2:0-Heimsieg gegen Babelsberg - Cottbus zieht souverän ins Finale um den Landespokal ein

Sa 26.03.22 | 18:26 Uhr
Die Mannschaft von Energie Cottbus jubelt im Landespokal-Halbfinale gegen den SV Babelsberg (imago images/Steffen Beyer)
Video: rbb24 | 26.03.2022 | Simon Wenzel | Bild: imago images/Steffen Beyer

Energie Cottbus hat den Einzug ins Endspiel um den Landespokal perfekt gemacht. Mit einem hochverdienten 2:0-Heimsieg schlugen sie den SV Babelsberg und sorgten für Stimmung und neue Titelhoffnungen.

Der FC Energie Cottbus ist ins Finale um den Brandenburger Landespokal eingezogen. Im Duell der Regionalligisten setzten sich die Lausitzer mit einem souveränen 2:0-Sieg gegen den Rekord-Pokalsieger Babelsberg 03 durch. Vor 4.249 Zuschauern im heimischen Stadion der Freundschaft ließen sie die Gäste dabei kaum zu Chancen kommen.

Energie dominierte von Beginn an

Vor heimischer Kulisse kam Energie gut in die Partie. Zwar setzten die Babelsberger die Anspielstationen der Gastgeber früh unter Druck, doch den Lausitzern gelang es durch schnelles Passspiel immer wieder den direkten Weg nach vorne zu finden und sich gefährliche Situationen zu erarbeiten. Die beste Chance in dieser Phase hatte FCE-Mittelfeldspieler Tobias Eisenhuth, der einen langen Ball von Mitspieler Hasse hervorragend annahm und das Leder nur knapp am linken Pfosten des Babelsberger Tors vorbeischoss (16.).

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ließ das druckvolle Pressing der Gäste aus Babelsberg deutlich nach. Energie dominierte die Partie und erzielte in der 30. Minute dann den hochverdienten 1:0-Führungstreffer. Nikos Zografakis bekam den Ball über den linken Flügel, legte ihn sich auf den rechten Fuß und verwandelte ihn sehenswert in die lange Ecke.

Die Verteidigung der Potsdamer wirkte verunsichert und überfordert. Nur selten konnten sich die "Nulldreier" mit Offensivvorstößen entlasten. Cottbus machte hingegen weiter Druck und setzte bei eigenen Fehlern immer sofort nach. Und so setzte sich in der 36. Minute Torschütze Zografakis auf der rechten Seite mit einem durch und bediente in der Mitte FCE-Stürmer Erik Engelhardt, der aus kurzer Distanz dem Babelsberger-Keeper Theißen keine Chance ließ und für den 2:0-Pausenstand sorgte (36.).

"Nulldreier" zu ungefährlich

Kurz nach Wiederanpfiff kam dann auch der SVB endlich zum ersten gefährlichen Torabschluss. Rechtsaußen Robin Müller platzierte seinen Schuss aber zu zentral und stellte den Energie-Schlussmann Toni Stahl vor keine besonders schwierige Aufgabe (48.).

Danach gestaltete sich die zweite Halbzeit allerdings deutlich ruhiger und chancenärmer als der erste Durchgang. Das lag vor allem daran, dass Cottbus einen Gang zurückschaltete und nicht mehr ganz so direkt den Weg aufs Tor suchte.

Die Gäste aus Babelsberg bewiesen unterdessen zwar Kampfgeist, waren aber einfach nicht in der Lage, sich gefährliche Abschlusspositionen zu erarbeiten. Am Ende war es Cottbus-Keeper Stahl, der fast für den Babelsberger Anschluss sorgte. Bei einer hohen Hereingabe des SVB in den Strafraum klärte er nicht konsequent genug und faustete sich den Ball gegen die eigene Torlatte (75.).

In der Schlussphase hatte Babelsberg dann doch noch einmal eigene Momente. Der bis dahin völlig blass gebliebene Nulldrei-Torjäger Daniel Frahn hatte in der 85. Minute die beste Babelsberger Chance, scheiterte aber aus kurzer Distanz am starken Energie-Torwart Stahl. Danach verließ die Gäste die Kraft. Im jubelnden Stadion der Freundschaft endete die Partie mit 2:0 für Energie Cottbus, die damit souverän ins Finale um den Landespokal einziehen.

Pokalsieg wird unter Lausitzern ausgemacht

Nach einer verpatzten Rückrunde in der Regionalliga war der Finaleinzug für Cottbus das so dringend benötigte Erfolgserlebnis. "Das ist wichtig für den Verein, die Region, aber auch für die Spieler", sagte Trainer Wollitz nach dem Abpfiff des Halbfinals in der rbb-Übertragung. Jetzt geht Energie als großer Favorit ins Endspiel des Landespokals, das am 21. Mai in Luckenwalde stattfinden wird.

Dort treffen sie auf den Oberligisten VfB Krieschow, der ebenfalls aus der Lausitz kommt und fast ein Bruderverein des FCE ist. Nur 14 Kilometer westlich von Cottbus setzte sich der VfB mit 2:0 (0:0) gegen den MSV Neuruppin durch und hatte dabei zehn Ex-Energie-Profis im Kader.

Vor 1.144 Zuschauern im Sportpark Krieschow war das Spiel schon nach der ersten Halbzeit entschieden. In der 28. Minute hielt Leo Felgenträger nach einer flachen Ecke den Fuß hin und sorgte für die 1:0-Führung. Kurz danach verwandelte der Ex-Cottbuser Dimitar Rangelov einen direkten Freistoß von der Strafraumgrenze, den er perfekt über die Mauer schlenzte (32.). In der zweiten Halbzeit verwalteten die Gastgeber die Partie dann souverän und ließen Neuruppin zu keinen wirklichen Chancen kommen.

Für Krieschow ist es der erste Einzug in das Landespokal-Endspiel in der Vereinsgeschichte. Stürmer Rangelov freut sich schon auf das Aufeinandertreffen mit dem Ex-Klub. "Für mich ist das natürlich ein sehr besonderes Spiel. (...) Ich hatte super Zeiten bei Energie Cottbus und freue mich, dass ich sie als Gegner treffen kann", sagte der 39-Jährige.

Sendung: rbb 24, 26.03.2022, 18 Uhr

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