3:4 gegen Nürnberg Ice Tigers - Eisbären erhalten Dämpfer gegen Außenseiter

So 09.01.22 | 16:37 Uhr
Eisbären Berlin
Bild: imago images/Nordphoto

Gegen die Nürnberg Ice Tigers winkte den Eisbären der dritte Sieg im noch jungen Jahr. Der Außenseiter machte es den Berlinern allerdings schwer. Ein Hattrick des überragenden Ryan Stoa entschied das Spiel für die Gäste aus Bayern.

Die Eisbären Berlin haben die zweite Niederlage im Jahr 2022 kassiert. Beim Heimspiel unterlag die Eishockey-Mannschaft von Serge Aubin am Sonntag überraschend den Nürnberg Ice Tigers mit 3:4 (1:1, 2:1, 0:2). Der Hauptstadt-Klub bleibt trotz der Niederlage Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Gegentor nach 24 Sekunden

Nürnbergs Stürmer Chris Brown versetzte dem Tabellenführer nach nicht einmal einer halben Minute einen Schock, als er sich vor dem Tor freispielte und platziert abzog zur Führung für den Außenseiter aus Franken.

Es dauerte danach einige Minuten, bis die Berliner in die Partie fanden und sich ein spielerisches Übergewicht erarbeiteten, was ihnen dann zunehmend gelang. In der 13. Minute folgte der Ausgleich einer schnellen Kombination: Marcel Noebels spielte seinen Team-Kollegen Blaine Byron vor dem Nürnberger Tor an, der direkt ablegte auf Leonhard Pföderl. Der Stürmer netzte mit seinem 15. Saison-Treffer zum verdienten Ausgleich ein.

Ereignisreiches zweites Drittel

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Nach einem Scheibenverlust der Ice Tigers gelang Matt White an den Puck und raste aufs gegnerische Tor zu, verzögerte kurz und verwandelte zur Führung. Doch die Ice Tigers lieferten die direkte Antwort. Nach dem Bully spielte sich Ryan Stoa frei, konnte allein aufs Berliner Tor zulaufen und trocken verwandeln zum 2:2.

In der 35. Minute traf der Berliner Sebastian Streu ins gegnerische Tor, so gingen die Hausherren mit einer 3:2-Führung in die letzte Drittelpause und hatten dabei Glück, dass die Ice Tigers in der Schlussphase des zweiten Drittel mehrere Chancen liegen gelassen hatten.

Nürnbergs Stoa mit Hattrick

Obwohl die Berliner gut aus der Kabine kamen und kompakt verteidigten, schafften es die Gäste, das Spiel zu drehen.

Durch einen Powerplay-Treffer glich Nürnberg zunächst aus: Nachdem Nick Welsh aus der Distanz abgezogen hatte, konnte Berlins Keeper Ancicka den Puck nicht festhalten, Stoa staubte aus kurzer Entfernung ab zum 3:3 (47. Minute). In der 51. Minute legte Stoa gleich nach, indem er einen Rückhandpass seines Mitspielers Gregor MacLeod verwertete. Es war bereits Stoas sein dritter Treffer des Tages.

Auch nach der Niederlage bleiben die Eisbären Tabellenführer der DEL. Am kommenden Freitag wartet das Spitzenspiel gegen den EHC München, zumindest laut Spielplan. Ob die Partie tatsächlich stattfindet, hängt davon ab, wie sich die Corona-Situation bei den Bayern entwickelt. Zuletzt musste der EHC wegen Quarantäne-Maßnahmen beide geplanten Champions-League-Partien gegen Tappara Tampere absagen.

Sendung: rbb UM6, 09.01.2022, 18 Uhr

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