7:1-Sieg in Köln - Eisbären starten mit Torfestival aus der Olympiapause

Di 22.02.22 | 22:26 Uhr
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Eisbären-Spieler Mark Zengerle (rechts) feiert seinen Treffer im Spiel gegen Köln gemeinsam mit seinen Teamkollegen (imago images/Andreas Gora)
Video: Johanna Rüdiger | rbb24 | 22.02.2022 | Bild: imago images/Andreas Gora

Nach vierwöchiger Pause und der Rückkehr von sechs Olympiateilnehmern haben sich die Eisbären sofort wieder mit gewohnter Stärke präsentiert. Mit 7:1 gewann der Tabellenführer aus der Hauptstadt auswärts deutlich gegen die Kölner Haie.

Die Eisbären Berlin haben sich erfolgreich aus der Olympiapause zurückgemeldet. Mit einem souveränen 7:1-Erfolg (2:0, 3:0, 2:1) gewannen sie am Dienstagabend ihre DEL-Partie in Köln. Mit den Rückkehrern aus Peking im Kader ließen sie den Hausherren über das gesamte Spiel kaum eine Chance und festigten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze.

Olympiateilnehmer wieder dabei

Nach vier Wochen Pause wollten die Eisbären in Köln die Erfolgsserie weiter fortsetzen. Der Tabellenerste aus der Hauptstadt ging mit breiter Brust in das Duell. Schließlich haben die Berliner in dieser Saison 14 ihrer 18 Auswärtsspiele gewinnen können und sind heißer Titelkandidat. Außerdem konnte Trainer Serge Aubin endlich wieder auf einen vollständigen und teilweise sehr ausgeruhten Kader zurückgreifen. Die sechs Olympiateilnehmer der Eisbären sind zur Mannschaft zurückgekehrt und alle zuhause gebliebenen Spieler konnten sich während der Winterspiele in Peking mal wieder richtig erholen - sie bekamen zwei Wochen Urlaub.

Eisbären von Beginn an dominant

Trotz der langen Spielpause starteten die Berliner aufgeweckt und hellwach in das Spiel und dominierten die Anfangsphase. Köln kam nur selten in das Drittel der Gäste und musste sich dem Dauerdruck der Eisbären nach sechs Minuten zum ersten Mal geschlagen geben. Ein Schuss von Frank Hördler wurde vor dem Tor leicht von Mark Zengerle abgefälscht und rutschte dem Kölner Torwart mit wenig Tempo zwischen den Beinen durch - die verdiente Führung für Berlin.

Kurz nach dem Tor gingen die Gastgeber dann erstmals in eine Power-Play-Situation, nachdem der Berliner Jensen wegen eines Cross Checks zwei Minuten in die Penalty Box musste. Die Rheinländer konnten in Überzahl zwar Druck aufbauen, einen Treffer erzielten sie allerdings nicht.

Stattdessen gelang es den Eisbären, den Vorsprung noch im ersten Drittel weiter auszubauen. 7:55 Minuten vor Ende des Spielabschnitt steuerten Blaine Byron und Mark Zengerle in einer Zwei-gegen-Eins-Situation auf das Kölner Tor zu und spielten den Angriff perfekt aus. Byron ließ den vorbeirutschenden Verteidiger aussteigen und legte selbstlos auf Zengerle ab, der nur noch den Schläger hinhalten musste.

Partie wurde zum Torfestival

Und auch im zweiten Drittel ging das Toreschießen bei den Gästen aus der Hauptstadt munter weiter. Nach zwei gespielten Minuten war es erst Kevin Clark, der nach Pass von Noebels den Puck flach ins Tor beförderte, wenige Augenblicke später gelang dann Jonas Müller sein 100. Karrierepunkt, mit einem präzisen Schuss in die Ecke.

Die Partie entwickelte sich zum Torfestival. Und die Eisbären hatten noch nicht genug. Neun Minuten vor Ende des zweiten Spielabschnitts war die Freude beim Berliner Nicholas Jensen groß. Der Verteidiger erzielte mit einem halbhohen Handgelenkschuss sein erstes Saisontor und das 5:0 für die Gäste. Das Spiel war hier längst entschieden und die 4.000 Zuschauer in der Kölner Lanxess Arena bedient. Die Hausherren präsentierten sich chancenlos.

Im letzten Drittel boten die Rheinländer ihren Fans dann aber zumindest doch nochmal einen Jubel-Moment. Mark Olver tauchte in der neutralen Zone mit der Scheibe auf und setzte sich im Alleingang gegen den Berliner Schlussmann Niederberger durch. Über die Lautsprecher erklang die Kölsche-Torhymne und für einen kurzen Moment kam Stimmung auf. Und tatsächlich hatten die Haie dann auch noch das ein oder andere Mal hochprozentige Chancen, die sie allerdings nicht verwerten konnten. Und die Aufholjagd wäre wohl sowieso zu spät gekommen.

Eisbären festigen Tabellenspitze

Die Schlusspunkte setzte stattdessen der Berliner Matt White mit einem Doppelpack. Erst zimmerte er den Puck sechs Minuten vor Ende von der linken Seite nach einem Zuspiel eiskalt in den Winkel, bevor er dann 59 Sekunden vor der Schlusssirene nach einem Zuspiel am langen Pfosten verwandelte und für den hochverdienten 7:1-Endstand sorgte.

Trotz der zwei Wochen Urlaub und der Olympia-Abwesenden schien die Mannschaft von Coach Aubin direkt wieder in die Erfolgsspur gefunden zu haben und da weiterzumachen, wo sie vor den Olympischen Winterspielen aufgehört hatte. Mit ihrer extremen Effizienz ließen sie den Kölnern keine Chance.

Die Eisbären haben an der Tabellenspitze nun bereits acht Punkte Vorsprung auf die Verfolger Grizzlys Wolfsburg und sind heißer Kandidat auf den Titel. Am kommenden Freitag geht es für sie in der DEL weiter. Dann empfangen sie die Augsburger Panther in der Arena am Ostbahnhof.

Sendung: rbb24, 22.02.2022, 21.45 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Köln war auch ganz schwach was die Eisbären ganz effektiv genutzt haben. Nach vier Wochen Pause so zurück zu kommen ist eine sehr gute Leistung. Weiter so Bären wäre auch schön wieder bei Heimspielen vor voller Halle.

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