Eisbären gewinnen in München - Niederberger hält den Eisbären-Sieg fest

So 23.01.22 | 19:02 Uhr
Eisbären-Keeper Mathias Niederberger zeigt eine Parade. (Bild: IMAGO / kolbert-press)
Video: Lynn Krämer | Abendschau | Bild: IMAGO / kolbert-press

In einem hochklassigen Spitzenspiel gewannen die Eisbären bei den EHC Red Bulls München in der Deutschen Eishockey-Liga mit 3:1. Mann des Spiels war Eisbären-Goalie Mathias Niederberger, der mit reihenweise starken Paraden die Gastgeber verzweifeln ließ. Von Fabian Friedmann

Vor Geisteratmosphäre in München schlugen die Eisbären Berlin die EHC Red Bulls in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit 3:1 (3:0, 0:1, 0:0). In einer zu jeder Zeit ansehnlichen Partie hatten die Berliner das Geschehen gerade zu Beginn im Griff und feierten den ersten Sieg in der laufenden Spielzeit beim Angstgegner in München, gegen den man vor 12 Tagen noch mit 2:3 nach Overtime das Nachsehen hatte.

Eisbären mit starkem ersten Drittel

Beide Trainer konnten auf zahlreiche Rückkehrer nach Corona-Erkrankungen zurückgreifen, so dass beide Teams mit vier Sturmreihen ins Match gehen konnten. Und es ging gleich gut los für die Berliner: Leo Pföderl wäre in der 1. Minute beinahe der Torerfolg gelungen, doch dessen abgefälschter Schuss von Hördler klatschte an den Pfosten. Die Eisbären blieben druckvoll, ließen dem EHC kaum Luft zum Verschnaufen in der Anfangsphase. Es dauerte bis zur 6. Minute, ehe München durch Maximilian Kastner erstmals gefährlich vor dem Tor von Berlins Goalie Mathias Niederberger auftauchte.

Doch die Eisbären spielten weiter mutig nach vorne. Nach Veilleux-Pfostenschuss (9.) war es letztlich Verteidiger Frank Hördler, der mit einem strammen Schlagschuss das 1:0 markierte (15.). Zwei Minuten später erhöhte Marcel Noebels im Eins-gegen-Eins auf 2:0 für eiskalte Eisbären, allerdings unter gütiger Mithilfe von Münchens Goalie. Die Gastgeber versuchten ihrerseits mit wütenden Angriffen zurückzuschlagen, doch Endstation war immer wieder der überragende Mathias Niederberger. Und es kam noch besser für Berlin: 1,7 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels traf Topscorer Matt White in Überzahl zum 3:0 für die Gäste.

Niederberger mit Weltklasse-Paraden

Zu Beginn des zweiten Drittels wechselte München den Torhüter. Für den glücklosen Danny aus den Birken rückte Neuzugang Henrik Haukeland zwischen die Pfosten. Und die Gastgeber kamen besser aus der Pause, wobei Berlins Torhüter Mathias Niederberger abermals Sieger gegen die starken Schüsse von Ben Street (21.) und Freddie Tiffels (23.) blieb. In der 29. Minute dann ein Weltklasse-Safe von Niederberger, als er seine Fanghand blitzschnell gegen den Schuss von Street ausfahren konnte.

Der Eisbären-Keeper war schon jetzt der Mann des Spiels, auch wenn Jonathan Blum fünf Minuten vor Drittel-Ende das 1:3 für München aus kurzer Distanz erzielen konnte. Denn sonst war weiterhin kaum ein Durchkommen für die Red Bulls gegen Niederberger, auch wenn München bei den Torschüssen mittlerweile die dominante Mannschaft war.

Das Spiel der beiden DEL-Topteams blieb auch im letzten Abschnitt hochklassig: viele Torszenen, viele starke Paraden der Goalies auf beiden Seiten und zahlreiche intensive Zweikämpfe unterstrichen das Prädikat "Spitzenspiel". Doch die Eisbären verteidigten am Ende clever und geschickt den Sieg gegen den EHC und bleiben damit auch weiterhin an der Spitze der Deutschen Eishockey Liga - bevor es für das Team von Trainer Serge Aubin nun in eine kleine Spielpause aufgrund des olympischen Eishockeyturniers geht.

Sendung: rbb24, 23.01.2022, 21:45 Uhr

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