Viertelfinal-Aus gegen Trentino - BR Volleys fliegen trotz guter Leistung aus der Champions League

Mi 16.03.22 | 20:51 Uhr
Timothee Carle (l.) im Spiel gegen Trentino. Quelle: imago images/Andreas Gora
Video: rbb24 | 16.03.22 | 22 Uhr | Torsten Michels | Bild: imago images/Andreas Gora

Die BR Volleys spielen nicht mehr in der Volleyball-Champions-League. Die Berliner schieden am Dienstagabend trotz ordentlicher Leistung gegen das italienische Top-Team Itas Trentino aus.

Trotz einer guten Leistung sind die BR Volleys im Viertelfinale der Volleyball-Champions-League gescheitert. Zwar gewannen die Berliner am Mittwochabend mit 3:2 (25:21,
25:22, 9:25, 21:25, 15:13) gegen die italienische Spitzenmannschaft Itas Trentino.

Da die Volleys das Hinspiel in Italien deutlich mit 0:3 verloren hatten, hätten sie vor 4.157 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle allerdings ein 3:0 oder 3:1 gebraucht, um einen Entscheidungssatz - den sogenannten "Golden Set" - zu erzwingen.

Erster Satz geht an die Volleys

Die BR Volleys erwischten einen guten Start ins Spiel. Die Berliner wirkten sofort hellwach und setzten sich beim Stand von 6:3 erstmals etwas ab. Trentino-Coach Angelo Lorenzetti reagierte und nahm die erste Auszeit, um den Schwung der Volleys zu stoppen und den Gastgeber aus dem Rhythmus zu bringen. Das gelang allerdings kaum. Insbesondere mit einem starken Aufschlagspiel setzten die Volleys die Italiener immer wieder unter Druck und blieben verdient in Führung.

Die Qualität des dreifachen Champions-League-Siegers, mit Ex-Volleys-Libero Julian Zenger auf der Platte, war dennoch stets erkennbar: Die Volleys schafften es trotz starker Leistung im ersten Satz zunächst nicht, sich ein Punkte-Polster zu erspielen - der Durchgang blieb knapp. In der entscheidenden Phase des ersten Satzes behielten die Berliner dann aber die Nerven und holten sich mit 25:21 den ersten Punkt.

Volleys im zweiten Satz weiter stark - dritter Abschnitt geht an Trentino

Im zweiten Durchgang übernahmen zunächst die Gäste die Kontrolle. Doch die Berliner spielten weiterhin unbeeindruckt und blieben insbesondere durch die weiterhin guten Aufschläge von Sergei Grankin im Spiel. Einen Vier-Punkte-Rückstand hatte die Mannschaft von Cedric Enard zur Hälfte des zweiten Satzes wieder aufgeholt. Bei Trentino schlichen sich immer häufiger Fehler ein und die Volleys übernahmen wieder die Führung. Diese brachten die Berliner erneut stark ins Ziel. Benjamin Patch verwandelte den zweiten Satzball zum 25:22. Spätestens jetzt war das 3:0 und der damit verbundene "Golden Set" greifbar.

Im dritten Satz bekamen die Berliner dann allerdings Probleme. Trentino spielte jetzt flüssiger und zielstrebiger. Beim Stand von 2:8 nahm Enard bereits die zweite Auszeit des Satzes und versuchte seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Die tat sich aber weiter schwer: Insbesondere bei den Annahmen machten die Volleys jetzt zu viele Fehler - Trentino setzte sich weiter ab. Mit 25:9 ging der dritte Satz schließlich klar und deutlich an die Gäste.

Volleys verpassen "Golden End" knapp

Der vierte Satz war dann wieder deutlich ausgeglichener. Die BR Volleys waren jetzt wieder besser in der Partie und spielten viel klarer. Immer wieder gingen die Berliner in Führung, doch Trentino blieb bis zur Schlussphase des Durchgangs in Schlagdistanz. Beim Stand von 18:17 gingen die Italiener dann erstmals seit längerer Zeit wieder in Führung und drehten das Spiel. Enard nahm nochmal eine Auszeit, konnte den Satzverlust und die damit verbundene Niederlage aber nicht mehr verhindern. Der Satz ging mit 25:21 an Trentino und Berlin verpasste so das notwendige "Golden End".

Dass die Berliner am Ende den Tiebreak mit 15:13 für sich entschieden, dürfte nur ein kleiner Trost gewesen sein.

Sendung: rbb24, 16.03.22, 21:45 Uhr

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