Fehler und fehlende Kraft - Minerva Hase und Nolan Seegert erleben enttäuschendes Finale im Paarlauf

Sa 19.02.22 | 16:06 Uhr
Minerva Hase und Nolan Seegert während ihrer Final-Kür in Peking (Bild: IMAGO/ZUMA Wire)
Audio: inforadio | 19.02.2022 | Stephanie Baczyk | Bild: IMAGO/ZUMA Wire

Für das Berliner Eiskunstlaufpaar Minerva Hase und Nolan Seegert lief es bei den Olympischen Spielen im Paarlauf-Finale nicht gut. Einen Tag nach ihrem Weiterkommen im Halbfinale, absolvierte das Duo eine von mehreren Fehlern geprägte Kür, an deren Ende mit insgesamt 149,69 Punkten der 16. und letzte Rang stand.

Nolan Seegert waren hierbei die Folgen seiner anderthalbwöchigen Quarantäne zu Beginn der Spiele deutlich anzumerken. Den Olympiasieg sicherten sich eindrucksvoll die Chinesen Sui Wenjing und Han Kong, die Silber- und Bronzemedaillen gewannen jeweils Duos aus Russland.

Fehlerhafte Kür durch fehlende Kraft

Bereits im Halbfinale war zu erkennen, dass die Corona-Infektion Seegerts sowie der Umstand, dass das Duo in deren Folge nur fünf Mal gemeinsam trainieren konnte, nicht zu unterschätzen waren. Am Sonntag bestätigte sich dieser Eindruck. Bereits zu Beginn der Kür überdrehte Seegert einen Sprung, ehe auch Hase bei der Landung nach einem Wurf stürzte. "Es war heute auch mental schwierig in den Wettkampf reinzugehen, aber wir haben den ganzen Tag versucht positiv zu bleiben", erklärte Hase anschließend. Aber auch nach dem wackeligen Beginn gelang es dem Duo nicht, in einen guten Rhythmus und sauber durch die Choreografie zu kommen.

Gleich mehrere Hebefiguren mussten die Berliner abbrechen. Dazu war Seegert seine Erschöpfung bereits während der Kür deutlich anzumerken. "Die Performance hat für sich gesprochen. Der Akku war leer", bestätigte er diesen Eindruck nach dem Wettkampf. Auf die Frage nach dem Umgang mit der Enttäuschung erklärte dessen Partnerin Minerva Hase: "Alles, was wir jetzt machen können, ist ein paar Tage freinehmen, die Emotionen verdauen und dann den vollen Fokus auf die Weltmeisterschaft setzen." Diese findet im März im französischen Montpellier statt.

Sendung: rbb UM6, 19.02.2022, 18 Uhr

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