Bahnradsportlerin Lea Sophie Friedrich - Über Cottbus an die Weltspitze

Mi 12.01.22 | 11:47 Uhr | Von Andreas Friebel
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Lea Sophie Friedrich jubel nach einem Rennen. Quelle: imago images/AFLORSPORT
Audio: Inforadio | 11.01.21 | 16:15 Uhr | Andreas Friebel | Bild: imago images/AFLOSPORT

Wer im Bahnradsport erfolgreich sein will, der kommt an Cottbus nicht mehr vorbei. 2015 wechselte Weltmeisterin Emma Hinze in die Lausitz. Im Sommer folgte ihr Lea Sophie Friedrich, die seit ein paar Tagen auch für ein Brandenburger Team startet. Von Andreas Friebel

Lea Sophie Friedrich ist eine der großen sportlichen Überraschungen des vergangenen Jahres. Bis zu den Olympischen Spielen stand die 22-Jährige etwas im Schatten der mehrfachen Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze. Doch inzwischen gehört auch Friedrich zur Weltspitze. Sie ist im Sommer nach Cottbus umgezogen, und seit Anfang des Jahres fährt sie nun auch für ein Team aus der Region.

Wechsel nach Cottbus vor Olympia

2021 war extrem erfolgreich für Lea Sophie Friedrich. Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio, drei Weltmeister-Titel, EM-Gold im Keirin und zum Jahresabschluss noch der zweite Platz in der neugeschaffenen Championsleague im Bahnradsport. Viel mehr geht kaum: "Das war richtig cool. Deshalb schaue ich sportlich gesehen sehr gern auf das vergangene Jahr zurück", sagt Friedrich, die lange Zeit in Mecklenburg-Vorpommern lebte. 2021 aber einen ziemlich heftigen Schnitt in ihrer Karriere vollzog.

Schon vor den Olympischen Spielen in Tokio verließ Friedrich Schwerin und zog nach Cottbus. Seit Anfang Januar startet sie nun für das Track Team Brandenburg. "Ich wusste ich muss etwas ändern, um besser trainieren zu können. Deshalb habe ich mich entschieden, mit Bill Huck zusammenzuarbeiten und nach Cottbus zu gehen. Um dort meine sportliche Karriere weiterzuführen."

Kein gemeinsames Training von Friedrich und Hinze

Die 22-Jährige hat eine Wohnung in der Innenstadt, unweit des Olympiastützpunktes. Knapp 500 Meter sind es nur bis auf die Trainingsbahn, die nun ihre Heimbahn ist. "Ich habe Cottbus zu verdanken, dass das Jahr so lief, wie es lief. Wenn ich in Schwerin geblieben wäre, wäre es um einiges schwieriger gewesen."

Friedrich ging damit den Weg von Weltmeisterin Emma Hinze, die sich schon 2015 für einen Wechsel in die Lausitz entschied. Beide trainieren jetzt zwar am Olympiastützpunkt, gehören aber zu unterschiedlichen Trainingsgruppen. Ein bisschen Distanz wollen Friedrich und Hinze dann doch wahren. Denn sie bleiben, mal abgesehen von gemeinsamen Auftritten im Teamsprint, Konkurrentinnen.

Lea Sophie Friedrich (r.) jubelt gemeinsam mit Emma Hinze (l.). Quelle: imago images/Beautiful SportsLea Sophie Friedrich (r.) jubelt gemeinsam mit Emma Hinze (l.).

Weltspitze für die nächsten Jahre?

Beide, Hinze und Friedrich, haben das Zeug dazu ihren Sport in den kommenden Jahren international zu dominieren. Trotzdem bleibt Lea Sophie Friedrich auf dem Boden. Und formuliert ihre Ziele für 2022 bescheiden. "Ich möchte Spaß beim Radfahren und Spaß bei den Wettkämpfen haben. Und vielleicht auch wieder eine, zwei Medaillen gewinnen."

Warum auch nicht. Denn der Wechsel nach Cottbus hat gezeigt, welches Potential in der 22-Jährigen steckt.

Sendung: Inforadio, 11.01.21, 16:15 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

1 Kommentar

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  1. 1.

    Was macht einen "Stützpunkt" wirklich gut und wertvoll? Es ist nie die Immobilie, sondern die Menschen... Lieber rbb, in dem Sinne mehr Hintergründe können nicht schaden...

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