0:1 bei Arminia Bielefeld - Union Berlin kassiert dritte Niederlage in Folge

Sa 19.02.22 | 17:48 Uhr
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Union Berlins Sven Michel rauft sich die Haare (imago images/Ulrich Hufnagel)
Audio: inforadio | 19.02.2022 | Christian Schulze | Bild: imago images/Ulrich Hufnagel

Union Berlin hat am 23. Spieltag in der Fußball-Bundesliga zum dritten Mal in Folge verloren. Beim 0:1 in Bielefeld hatte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer dabei durchaus ihre Möglichkeiten.

Union Berlin hat zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Geschichte drei Spiele in Folge verloren. Das Tor des Tages beim 1:0-Erfolg von Arminia Bielefeld erzielte der Japaner Masaya Okugawa in der 53. Minute. Durch die Niederlage rutscht die Mannschaft von Trainer Urs Fischer vorerst auf den achten Platz in der Tabelle ab, hat aber weiterhin nur drei Punkte Rückstand auf Rang vier und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League.

Der Spielverlauf

Das Spiel begann verhalten und sah erst in der elften Minute eine erste Torchance. Ein zunächst harmlos wirkender Distanzschuss von Bielefelds Patrick Wimmer hoppelte letztlich auch zur Überraschung von Union-Torhüter Andreas Luthe an den linken Torpfosten und von dort jedoch ins Toraus. Unions erste Möglichkeit auf einen Treffer ergab sich vier Minuten später, als nach einem Lapsus von Arminia-Verteidiger Joakim Nilsson zunächst Sheraldo Becker und dann auch Taiwo Awoniyi am gut reagierenden Bielefelder Schlussmann Stefan Ortega Moreno scheiterten.

Union lauerte in der Folge auf Konter und kam zu weiteren Chancen. Zunächst schoss der aufgerückte Rani Khedira den Ball aus einem Strafraumgedränge heraus per Dropkick knapp über das Tor (36. Minute). Sechs Minuten später setzte der freistehende Sven Michel einen Kopfball nach Becker-Flanke knapp neben den Pfosten. Hier wäre Bielfelds Torhüter ansonsten machtlos gewesen. So ging es torlos in die Pause.

Union nutzt seine Chancen nicht

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich Union deutlich mehr um Spielkontrolle bemüht, allerdings abermals zu unpräzise im letzten Drittel. So blieben klare Torchancen Mangelware, ehe Bielefeld in der 53. Minuten zum 1:0 traf. Nach einem schönen Steckpass von Wimmer auf Masaya Okugawa vollstreckte der sträflich frei gelassene Japaner aus zehn Metern und unhaltbar für Unions Torhüter Luthe ins lange Eck. Und auch die nächste Groß-Chance gehörte den Gastgebern, da Stürmer Janni Serra einen Distanzschuss von Rechtsverteidiger Cedric Brunner nur knapp neben das Tor abfälschte (63.). Auf der Gegenseite war es drei Minuten später erneut der starke Bielefelder Torhüter Ortega Moreno, der im Eins-gegen-eins die Oberhand über den frei vor ihm auftauchenden Awoniyi behielt.

Union-Trainer Urs Fischer reagierte, brachte nach Andreas Voglsammer (57., für Dominique Heintz) auch noch Keita Endo und Kevin Möhwald (75.) für Taiwo Awoniyi und Rani Khedira sowie Kevin Behrens und Niko Gießelmann für Sven Michels und Bastian Oczipka (84.). Die nächste Groß-Chance verzeichnete jedoch Bielefeld, da Alessandro Schöpf Unions Torhüter Luthe mit einem Schuss vom Strafraumrand zu einer Glanzparade zwang. Die Schlussoffensive der Berliner hingegen war zwar von viel Engagement geprägt, sah durch einen Behrens-Kopfball und einer Möhwald-Direktabnahme auch nochmals zwei Chancen, das Tor aber, es blieb wie vernagelt.

Die Kurzanalyse

Unions Trainer Urs Fischer änderte seine Aufstellung im Vergleich zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund (0:3) auf drei Positionen. Für Abwehrchef Robin Knoche (Gelbsperre) begann Dominique Heintz, außerdem starteten Rani Khedira und Julian Ryerson anstelle von Levin Öztunali und Christopher Trimmel. An der Taktik oder aber dem Spielverlauf änderte sich dadurch allerdings wenig. Union lauerte auf Umschaltmomente und die Möglichkeit, Sturmtank Taiwo Awoniyi in Szene zu setzen. Durch die Mitte gelang dies jedoch so gut wie überhaupt nicht und über die Außenbahnen blieben zu viele Hereingaben zu ungenau.

Chancen ergaben sich für unermüdlich versuchende Unioner dennoch. Doch auch hier zeigten sich Parallelen zum Spiel gegen Dortmund. Trotz Torschuss-Trainings unter der Woche fehlte auch den Abschlüssen die nötige Präzision. Und auch in der Defensive agierte Union nach dem Muster Wiedervorlage. Wie schon gegen den BVB führte eine Unkonzentriertheit in der letzten Reihe zum Gegentor. Die Freiheit, die Torschütze Masaya Okugawa im Strafraum genoss, hätte es beim formstarken Union Berlin der Hinrunde wohl kaum gegeben.

