Eiskunstlauf-EM in Tallin - Berliner Paul Fentz misslingt Generalprobe für Peking

Fr 14.01.22 | 21:40 Uhr
Paul Fentz. (Bild: Imago/SNA)
Bild: imago/SNA

Der Berliner Eiskunstläufer Paul Fentz hat ein klares Ausrufezeichen vor den anstehenden Olympischen Winterspielen verpasst. Der deutsche Meister und EM-Achte von 2020 wurde in Tallin nach Platz elf im Kurzprogramm nur 16. in der Endabrechnung nach der Kür.

Fentz startete stark in sein Programm: nachdem er im Kurzprogramm noch beim vierfachen Toeloop stürzte, legte er in der Kür eine saubere Vierfach-Zweifach-Toeloop-Kombination aufs Eis. Doch dieser starke Auftakt half dem 29-Jährigen nicht durch die Kür, die er zu "Hurricane" der Rockband Scorpions lief: Bei folgenden Elementen wie dem Dreifachtoeloop oder dem Dreifach-Lutz stürzte er, einen Dreifach-Axel führte er nur doppelt aus.

Starostin überrascht

Für eine Überraschung sorgte der Dortmunder Nikita Starostin. Beim EM-Debüt kämpfte sich der 19 Jahre alte gebürtige Russe am Freitag mit einer starken Kür und 214,40 Punkten auf den 13. Platz. Damit überflügelte er noch den viermaligen deutschen Meister Paul Fentz.

Neuer Europameister wurde der Russe Mark Kondratjuk bei seinem ersten EM-Start mit 286,56 Punkten. Auf den zweiten Platz kam der Italiener Daniel Grassl (274,48) vor dem Überraschungsdritten Deniss Vasiljevs (272,08) aus Lettland.

Fentz in Peking nicht als Einzelläufer dabei

Nachdem sich Fentz bei der Nebelhorn-Trophy im September nicht direkt für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking hatte qualifizieren können, war er auf eine nachträgliche Nominierung der Deutschen Eislauf-Union (DEU) angewiesen. Diese berief den vierfachen deutschen Meister im Einzellauf später zum olympischen Teamwettbewerb, für den Deutschland teilnahmeberechtigt ist.

Sendung: rbb24, 14.01.2022, 22 Uhr

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