Kein Sieg in 2022 - Hertha BSC trennt sich von Trainer Tayfun Korkut

So 13.03.22 | 11:53 Uhr
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Tayfun Korkut vor Herthas Spiel in Gladbach. Quelle: imago images/Revierfoto
Audio: Inforadio | 13.03.22 | 12:15 Uhr | Dennis Wiese | Bild: imago images/Revierfoto

Hertha BSC hat auf die anhaltende Negativserie reagiert und Trainer Tayfun Korkut entlassen. Es ist der siebte Wechsel auf dem Trainerposten seit 2019. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Tayfun Korkut ist nicht länger Trainer von Hertha BSC. Der Fußball-Bundesligist gab am Sonntag das Ende der Zusammenarbeit bekannt. Hertha BSC reagierte damit auf die anhaltende Niederlagenserie und das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz. Auch Korkuts Co-Trainer Ilija Aracic ist ab sofort nicht mehr Teil des Trainerstabs.

Am Samstag hatte es für die Blau-Weißen mit der Niederlage in Gladbach bereits die fünfte Pleite in Folge gegeben. Insgesamt stehen die Berliner in diesem Jahr noch ohne Sieg und mit nur zwei Punkte da.

Bobic setzt auf "positiven Effekte eines Neuanfangs"

"Nach verheißungsvollem Start mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen und positivem Trend, haben wir nun offen und klar die Entwicklung der Leistungen und Ergebnisse der neun Rückrundenspiele analysiert und sind zu dem Entschluss gekommen, eine nochmalige Veränderung auf der Trainerposition vorzunehmen", wird Herthas Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic in einer Vereinsmitteilung zitiert: "Wir stehen derzeit auf einem Abstiegsrang. Es bleiben noch acht Partien, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Dafür werden wir alles tun und wollen mit dieser Entscheidung unterstützen, dass alle Beteiligten nochmal intensiver für die Situation sensibilisiert sind. Wir setzen auf die positiven Effekte eines Neuanfangs."

Korkuts Nachfolger steht zunächst noch nicht fest. Unter anderem gelten aber Friedhelm Funkel und Ex-Schalke-Coach David Wagner als Kandidaten auf den Job. Funkel trainierte die Berliner bereits in der Saison 2009/2010 für einige Monate.

Bei Hertha ist es bereits der siebte Trainerwechsel seit 2019. Erst Ende November hatte Tayfun Korkut Pal Dardai auf dem Trainerposten abgelöst.

Herthas Spieler am Sonntagmorgen beim Auslaufen. Quelle: rbb/RügerHerthas Spieler am Sonntagmorgen beim Auslaufen - ohne Tayfun Korkut. Bild: rbb/Rüger

Korkut erst seit November Hertha-Trainer

Während Korkuts Zeit als Cheftrainer holte die Mannschaft neun Punkte in zwölf Spielen. Den letzten Dreier gab es für die Berliner im Dezember gegen Dortmund. "Leider konnten wir aus verschiedenen Gründen den guten Start unserer Arbeit nicht halten", wird Korkut am Tag nach der Niederlage in Gladbach auf der Website von Hertha zitiert. "Ich möchte mich für die vertrauensvolle und stets offene Zusammenarbeit bedanken und wünsche der gesamten Hertha-Familie den Klassenerhalt sowie alles erdenklich Gute für die Zukunft."

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist die TSG 1899 Hoffenheim der nächste Gegner im Olympiastadion. Nach der folgenden Länderspielpause heißen die Kontrahenten Bayer Leverkusen und Union Berlin, bevor es in einem Dreierpack gegen die Abstiegskonkurrenten FC Augsburg, VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld geht.

Sendung: rbbUM6, 13.03.22, 18 Uhr

45 Kommentare

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  1. 43.

    Was macht Labadia? Ist der frei oder gar noch angestellt? Der könnte die Hertha ja wieder retten.

  2. 42.

    Ich schreibe als die Frau von einem Mann, der seit Jahren als Hertha Fan leidet. Ich habe keine Ahnung vom Fußball. Es scheint mir nur, dass es eine reine Kopsache unten den Spielern ist. Vielleicht sollte die Mannschaft ein Jahr pausieren und wirklich ganz frisch, neu aufgestellt in 2023 wieder beginnen?

  3. 41.

    PS. Lesen Sie mal alle Kommentare
    Hertha scheint in Berlin nicht sehr beliebt zu sein
    Kein Wunder, bei der Aussendarstellung dieses Vereins
    Die ist bei jedem 8. Ligist besser
    Wo sind die 375 Millionen hin
    Die stecken in der Mittlerweile Zweitschlechtesten Bundesligamannschaft , Schäbig oder ??
    Dann noch coronaprämie beantragen und bekommen
    Schämen sollte sich dieser Verein

  4. 40.