Das sagt das Netz

Auch wenn man den Namen "Kruse" ja nicht mehr in den Mund nehmen soll in Köpenick:

Same, same but different:

Undank ist der Welten Lohn. Auch in Ostwestfalen:

Das Spiel im Liveticker

Sendung: rbb UM6, 19.02.2022, 18 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Zitat: "Na, das Fell wird dünner, ne Glaudino?"

    Bei mir wird gar nichts dünner, "Plopp". Der FCU kann bisher auf zwei erfolgreiche BL-Saisons blicken und geht nun in die vierte Spielzeit. Das definierte Ziel des Vereins ist und bleibt auch zukünftig der Klassenerhalt und die Etablierung in der Bundesliga, was jeder, der auch nur halbwegs Ahnung hat, checken müsste. Aber da Sie hier vom RBB als "Hofberichterstatter der Köpenicker" fabulieren, ist Ihr Beitrag für mich sowieso obsolet.

    Und übrigens: selbst der WDR schrieb zum Spiel, dass der FCU über weite Strecken das dominierende Team war.

  2. 12.

    Zitat: "Na, das Fell wird dünner, ne Glaudino?"

    Bei mir wird gar nichts dünner, "Plopp". Der FCU kann bisher auf zwei erfolgreiche BL-Saisons blicken und geht nun in die vierte Spielzeit. Das definierte Ziel des Vereins ist und bleibt auch zukünftig der Klassenerhalt und die Etablierung in der Bundesliga, was jeder, der auch nur halbwegs Ahnung hat, checken müsste. Aber da Sie hier vom RBB als "Hofberichterstatter der Köpenicker" fabulieren, ist Ihr Beitrag für mich sowieso obsolet.

    Und übrigens: selbst der WDR schrieb zum Spiel, dass der FCU über weite Strecken das dominierende Team war.

  3. 11.

    konnte er ja auch nicht. Die spielen ja erst heute und werden sich ziemlich weit unten einordnen. Hertha ist ja der lieblingsgegner von RB. Eine Durststrecke ist ziemlich normal in der Saison. Trifft union genauso wie Bayern oder Dortmund. Nirgends ist sie aber so lang wie bei hertha und da ist ja derzeit kein Ende abzusehen.

  4. 10.

    Na, das Fell wird dünner, ne Glaudino? Von Hertha hat er gar nichts geschrieben.Der Beitrag war eher ein Hinweis, dass die Hofberichterstatter der Köpenicker oftmals an der positiven Schraube gedreht haben, dabei Dinge schön geschrieben haben, die anderswo einfach banal sind.

  5. 9.

    Tasmania, Tebe, Blau-Weiß, Köpenick. Kenn war allet, geht vorüber.
    Hahohe


  6. 8.

    Das werden Sie morgen erleben können, wenn der BCC eine Klatsche bekommen hat. Da gaht dann was.
    Nur Geduld.

  7. 7.

    Das werden Sie morgen erleben können, wenn der BCC eine Klatsche bekommen hat. Da gaht dann was.
    Nur Geduld.

  8. 6.

    Zitat: "Da bin ich aber gespannt, wie der rbb das nun wieder zu einer Fußballerischen Glanzleistung umdeuten wird."

    Och ja, der parteiische RBB, der den FCU immer schön redet und Hertha schlecht macht, ne Hanna. Also mir würde das Suhlen in einer Opfermentalität ja nicht allzu viel geben, aber jeder wie er mag . . .

  9. 5.

    ...in der Stadt, die es nicht gibt, kann man schon mal verlieren...

  10. 4.

    Das sehe ich als gebeutelter Hertha-Fan genauso. Solche Luxusprobleme mit 34 Punkten im Rücken wären mal schön. Auffällig ist lediglich, dass Union eine nicht besonders beeindruckende Torbilanz aufweist. Aber auch in dieser Hinsicht ist Hertha das negative Maß der Dinge in Berlin.

  11. 3.

    "Ohne Kruse geht da gar nichts mehr"
    Um ihre steile These zu widerlegen, genügt ein Blick in den Oktober 2021. ;)
    Aktuell fehlt ein wenig die Effizienz und Matchglück.
    In dieser Saison ist das die erste kleine Durststrecke, was nach all den Abgängen sicherlich auch kein so großes Wunder ist.
    Mit 34 Punkten steht Union weiterhin gut da und wird auch wieder in naher Zukunft Punkte sammeln.
    Im Gegensatz zu manch Abstiegskandidaten hat Union doch "nur" Problemchen.

  12. 2.

    Da bin ich aber gespannt, wie der rbb das nun wieder zu einer Fußballerischen Glanzleistung umdeuten wird. Ohne Kruse gaht da gar nichts mehr.

  13. 1.

    Die Post-Kruse Ära ist weiterhin schwer für Köpenick. Die langen Bälle hinten raus kann keiner verarbeiten. Awonyi doch nicht gut genug? Systemwechsel? Ich befürchte, für größere Spielanteile reicht die Qualität im Kader nicht aus. Dank der bisher gesammelten Punkte bleibt man aber erstklassig.

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