Champions-League-Viertelfinale gegen Trentino - Die BR Volleys träumen vom "Golden Set"

Mo 14.03.22 | 18:13 Uhr
Berlins Ruben Schott (l) und Georg Klein jubeln nach einem Punktgewinn gegen Giesen. Quelle: imago images/Andreas Gora
Video: rbb24 | 15.03.22 | 18 Uhr | Dennis Wiese | Bild: imago images/Andreas Gora

Das Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen Trentino haben die BR Volleys deutlich verloren. Im Rückspiel am Mittwoch muss für die Berliner deshalb wirklich alles passen, um gegen den großen Favoriten doch noch die nächste Runde zu erreichen.

Das Rückspiel gegen Itas Trentino sehen Sie am Mittwoch (16.03.) ab 18:15 Uhr live im Videostream auf rbb24.de.

"Dort einen oder vielleicht sogar zwei Sätze zu gewinnen, würde uns zumindest das Gefühl geben, wir können es packen", hatte Kaweh Niroomand, Geschäftsführer der BR Volleys, vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League im italienischen Trentino gesagt. Dieser Wunsch des 69-Jährigen erfüllte sich allerdings nicht. Mit 0:3 unterlagen die Volleys gegen den großen Favoriten und dreimaligen Champions-League-Sieger, den Niroomand zuvor nicht ohne Grund als "sehr schweren Brocken" bezeichnet hatte.

Vor dem Rückspiel am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle (18:30 Uhr, live im Stream auf rbb|24) stehen die Berliner deshalb vor einer Mammutaufgabe. Um doch noch weiterzukommen, müssten die Volleys gegen den Vorjahresfinalisten 3:0 oder 3:1 gewinnen und danach auch noch einen sogenannten "Golden Set" (ein Entscheidungssatz bis 15 Punkte) für sich entscheiden. Nationalspieler Ruben Schott ist sich dennoch sicher, dass sein Team den Einzug in die nächste Runde schaffen kann.

Knapp 5.000 Fans in der Halle

"Alles!", sagt der 27-Jährige entschlossen und ohne zu zögern auf die Frage, was für die Berliner im Viertelfinale gegen Itas Trentino noch möglich sei. "Das ist doch das schöne am Volleyball, es ist ein komplett neues Spiel und es geht wieder von vorne los." Der Außenangreifer setzt am Mittwoch vor allem auf die Unterstützung der Zuschauer in der eigenen Halle. Knapp 5.000 Fans dürfen die Berliner im Viertelfinal-Rückspiel in der Schmeling-Halle unterstützen.

Dass das ein entscheidender Faktor sein kann und die Volleys auch in der Vergangenheit schon zu großen Leistungen verholfen hat, weiß Schott nur zu gut. "Ich habe noch ein paar Spiele im Hinterkopf, als ich noch jünger war und wir in der Max-Schmeling-Halle auch schon Champions League gespielt haben. Das war immer ein tolles Publikum und wir konnten den einen oder anderen Favoriten schlagen", erinnert sich Schott. Deshalb sei auch am Mittwoch noch alles drin, meint er.

Aufschlagspiel soll besser werden

Im Hinspiel hatten die Berliner allerdings durchaus ihre Probleme. Insbesondere im zweiten Drittel sah die Mannschaft von Cedric Enard kaum Land und musste sich, obwohl der erste und der dritte Abschnitt ausgeglichener waren, verdient mit dem deutlichen 0:3 geschlagen geben. "Insbesondere unser Aufschlagdruck hat im Hinspiel gefehlt", kritisiert Schott. "Wir sind eigentlich eine Mannschaft, die sonst viel über die Aufschläge kommt. Speziell im knappen ersten Satz hat das den Unterschied gemacht."

Deutlich besser kamen die Angaben am Wochenende im ersten Bundesliga-Playoff-Spiel gegen Giesen. Hier gewannen die Berliner klar mit 3:0 und sammelten so Selbstvertrauen für Mittwoch. Der gute Auftritt soll den Berlinern für das K.o.-Spiel gegen Trentino Rückenwind geben.

Schott: K.o.-Spiele mit besonderer Anspannung

Dass das überhaupt nötig ist, glaubt Schott allerdings nicht. "In K.o.-Spielen hat man nochmal eine ganz andere Anspannung", erklärt er. "Man weiß: Wir haben nur noch diese eine Chance. Der Gegner hat das aber natürlich auch in den Köpfen. Das weckt einfach ganz andere Emotionen."

Emotionen, die den Volleys trotz der klaren Niederlage im Hinspiel das Gefühl geben sollen, es doch noch packen zu können.

Sendung: rbb24, 14.03.22, 18 Uhr

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