht (imago images/Contrast)
Bild: imago images/Contrast

Alba Berlin hat das vierte Spiel in Folge verloren. Die Albatrosse mussten sich trotz starker Anfangsphase und einem Comeback im letzten Viertel mit 78:87 beim israelischen Serienmeister in Tel Aviv geschlagen geben.

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Mit 78:87 (23:23, 16:24, 19:20, 20:20) verloren die Berliner am Dienstagabend in der Euroleague beim israelischen Meister Maccabi Tel Aviv.

In einem intensiven Spiel startete Alba im letzten Viertel ein Comeback, vergab aber in der spannenden Schlussphase die Chance, doch noch mit einem Sieg zurück nach Berlin zu fliegen. Top-Scorer für die Albatrosse war Maodo Lo mit 18 Punkten. Alba verweilt nach der Niederlage in der Euroleague auf dem 16. Tabellenplatz.

Maodo Lo startet stark

Ohne Top-Scorer Marcus Eriksson, der wegen einer Fußverletzung fehlte, startete Alba trotzdem mit starker Offensive in die Partie. Bereits nach fünf gespielten Minuten verzeichneten die Berliner 15 Punkte, sieben davon durch Maodo Lo. Der gebürtige Berliner spielt eine überragende Saison und verfehlte im ersten Viertel nicht einen einzigen Wurf.

In einer schnellen Partie ohne viele Unterbrechungen zeigte Alba zwar eine gute Wurfquote und starke Rebound-Zahlen, allerdings ließen die Gäste in der Verteidigung viele einfache Punkte zu und konnten sich nicht von den Hausherren absetzen. Mit einem 23:23-Unentschieden endete das erste Viertel in Tel Aviv. Nach dem Spielverlauf im ersten Spielabschnitt hatte man den Eindruck, dass gegen den großen Favoriten Maccabi heute etwas gehen könnte. Denn auch die Israelis hatten zuletzt häufiger mit Schwächephasen zu kämpfen.

Im zweiten Spielabschnitt brauchte Alba eine Weile, um zurück in den offensiven Rhythmus aus dem ersten Viertel zu finden. Stattdessen zeigte nun immer mehr der israelische Serienmeister seine Qualität. Angeführt von Star-Spieler Scottie Wilbekin hielt Tel Aviv die Wurfquote hoch und schloss immer wieder schnell am Korb ab. Alba hatte vor allem Probleme beim Defensiv-Rebound und ermöglichte den Gastgebern somit zweite Chancen. Zur Halbzeit führten die Hausherren mit 47:39. Top-Scorer in der ersten Halbzeit für die Berliner war Maodo Lo mit 13 Punkten und immer noch ohne einen einzigen Fehlwurf.

9.103 Zuschauer sorgen für Stimmung

In der zweiten Hälfte machte Tel Aviv da weiter, wo das Team vor der Pause aufgehört hatte. Immer wieder zeigte sich die hohe individuelle Qualität der Israelis auf dem Parkett. Dabei wurden sie auch getragen von den 9.103 Zuschauern in der Menora Mivtachim Arena, die mit lauten Gesängen für eine unglaubliche Stimmung sorgten. Neben der Offensive verbesserten die Hausherren auch die Verteidigung und Alba tat sich im Verlauf des dritten Viertels immer schwerer, den Weg zum Korb zu finden.

Und auch die Wurferarbeitung hinter der Drei-Punkte-Linie verhinderte Tel Aviv konsequent. Das Spiel verlor deutlich an Tempo und Albas Wurfquote sank unter 60 Prozent. Immer wieder verlor der deutsche Meister im Angriff den Ball, während Maccabi bis zum Ende des dritten Viertels nur einen einzigen Turnover zu verzeichnen hatte. Den ganz großen Abstand konnten sich die Israelis aber trotzdem nicht erarbeiten und Alba gab alles, um einigermaßen dranzubleiben. Mit einem Spielstand von 67:58 für Maccabi ging es in das letzte Viertel.

Comeback im letzten Spielabschnitt

Im vierten Viertel wurde es dann doch noch einmal spannend. Alba startete stark und war nach den ersten zwei Minuten durch einen wichtigen Drei-Punkte-Wurf von Louis Olinde auf einmal wieder auf fünf Zähler dran. Plötzlich war den Berlinern klar: Hier geht noch was! Jetzt war noch einmal Konzentration gefragt. Zwischenzeitlich zogen die Israelis immer mal wieder davon, aber die Berliner ließen sich nicht abschütteln und verkürzten 2:30 Minuten vor Schluss sogar auf drei Punkte.

Doch gerade als die Alba-Fans vor dem Fernseher anfingen zu träumen, zündete Maccabi Tel Aviv noch einmal den Turbo und präsentierte die gesamte Qualität, die in der Mannschaft steckt. Mit zwei entscheidenden Dreiern von DiBartolomeo und Williams machten sie alles klar. Am Ende mussten sich die Albatrosse in einem intensiven Spiel mit 78:87 geschlagen geben. Die erfolgreichsten Werfer bei den Gastgebern waren Scottie Wilbekin (18 Punkte) und Derrick Williams (16 Punkte).

Noch hat Alba Berlin also nach der Pause nicht zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Ein Sieg würde den Berliner Basketballern sicher guttun, allerdings wartet im nächsten Spiel direkt der nächste schwere Gegner. Am Freitagabend treffen die Albatrosse in der Euroleague auf den Bundesliga-Konkurrenten und Vizemeister Bayern München. Tip-Off in München ist um 20:30 Uhr.

Sendung: rbb24, 25.01.2022, 21.45 Uhr

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