    Erstens heisst ich nicht Josef
    Zweitens heisst ich auch nicht Jup, sondern Jupp
    Drittens kümmere ich mich um meinen Verein
    Viertens ist das was ich über Hertha sage eine für euch bittere Realität
    Aber Schlechte Verlierer ................!!
    Viel Spass in der 2. Liga

  5. 39.

    Ich wollte mich nur recht herzlich bei den Verantwortlichen und vor allem bei der Mannschaft von Hertha BSC bedanken...die es geschafft haben eine 45 jährige fanliebe zu meinem Verein innerhalb eines halben Jahres komplett zu zerstören...Danke Leute...es geht bestimmt nicht nur mir so..

  6. 38.

    Hallo Josef, genannt Jup,
    achte mal lieber auf deinen Verein, der spielt ja wohl in der 3. Liga, als hier immer als Hertha - Hasser, seinen Seich zu verbreiten.

  7. 37.

    „ Am 25. Juli 1892 wurde der Berliner Fußball Club Hertha 1892, kurz BFC Hertha 92, gegründet. Die Idee zur Gründung hatten die Brüderpaare Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz. ……. Da die Geschwister erst 16 beziehungsweise 17 Jahre alt waren, wurde der Onkel der Lindners, Ernst Wisch, Vorsitzender und trug den Verein im Polizeipräsidium am Molkenmarkt ein.“
    Noch Fragen?

  8. 36.

    Letztlich wäre es für Berlin interessanter, wenn es BFC Dynamo Berlin in die die erste Liga schafft.

    Dass wäre dann ein Duell gegen Union.

    Hertha kann dann ja gegen Traktor Börnicke oder so spielen, mit seinem 300-Millionen-Investment.

    Grüße an alle

  9. 35.

    Es war am Vinetaplatz, der ist bekanntlich im Wedding. Auf keinen Fall die Kastanieallee!

  10. 34.

    Jetzt kommt Rehagel, Neururer oder Skibbe.
    Ha Ho He, Hertha Ade
    Wie vor 10 Jahren, einfach nur beschämend.
    Bobic und Konsorten einschließlich Präsident, bitte nehmen Sie am Ende der Saison ihren Hut und Tschüss.
    Gibt es noch ein Fussballwunder an der Spree?
    Die Hoffnung stirbt zuletzt, zumal MANN noch direkt gegen die Konkurrenz spielt.

  11. 33.

    Kein vernünftiger Trainer lässt sich auf die Mannscht,, den Vorstand und dem Geldgeber ein.
    Darum wird es wohl wieder einer von der Trainerresterampe.
    Wenn der Vorstand den Arsch in der Hose hätte, würden sie den Abstieg als Chance nutzen und die Mannschaft aufbauen - auch wenn es zwei, drei Jahre dauert
    Aber nein, lieber bleiben sie die Lachnummer in Berlin und in der Bundesliga.

  12. 32.

    Im Kicker erschien jetzt ein sehr guter Kommentar, der die Grundlage für Kommentare gibt. Ich stimme jedenfalls der Analyse im Kicker zu.

  13. 31.

    Die alte Dame Hertha, braucht keinen Trainer, die brauchen einen Psychologen. Die Mannschaft muss zum Leben erweckt werden und dabei zu den Wurzeln des Fußballs zurückkehren und das heißt Kampf und Siegeswillen. Es könnte auch nicht schaden, wenn es Stürmer gibt, die wissen, wo das gegnerische Tor steht.

  14. 30.

    Mal ganz ehrlich, Hertha schafft sich selbst ab. Traurig für die Fans.

  15. 29.

    Das ist das Schöne am Fußball, wenns einer nicht mehr bringt, kommt der Nächste

  16. 28.

    Nicht nur Korkut, Bobic... ! Das ganze Konstrukt mit Gegenbauer, Schiller und Co ist krank und wird nicht funktionieren. "Viele Köche verderben den Brei", es geht nur um Macht und Kohle! Die alten Mafiosi lassen die Erneuerung nicht zu, schnell waren Klinsmann, Friedrich und auch einige Andere weg !

  17. 27.

    Die Gerüchteküche kocht z. Zt. Gisdol, Funkel, Wagner. Oder doch noch ein anderer? Aber wer will denn wirklich zu Hertha mit einem renommierten Namen?

  18. 26.

    Zu Spät. Ich denke Hertha steigt ab und was gibt es ehrlicheres als die BL - Tabelle am 34. Spieltag.

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